Scan 237
Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922
46 lines. Read by computer on 27 September 2026, twice; the two readings disagreed in places. Printed page 233. See the scan on archive.org.
1italienischem Charakter verwendet. Besonders schön sind seine Schnecken und der Ton seiner Instrumente wird allgemein gelobt. Eine sehr gute Violine von ihm besitzt Architekt H. Bosch in Kassel.
3Hug, Gebrüder, & Co. — Zürich
4Eine Handelsfirma der Gegenwart für Streichinstrumente, die ihre Gründung bis in das Jahr 1807 zurückführt und Zweighäuser in Basel, St. Gallen, Luzern, Winterthur, Straßburg, Konstanz und Leipzig besitzt. Die Besitzer unterhalten seit etwa 40 Jahren eine Reparaturwerkstatt, in der jetzt E. Tenucci, der bei Züst gelernt hat, arbeitet. — Arnold Hug, Teilhaber der Firma, starb 39 Jahre alt, am 7. September 1905.
6Hugh s. Gordon
7Hugo, Pierre. — Mirecourt. 1740. 1758
8Als Geigenmacher von A. Jacquot erwähnt.
10Huguenin. — Le Havre. 1810
11Ein Mirecourter, der sich in Le Havre niedergelassen hat. Sein Taufname (in einer besseren französischen Violine) war nicht ganz deutlich zu lesen.
12Geigenzettel: Huguenin / fecit. Portus gratia 1810 (geschrieben).
14Huguenin, Joseph. — Mirecourt. 1766. 1789
15Vielleicht ein Bruder des von 1776—1789 vorkommenden Nicolas H.
17Huguier, Quentin. — Rouen. 1573
18Einer der ältesten, dem Namen nach bekannten Lautenmacher Rouens, der in einer Urkunde vom 23. September 1573 erwähnt wird.
20Hulinzky, Thomas Andreas. — Prag. Geb. 12. Dez. 1731 in Prag, † das. 11. Mai 1788
21Schüler von Joh. U. Eberle, der auch am 25. November 1760 sein Trauzeuge war, als er in der Stephanskirche mit Katharina Matus vermählt wurde. Am 12. Dezember 1776 erlangte er das Bürgerrecht in der Prager Neustadt. In seiner Arbeit ahmt er Eberle nach, hat aber auch manche verwandte Züge mit Jos. Ant. Laske, und wie dieser machte er außer Geigen auch Harfen und Lauten. Seine Geigen zeigen ein eigenes Modell mit hoher Wölbung und sind nach der Form sehr sauber gearbeitet und meist auch schön dunkelrot oder rotbraun, aber auch gelb lackiert. Weniger schön ist sein brauner Spirituslack. Auch kann der Ton seiner Violinen nicht gerade groß genannt werden. Auf vielen seiner Zettel findet sich in der Mitte als Emblem ein lautenspielender Greif. Eine reich mit Schildpatt und Elfenbein eingelegte Viola d’amore von 1766 war 1895 in Prag ausgestellt; eine andere Viola d’amore von ihm mit gewölbtem Boden, stark eingeschnürter Deckenwölbung und einem Amorkopf mit verbundenen Augen am Wirbelkasten befindet sich in der Sammlung alter Musikinstrumente in Berlin. Eine Geige mit originalen Umrissen und Schlangenlinien statt der F-Löcher aus dem Jahre 1787 besitzt Dr. Smoler in Olmütz. Eine 14saitige Viola d’amore von besonders schöner Ausführung vom Jahre 1782 (mit Originalbogen), aus der Sammlung Lanna stammend, besitzt R. Leibbrand in Berlin.
22Geigenzettel: Thomas Andreas Hulinzky / fecit Pragæ, Anno 17 . . (gedruckt) und Abb. 332.
24Hulskamp, G. H. — New York. 1862
25Ein geborener Westfale, der nach Amerika auswanderte. Er konstruierte eine der Sprengerschen Tonschraube ähnliche Spannungsvorrichtung im inneren Körper der Violine, veränderte auch die Form so, daß die Geige wie eine Schachtel aussah. Der Ton wurde dadurch aber nicht verbessert. Statt der F-Löcher brachte er in der Mitte der Geige ein rundes Schalloch an.
27Hume, Charles D. — Melbourne. 1889. 1910.
28Geb. in West-Hartlepol
29Ein tüchtiger Geigenmacher, dem es sehr zustatten kam, daß er sein Instrument auch trefflich zu spielen versteht. Gut vorgebildet wanderte er im Jahre 1889 nach Australien aus, wo er bald durch gute Arbeit zu Ansehen kam. Seine Geigen sind vorzugsweise nach Stradivari gebaut und zeigen einen schönen Lack. Er besitzt verschiedene Ausstellungspreise und Anerkennungen erster Geiger.
31Hume, Richard. — Edinburg. 1535
32Einer der ältesten — wenn nicht der älteste bekannte englische Violenmacher. Er lebte zwar in Schottland, wo er zu großem Ansehen gekommen war, wird aber ausdrücklich als Engländer bezeichnet. Eine Eingang von 1535 sagt: »Item to the Kingis Grace to Richard Hume, Inglismanne, guhilk suld mak violis to the Kingis Grace, to by stuffe for the samin, XX lib.«
34Hume, englischer Geigenbauer der Jetztzeit
36Humel, Claude. — Mirecourt. 1820
37Geschickter Gitarrenmacher, Großvater (mütterl.) von Delanoy in Bordeaux.
39Hummel (Humel), Christian. — Nürnberg. 1709. 1710
40Vielleicht ein Sohn von Math. H. — Auch ein Michael H. (Hümml) soll um die gleiche Zeit hier oder in Augsburg gelebt haben. one of two readings
41Vielleicht ein Sohn von Math. H. — Auch ein Michael H. (Hümmel) soll um die gleiche Zeit hier oder in Augsburg gelebt haben. one of two readings
43Hummel, Matthias. — Nürnberg. 1694. 1715
44Ein seinerzeit berühmter Lauten- und Geigenmacher. Seine Instrumente zeichnen sich auch äußerlich durch reiche Einlagen im Geschmacke Joach. Tielkes aus. Sein bester Schüler war Schelle. Eine Tenorgamba von 1701 von ihm besitzt das Musikhistorische Museum in Köln; eine »Chitarra battente« die ehem. Kais. Sammlung in St. Petersburg; in einer italienischen Laute im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg ist sein Reparaturzettel: Matthias Hummel Lauten / und Geigenmacher / Anno 1695 zugericht. (gedruckt).
45Geigenzettel: Matthias Hummel / Lauten und Geigenmacher / in Nürnberg / Anno 1701. (gedruckt).
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