Scan 24
Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922
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1Musikalien- und Instrumentenhandlung von Monzino in Mailand. Durch angeborenes Talent geleitet und eifriges Studium erwarb er sich wertvolle Kenntnisse, die ihn zu einem recht geschickten Meister machten.
3Antoniazzi, Romeo. — Cremona, Mailand.
4Geb. 4. Mai 1862 in Cremona
5Sohn von Gaetano A., Schüler seines Vaters. Nach einer Studienzeit von 15 Jahren eröffnete er im Jahre 1887 in Mailand seine eigene Werkstatt und verlegte sie bald nach Cremona, wo er das Geschäft seines Vaters übernahm. Er baut Streichinstrumente aller Art nach Stradivari, Amati, Guarneri, Guadagnini und Pressenda und hat auch ein eigenes Modell, bei welchem eine von ihm aufgestellte Theorie der Dicke des Bodens und der Decke Verwendung findet. Seine Geigen sind von schöner Arbeit und gut im Ton. Er besitzt goldene und silberne Medaillen von Turin 1898, Paris 1900 usw.
6Geigenzettel: Antoniazzi Romeo di Cremona / fece in Cremona l’anno . . . (gedruckt) und Abb. 24.
8Antonio, Cypriano. — Lissabon. 18. Jahrh.
9Ein Lautenmacher, von dem Mandolinen wiederholt vorkommen, deren Ausführung im ganzen recht gefällig ist.
10Geigenzettel: Cypriano Antonio a fez en / Lisboa rua Largo da Esperanza (gedruckt).
12Antonio s. Siciliano
13Antonius Bononiensis s. Brensio
14Antonio dai Liuti. — Ferrara 1475
15Er wird in Urkunden als »Maestro AntoniodaiLiuti« bezeichnet. Wenn man bisher auch nicht mehr als seinen Namen kennt, wird man doch nicht fehlgehen, ihn als Lautenmacher anzusehen.
17Antony, H. — 1750. 1780
18Vidal bespricht ein aus Cremona 1751 datiertes Instrument zweiten Ranges aus der Sammlung des Marquis de St. Hilaire in Paris und gibt die Namen Hieronymus Antony an. Es wird wohl nur H. geschrieben gewesen sein. Mir wurde ein Cello mit dem Zettel »Johann Antony, violinmacher, Mittenwald 1780« bekannt. Das Holz der Decke ist schön und klarjährig, beim Boden und den Zargen unschön, die Ecken sehr spitz; die schmale, elliptisch geschnitzte Schnecke ist tief ausgestochen, der Lack nussbraun. Die Arbeit hat eher einen vogtländischen als einen Mittenwalder Charakter; auch war es mir nicht möglich, eine Familie Antony in Mittenwald nachzuweisen. Wahrscheinlich ist H(ans) und Johann Antony ein und derselbe Geigenmacher. Bekannt ist es, daß die Vogtländer sehr häufig »Cremona« oder »Mittenwald« als Ursprungsort angaben, auch wenn sie den eigenen Namen gebrauchten.
20Antonio, Mastr’. — Venedig. 16. Jahrhundert
21Ein venezianischer Lyrenmacher des 16. Jahrhunderts, den Valdrighi (3933) anführt.
23Anyon, Thomas. — Manchester. Geb. 1854
24An seinen Geigen wird der Lack besonders gelobt.
26Appel, Ignaz. — Budapest. Geb. 1854. 1910
27Schüler von Mönnig, arbeitete bei Zach und bei Voigt in Wien, dann bei J. W. Schunda in Budapest und baute einige ziemlich gute Geigen, hat sich jedoch in letzter Zeit mehr dem Bau des Cimbals zugewendet.
28Geigenzettel: Appel Ignác / 18 Musikinstrumenten-Fabrik 88 / Budapest, Graf Károlygasse Nr. 5 (gedr.).
30Appold, Carl Friedr.
31Vermutlich ein schwäbischer Geigenmacher, der im ersten Drittel des 19. Jahrhunderts tätig war.
33Arcangioli, Lorenzo. — Florenz. 1825. 1849
34Ein Geigenmacher aus der Mitte des 19. Jahrhunderts, von dem sich ein gutes »Violoncello da Spalla« in W. Heyers Musikhistorischem Museum in Köln (Nr. 938) befindet. Auch seine Violinen sind nicht schlecht, wenn auch nicht hervorragend.
36Ardenois, Jean. — Gent. 1731
37Wenig bekannt. Man weiß von ihm nur, daß er die Instrumente der Kathedrale in Gent ausgebessert hat.
38Geigenzettel: Johannes Ardenois tot Ghent / 1731 (gedruckt).
40Ardern, Job. — London 1893
41In einer mittelmäßigen Violine stand sein Name.
43Arezzo, Nicolo, lebt als Geigenmacher in Neapel
45Arias, Vicente. 1889
46Guter Gitarrenmacher.
48Arienti, Carlo Giuseppe. Mailand. 1810 (?). 1863 (?)
49Das Mailänder Konservatorium besitzt von ihm einen kleinen, graugelb lackierten Kontrabaß mit dem Zettel: Carlo Giuseppe Arienti / Fece in Milano, nella / Contrada Ponte Vetro / num. 1863. Anno 1810 (gedruckt).
51Arkhusen, Gebrüder. — St. Petersburg. 1880
52Im Jahre 1818 begründete Fabrik von Saiteninstrumenten, die gute, aber verhältnismäßig teure Instrumente (Violinen, Gitarren usw.) herstellt und auch in Moskau eine Werkstatt unterhält.
54Arling, Olaus (Olof). — Stockholm. † 25. Jan. 1735
55Von ihm ist nur bekannt, daß er sieben Jahre lang Gehilfe von Jonas Elg gewesen ist, nach dessen Tod die Witwe heiratete und damit die Werkstatt seines verstorbenen Meisters bekam, aber schon nach zweieinhalbjähriger Tätigkeit als selbständiger Geigen- und Lautenmacher starb.
57Arlow, Heinrich. — Brünn, Wien. Um 1850—1865.
58War um 1849 Schüler von N. Savicki, den er in seinen Modellen anfangs genau nachzuahmen suchte, wenn seiner Arbeit auch etwas Schülerhaftes anhaftete blieb
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