Scan 240
Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922
41 lines. Read by computer on 27 September 2026, twice; the two readings disagreed in places. Printed page 236. See the scan on archive.org.
1stehen hoch im Preis, dürften aber auch früher nicht häufig gewesen sein, denn selbst das Selhofsche Verzeichnis (1759) führt nur zwei Geigen von ihm auf. Eine hübsche Violine befindet sich aus der Sammlung Snoeck in Berlin. Bis etwa 1686 schrieb er sich nach der älteren Schreibweise Hendrick Jacobsz, später einfach Hendrik Jacobs.
2Geigenzettel: Abb. 386.
4Jacobsz, Peeter s. Rombouts
6Jacot, A. — Paris. 1885. 1893
7Ältester Sohn von Jean-Charles J., der die väterliche Werkstatt übernahm und nach Paris verlegte.
9Jacot, Jean-Charles. — Metz. Geb. 1811, † 1887 in Pont à Mousson
10Er begann als Instrumentenhändler und hat, ohne ein großer Künstler sein zu wollen, doch einige recht gute Geigen hinterlassen. Sein älterer Sohn wurde gleichfalls Instrumentenmacher und hatte sich in Paris niedergelassen.
12Jacquet. — Paris. 1765
13Ein Mirecourter, der sich in Paris niedergelassen hat, wo er den Werkstattschild »Au Génie de l’Harmonie« führte.
15Jacquet, Gabriel-Xavier. — Mirecourt. Geb. 8. Jan. 1838
16Sohn von Joseph-Xav. J. Ein sehr geschätzter Baßmacher. Sein Sohn Moise-Gabriel J., geb. um 1870, war sein bester Mitarbeiter.
18Jacquet, J. — Alençon. 1796
19Ein Mirecourter, der sich in der Stadt der Alençonspitzen und -Diamanten und der Granithäuser niedergeließ und hauptsächlich als Wiederhersteller beschäftigt wurde.
20Geigenzettel: Racommodé par J. Jacquet / A ALENÇON L’an 1796 (gedruckt). one of two readings
21Geigenzettel: Racommode par J. Jacquet / A ALENÇON L’an 1796 (gedruckt). one of two readings
23Jacquet, Joseph-Xavier. — Mirecourt. Geb. 10. April 1810, † nach 1860
25Jacquet (Jacquet-Gand), Gabriel. — Mirecourt. Geb. 15. Febr. 1848, † 26. Okt. 1899
26Zweiter Sohn von Joseph-Xav. J. Er fügte seinem Namen den Familiennamen seiner Frau (Gand) hinzu, und war ein Geigenmacher, der besonders gute Bässe machte, doch sind auch einzelne sorgfältiger ausgeführte, doppelt eingelegte Violoncelli von ihm bekannt. Er ist der Schwiegervater von Léon Mougenot und des Pariser Bogenmachers Eugène Sartory. Seine Söhne setzten sein Geschäft fort, nur der jüngste ist Geigenmacher-Werkzeugfabrikant geworden. — Sie verwenden eine Brandmarke.
28Jacquot. — Mirecourt
29Eine Familie, in der das Geigenmachen seit mehr als dreihundert Jahren ununterbrochen als Beruf geübt wurde. E. Ch. Albert Jacquot, selbst ein trefflicher Meister, weist die folgenden seiner Vorfahren als Geigenmacher nach:
31Jacquot, Charles. — Nancy, Paris. Geb. in Mirecourt 1804, † zu St. Maur-les-Fossés 30. März 1880
32Sohn von Henry J., der ursprünglich Geigenmacher war, während der Revolution zum Militär kam und schließlich Regimentsschneider wurde. Als ein Sprößling der ältesten französischen Geigenmacherfamilie, in der sich die Kunst des Geigenbaus bis auf den heutigen Tag fortgeerbt hat, kam er mit 15 Jahren zu Nicolas ainé in die Lehre, dann zu Breton und ging 1823 nach Nancy, wo er bis 1827 als Gehilfe arbeitete, dann Catherine Vuillaume heiratete und in der Rue de la Poissonnerie Nr. 19 seine eigene Werkstatt eröffnete. Er war einer der talentvollsten französischen Geigenmacher des 19. Jahrhunderts, der auf allen Ausstellungen, die er beschickte, Preise erhielt. Er blieb bis 1852 in Nancy, übergab dann seine Werkstatt seinem Sohne und einzigen Schüler Pierre-Charles J. und ging nach Paris, wo er zuerst in der Rue des Vieux Augustins eine neue Werkstatt eröffnete, die er später in die Rue de l’Echiquier verlegte. Er arbeitete mustergemäß nach Stradivari und Guarneri und hatte einen prachtvollen Lack.
33Geigenzettel: Abb. 384.
35Jacquot, Etienne-Charles-Albert. — Nancy. Geb. in Nancy 18. Sept. 1853
36Sohn und Schüler von Pierre-Charles J. Um sich weiter zu vervollkommnen, war er von 1869 an in Deutschland, ging dann nach Brüssel und Paris, überall bei den ersten Meistern arbeitend, und trat 1880 als Teilhaber in die väterliche Werkstatt ein. Er ist einer der bedeutendsten französischen Geigenmacher der Gegenwart, er arbeitet nach Stradivari, Guarneri, Amati, Maggini usw., wobei er die Resultate eigener Studien in bezug auf die Holzstärke, die Umrißlinien usw. verwendet. Seine Geigen zeichnen sich durch größte Sauberkeit der Arbeit und eine außerordentliche Gleichmäßigkeit im Tone aus, die er zum Teil seinem trefflichen, fetten Öllack zuschreibt; er wurde auf allen Ausstellungen durch erste Preise ausgezeichnet. Er ist außerdem ein gründlicher Kenner der Musikgeschichte und des Instrumentenbaues seiner Heimat und hat mehrere wertvolle Monographien veröffentlicht, ferner ist er Mitglied der archäologischen Gesellschaft für Lothringen und einiger Akademien, Offizier de l’Instruction Publique und Ritter des Leopold-Ordens usw. usw. Seine Geigen haben am unteren Ende des Halses eine Brandmarke, im Innern einen gedruckten Zettel mit seinem Namen, links ein Schildchen mit den Buchstaben A. J. durch ein Kreuz geteilt und dem Meisterhut darüber, rechts das Wappen von Lothringen.
37Geigenzettel: Abb. 394.
39Jacquot, Fernand. — Nancy. Geb. 11. Juli 1884
40Sohn von E. Ch. Albert J. und Schüler von Frébinet und Mougenot-Gauché in Mirecourt. Nach Beendigung seiner Lehrzeit vervollkommnete er seine Kenntnisse in der väterlichen Werkstatt und erhielt bereits 1905 in Lüttich eine goldene Mitarbeitermedaille für seine vorzügliche Arbeit.
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