Scan 242
Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922
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1Jacquot, Nicolas II. — Mirecourt. Geb. um 1700, † vor 1763
2Ein Geigenmacher, der mit Marie, der Tochter des Geigenmachers Villemin verheiratet war. Er arbeitete sehr sauber, hatte einen fetten, hellrot-goldigen Lack und verwendete den Brandstempel: NICOLAS JACQUOT / A PARIS.
4Jacquot, Nicolas III. — Mirecourt. 1787
5Er heiratete im Juni 1787 und kommt in den Registern des gleichen Jahres als Geigenmacher vor.
7Jacquot, Nicolas IV. — Mirecourt. Geb. um 1750, † 2. Aug. 1841
8Er verlegte sich schon frühzeitig auf das Bogenmachen und brachte es darin zu besonderer Geschicklichkeit. Seine Bogen tragen seinen Namen als Brandmarke.
10Jacquot (Taufname unbekannt). — Mirecourt. † vor 1719
11Man weiß nur, daß er als Geigenmacher eine Witwe hinterließ.
13Jäger, Carl. — Hildesheim. Geb. 27. Nov. 1841 in Neustadt am Hohnstein (Harz)
14Ursprünglich war er Musiker und diente als solcher im vormaligen hannoverschen Gardejägerbataillon. Seiner besonderen Vorliebe folgend, erlernte er von 1862 bis 1866 bei Erasmus Schiefler das Geigenmachen, arbeitete noch zwei Jahre lang praktisch und ließ sich am 1. Sept. 1868 in Hildesheim als Geigenmacher nieder. Er arbeitet meist nach Stradivari und verwendet einen selbstbereiteten, gewöhnlich gelbbraunen Lack. Unter den von ihm gemachten Geigen ist jene bemerkenswert, die statt der Schnecke den Kopf des Königs Georg V. von Hannover zeigt. Griffbrett, Wirbel und Saitenhalter sind daran von Elfenbein. Die Lage des Baßbalkens berechnet er nach einem eigenen Verfahren. Auch die Form der sechs Klötzen weicht bei ihm von der üblichen ab. Er erfand ferner einen Geigenbogen mit verschiebbarer Bewicklung.
15Geigenzettel: Abb. 392.
17Jaeger, Hans. — Markneukirchen. Geb. 25. Nov. 1858 in Bad Elster
18Schüler von Ludwig Glaesel sen., bei dem er sechs Jahre blieb. Im Jahre 1876 begab er sich auf die Wanderschaft und fand nach vorhergegangener Probearbeit Stellung bei X. Kerschensteiner in Regensburg. Hier konnte er sich in jeder Richtung ausbilden und blieb da bis 1880. Er leistete dann in Ingolstadt seiner Militärpflicht Genüge und war zwei Jahre Unteroffizier. 1883 kehrte er nach Markneukirchen zurück und trat bei Glaesel und Herwig ein und ging dann nach Amsterdam als Geschäftsführer der Witwe Hampe, von wo er 1885 nach Markneukirchen ging, um seine eigene Werkstatt zu eröffnen. Er hat auf seinen Reisen durch Bayern, Holland, Belgien usw. jede Gelegenheit, sich zu vervollkommnen, benutzt und versteht es vorzüglich, alte Meisterwerke genau zu imitieren. Seine Geigen sind sorgfältig gearbeitet und haben einen schönen Öllack.
20Jaeger, Hermann. — Breslau. Geb. in Markneukirchen 1. Jan. 1867
21Schüler von Karl Weller. Nachdem er in Dresden und Berlin als Gehilfe gearbeitet, gründete er 1890 sein Geschäft in Breslau und führt Ausbesserungen sowie auch neue Instrumente nach eigenen Modellen oder nach Stradivari aus. Er lackiert mit einem Öllack eigener Zubereitung.
23Jaeger, Joh. Adam. — (Mark)Neukirchen. Geb. 1688, † 1765 im Alter von 77 Jahren weniger 4 Monate 24 Tage
24Der Stammvater der heute noch blühenden Familie, ein guter Geigenmacher seiner Zeit, der am 15. Dez. 1716 als Meister in die Zunft aufgenommen wurde, bei welcher Gelegenheit ihm gegen Erlag von 16 Talern erlassen wurde, die »Meistermahlzeit in natura auszurichten«, da er eine »arme vater- und mutterlose Waise« sei.
26Jaeger, Johann Georg. — (Mark)Neukirchen um 1770
27Vielleicht ein Sohn von Joh. Adam J. Er scheint jedoch weder in Markneukirchen geboren, noch dort gestorben zu sein.
28Geigenzettel: Johann Georg Jaeger / Violinmacher in Neukirchen. (gedruckt).
30Jaeger, Otto, eine Musikinstrumentenmacherfirma in Frankfurt a. O.
32Jaie s. Jay
34Jais, Alois. — Mittenwald. 1848
35Einer der besten Mittenwalder Geigenmacher seiner Zeit, der die guten, alten Traditionen pflegte, aber auch die Italiener kannte und aus ihrem Studium Vorteil zu ziehen wußte.
37Jais, Andreas. — Mittenwald, Tölz. Geb. um 1685, † nach 1749
38Sohn des Georg Jais und der Katharina. Er wird schon 1707 als Lautenmacher bezeichnet und macht 1707 — er ist noch ledig — ein Violoncello für den »Verleger« (Händler) J. Baader und wird 1709 Pate bei Johann Carl Klotz, dem Sohne des Mathias. — Er siedelte bald darauf nach Tölz über, wo er am 22. Juni 1711 Anna Lerch († im Kindbett am 23. Juni 1718) heiratete. Kurz nach dem Tode seiner Frau (am 16. Aug. 1718) ging er mit Elisabeth Leer aus Wolfrathshausen († 1759) eine zweite Ehe ein. Sein Modell ist hochgewölbt, der Lack mager, rötlich und die Arbeit vorzüglich. Sehr schön sind auch seine Löwenköpfschen am Wirbelkasten. Auf die Einlage verwendete er weniger Sorgfalt und ließ sie am Boden oft ganz fehlen, wo er sie durch gezeichnete Linien ersetzte. Ebenso gut wie seine Violinen sind seine Violen, Violoncelli und Liebesgeigen. Er hatte
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- Jacquot, Nicolas II.
- Jacquot, Nicolas III
- Jacquot, Nicolas IV.
- Jäger, Carl
- Jaeger, Hans
- Jaeger, Hermann
- Jaeger, Johann Georg
- Jaeger, Otto
- Jais, Alois
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