Scan 243
Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922
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1sechs Söhne. Daß er schon zu Lebzeiten hochgeschätzt wurde, dafür spricht, daß er im Tölzer Kirchenbuche ausdrücklich »Künstler« genannt wird. Vgl. (Stuttgarter) Antiquitäten-Zeitung 1902, Nr. 5. Ein Violoncello von 1707 besitzt der Geigenverleger Joh. Bader. Eine sechssaitige Viola von ihm vom Jahre 1733 besitzt das Bachhaus zu Eisenach.
2Geigenzettel: Andreas Jaiss Lautten- / macher in Tölz Ao 1739 (gedruckt).
4Jais, Anton. — Mittenwald. Geb. 3. Febr. 1748, † nach 1836
5Sohn von Franz Jais und wohl auch dessen Schüler. Seine Arbeit, die manchmal auf ein Amatimodell zurückgeht, steht auf gleicher Höhe mit der seiner besseren Zeitgenossen, namentlich verdient sein schönes Deckenholz gelobt zu werden. Sein Lack ist gelb oder gelbbraun.
6Geigenzettel: Abb. 389.
8Jais, Franz. — Mittenwald. 1720. 1757
9Er gehört der Klotzschule an und zeichnet sich durch besonders sorgfältige Ausführung der Einlagen, den Schnitt der F-Löcher und der Schnecken aus. Sein Lack ist gelbbraun oder rotbraun.
11Jais, Johannes. — Tölz. Geb. in Tölz 14. Jan. 1715, † das. 11. Juni 1765
12Sohn und Schüler von Andreas J., dem er sehr nahekommt. Statt der Schnecken bringt er auch gerne Köpfchen (mit verbundenen Augen, Tierköpfchen usw.) an.
13Geigenzettel: Johannes Jaiss / Lauten- / macher in Tölz / 1762. (gedruckt).
15Jais, Johann. — Bozen. Geb. 1752 in Mittenwald, † nach 1780
16Sohn von Franz Jais. Seine Arbeit ist von guter Tiroler Art und hat braunen Lack.
17Geigenzettel: Abb. 390.
19Jais, Johann. — Mittenwald. 1918
20Sohn von Alois J. Da er bisher zumeist für die Verleger arbeitete, ist er noch wenig bekannt.
22Jais, Joseph. — Mittenwald. Geb. 17. März 1750. 1770
23Sohn von Franz J. Er scheint in jungen Jahren gestorben zu sein.
25Jais, Mathias. — Mittenwald. Geb. 10. Sept. 1755
26Jüngerer Sohn von Franz Jais und dessen Schüler. Er ist nur wenig bekannt.
28Jais, Wilhelm (gen. Stingl). — Mittenwald. 1687
29In den Akten wird er »Chelista« genannt. Wilhelm Jais tritt gleichzeitig mit Mathias Klotz als Geigenmacher auf und hat somit ebenfalls seinen Anteil an der Begründung der nachmals so in Blüte gekommenen Geigenbauindustrie Mittenwalds. Er war 1687 bereits verheiratet.
31Jakob, Max, ein Geigenmacher, der in Wohlhausen i. S. tätig ist
33James, Stanley W. — Melbourne (Australien). 1880
34Er stammte aus Richmond, war von Beruf Drucker und machte aus Liebhaberei Geigen nach Amati, für die er u. a. 1880 in Melbourne auf der Ausstellung einen zweiten Preis erhielt.
36Jamieson, Thomas. — Aberdeen. 1830. 1845
37Wahrscheinlich ein Schüler von Charles Crammond, den er nachahmte. Seine Arbeit ist gut, der Lack von gelber Farbe.
39Jamin, Nicolas. — Mirecourt. 1744. 1760
40Nur dem Namen nach bekannt.
42Jani, Johann Ernst. — Hamburg. 1739
43Das Bürgerrecht scheint er nicht erworben zu haben. Eine Geige, die in der Arbeit etwas an die Holländer erinnert, mit schönem Holz und dickem, braunem Lack von sehr guter Beschaffenheit besitzt Ernst Geisser.
44Geigenzettel: Hamburg 1739 / Johann Ernest Jani / fecit ad modum Cremonensis. (gedruckt).
46Janicki. — Warschau. 1830
47Vielleicht ein Schüler von Kwialkowski, dem er nahekommt.
49Janot. — Lyon. 1824
50Ein geschickter Lauten- und Geigenmacher, von dem namentlich gute Gitarren von originellen Umrissen bekannt sind.
51Geigenzettel: Janot Luthier / Rue Mercière à Lyon 1824 (lith.).
53Janrot s. Lorret
55Jansen (?), Andrea. — Padua. 1629
56Die Sammlung Donald in London besitzt eine im Jahre 1629 angefertigte Theorbe von Giovanni Krebar und Andrea Jansen. Da ich das Instrument nicht selbst gesehen habe, weiß ich nicht, ob der Zettel richtig gelesen wurde.
58Jansky, Franz. — Leitmeritz. 1751
59Er machte meistens Streichbässe, welche noch jetzt in vielen böhmischen Kirchen zu finden sind. Ein sehr gutes Violoncello von ihm besitzt das Priesterseminar in Leitmeritz. Violinen von ihm kommen sehr selten vor. Sein (Spiritus)-Lack ist schwarzbraun.
60Geigenzettel: Franz Jansky / bürgerl. Instrumentenmacher / Dominikaner Gasse Leitmeritz 1751 (gedr.).
62J’Anson, Edward Popplewell. — Leeds, Manchester. 1854. 1855
63Schüler von William Boots jun., aber nur ein mittelmäßiger Geigenmacher.
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