Scan 246
Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922
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1Jeniček, Anton. — Wien. 1904
2Er nennt sich Streichinstrumentenerzeuger, ich hatte jedoch keine Gelegenheit, Arbeiten von ihm kennenzulernen.
4Jensen, M. P. — Horsens (Dänemark). 1889
5Ein Tischler, der sich mit der Wiederherstellung von Musikinstrumenten beschäftigte.
7Jerner, Johan. — Stockholm. Geb. 1755, † 26. Juli 1820
8Als Geselle arbeitete er bei Öhberg und begründete um 1780 seine Werkstatt, doch erhielt er erst im Jahre 1791 das Privilegium als Musikinstrumentenmacher. Er wohnte anfangs in der Skomakare-, dann in der Svartmangata und war ein ebenso fleißiger als geschickter Lauten- und Geigenmacher, von dem noch viele Arbeiten in Sammlungen erhalten sind. Da er aber kränklich und vom Jahre 1814 an auf einer Seite gelähmt war, kam er in so traurige Verhältnisse, daß seine Werkzeuge und fertigen Instrumente versetzt werden mußten, als er starb, um die Begräbniskosten aufzubringen. Arbeiten von ihm besitzen die musikhistorischen Museen in Stockholm und Köln, Lektor Dr. Fryklund in Sundsvall, Generalkonsul J. Johnsson in Stockholm usw. usw. Auch in der Sammlung Hammer war er mehrfach vertreten.
9Geigenzettel: Förferdigadt af Johan / Jerner Stockholm 1792. (geschrieben).
11Jeune, le s. Le Jeune
13Jindrischkow (Indrischkow). — Kiew. 1895. 1905
14Streich- und Blechmusikinstrumentenfabrikant, der etwa 200 Arbeiter beschäftigt. Sehr beliebt sind die bei ihm hergestellten russischen Volksinstrumente (Balaika usw.).
16Jirowsky, Anton. — Wien. Geb. 5. Aug. 1877 in Wien
17Schüler von Thomas Zach. Nachdem er sechs Jahre bei Haudek als Gehilfe gearbeitet hatte, machte er sich am 12. November 1903 selbständig. Er arbeitet nach Thomas Zach, dessen Modelle und Zeichnungen in seinen Besitz übergingen, und verwendet gutes Holz und roten Lack. Er ist einer der wenigen Wiener unserer Zeit, die noch wirklich ihre Geigen selbst anfertigen.
18Geigenzettel: Abb. 393.
20Ilchmann, Peregrin. — Stubenseifen (Böhmen) 1804. 1837
21Ein eigenartiger Meister, der ein sehr schmales, langgestrecktes Modell hatte. Seine Geigen haben daher nach den heutigen Anforderungen eine falsche Mensur und infolgedessen nur wegen ihres originellen Aussehens einen gewissen Wert für Sammler. Die Arbeit an und für sich ist nicht schlecht, die Wölbung von mittlerer Höhe, Ränder und Ecken sind zart gehalten und die Schnecke recht klein. Zwei Geigen von ihm besitzt Eugen Haas in Herzogenburg.
22Geigenzettel: Peregrin Ilchmann, Lauten- / Geigen- und Harfenmacher in / Stubenseifen. Ao. 1807. (gedruckt).
24Immenraet, Michel. — Antwerpen. Geb. in Köln um 1585
25Sohn von Lukas J. Wurde 1610 als Clavecinmacher Bürger.
27Imperio, Annibale. — Pisa. 1750
28Selten vorkommender italienischer Geigenmacher, von dem ich bisher keine Arbeit kennelnernen konnte.
29Geigenzettel: Annibalij Imperij / opus 15. (geschr.). — Annibal Imperii / S. Angeli Pisauri fecit / 1750. (gedr.).
31Incisi, Ivo. — Saõ Paolo. 1911
32Brasilianischer Mandolinenmacher der Gegenwart.
34Indelami, Matteo. — (Rom?)
35Diesen Namen, ohne Orts- und Zeitangabe, fand Vidal in einer sehr alten Mandore. Ich vermute, daß er schlecht gelesen hat, es dürfte »Indelanch« geheißen haben.
37Indelanch, Stephan. — Rom. 1640. 1643
38Ein Ausländer, der sich mit seinem Neffen Johann Paul in Rom als Lautenmacher niedergelassen hat. Stammte er aus Hindelang i. Allg.? Sein Name kommt in einem Gnadengesuch an den Kardinal Costaguta vor.
40Indelicato, Salvatore. — Catania. 1898
41Mandolinenfabrik, die zeitweise über 250 Arbeiter beschäftigte.
43Indri, Antonio. — Venedig. Geb. um 1781, † in Venedig am 25. Dez. 1864
44Einige Violinen, die recht gut aussehen, tragen seinen Zettel. Wessen Schüler er war, ließ sich nicht feststellen. Er war ein Sohn des Giuseppe Indri und mit Vittoria Benetelli verheiratet. Er hat nur in seinen jüngeren Jahren Geigen selbst gemacht, später verlegte er sich ganz auf den Handel und brachte es dabei zu einigem Vermögen, so daß er bei seinem Tode seinen vier Kindern zwei Häuser hinterlassen konnte. Er wohnte in der Pfarrei S. Salvatore, calle delle Ballotte Nr. 4914. Als er 83 Jahre alt starb, wurden die Instrumente und Saiten, die er hinterließ, gerichtlich nur auf 200 Lire geschätzt.
45Geigenzettel: Antonius Indri / fecit Venetiis Anno 1807 (mit Druckschrift geschrieben).
47Inglis, J., lebte bis etwa 1899 in Leith als Geigenmacher und Bernsteinlackfabrikant
48Instrumenti s. Dagli Instrumenti
49Joannes Maria, s. Maria
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- Jeniček, Anton
- Jensen, M. P.
- Jirowsky, Anton
- Ilchmann, Peregrin
- Imperio, Annibale
- Indelicato, Salvatore
- Indri, Antonio
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