Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 25

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

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1(flache Wölbung, heller Lack). Er hat nur wenige Geigen gemacht, doch war er als Geigenmacher nicht ungeschickt, was schon daraus hervorgeht, daß er einen so tüchtigen Schüler wie Jac. Kliment heranbildete. In seiner Arbeit erinnert er öfters an die Preßburger Meister; er verwendete gelben Lack. Nach 1860 scheint er kurze Zeit in Wien ansässig gewesen zu sein.
2Geigenzettel: Heinrich Arlow / Wien 863 (geschrieben).
4Arnitz, Meinrad.—Obernußbaumen (Schweiz).
519. Jahrhundert
6Ein Dilettant, der seinerzeit in der Schweiz herumreiste und sich da und dort aufhielt, um Geigen, so gut er es verstand, auszubessern.
8Arnoldi, Carlo. — Anagni, Rom. 1790
9Ein Meister dritten Ranges, der statt seines eigenen häufiger fremde Zettel in seine Geigen geklebt haben soll.
11Arnoldt, Joh. — Prichsenstadt. 1891
12Ein Schreinermeister, der mit Geschick und leidlichem Verständnis zahlreiche Geigen repariert hat. Auch sein Sohn und Nachfolger soll sich als Reparateur bewährt haben.
14Arnot, David. — Glasgow. Geb. 1831 in Turred Bant Cottage, † in Glasgow 1897
15Ein geschickter Geigenmacher, der ursprünglich einen anderen Beruf hatte, als er 1859 nach Glasgow kam. Seine ersten Geigen waren nach Amati, die späteren nach Stradivari und Guarneri gebaut. Erst 1888 eröffnete er seine Geigenmacherwerkstatt. Er war auch ein vorzüglicher Geiger.
16Geigenzettel: David Arnot / Glasgow 1889 (geschr.).
18Arnould, Eduard. — Moskau. Geb. in Mirecourt, † 1895
19Ein Mirecourter Meister, der die letzten Jahre seines Lebens in Moskau tätig war und, nachdem er längere Zeit bei Salzard gearbeitet hatte, seine eigene Werkstatt eröffnete. Er wurde als Reparateur gelobt; seine wenigen neuen Instrumente hat er jedoch zu schwach gebaut. Sein Nachfolger war der ehemalige Tischler Petroff, der das Geschäft nur kurze Zeit weiterführte.
21Arphenmacher, Konrad. — Freiburg i. Schw.
221454, † vor 1464
23Im Freiburger Bürgeraufnahmsbuche findet sich der Eintrag: »Cunradus dictus Arphenmacher factus est burgensis supra domum suam sitam Freiburgi in angulo vici dicti Fischolan usw. Datum vicesima die januarii anno 1454.« — Ist es auch nicht durchaus sicher, daß dieser Konrad ein Harfenmacher war, so zwingt der Vergleich mit den übrigen Eintragungen doch dazu, anzunehmen, daß »Harfenmacher« den Beruf und nicht etwa nur den Familiennamen bedeutete.
25Arphenmacher, Peter. — Freiburg i. Schw.
261464
27Sohn von Konrad. Von ihm heißt es im Bürgerbuche S. 81 b: »Petrus Arphenmacher filius Conradi recepit burgensiam ejusdem patris sui et factus est burgensis supra domum suam qu. fuit dicti patris sui sitam Freiburgi in inferiori angulo vici dicti Fischolant juxta carreiam. Datum 12a die mensis marci anno Domini 1464.«
29Artaldus, Joannes Aloysius. — 1584
30Eine Cithara mit sieben Saiten in der Sammlung Alfr. Keil in Lissabon trägt diesen Namen nebst dem Datum 25. Oktober 1584. Die Arbeit sieht italienisch aus.
32Artalli, Giuseppe Antonio. Mailand 1765
33Selten vorkommender Meister. Seine Violinen sind dem Wurmfraß stark ausgesetzt, erinnern an Testores Arbeiten und sind nicht schlecht im Ton.
35Arthmann¹), Georg Valentin. — Wechmar bei Gotha. Geb. 19. Dez. 1750 in Wechmar, † das. 11. Jan. 1799
36Er war Sohn eines Schreiners und selbst Schreiner und, wie es im Sterberegister zu Wechmar heißt: »besonders instrument macher«. Wahrscheinlich war auch schon sein Vater Johann Philipp A. nebenbei Instrumentenmacher. Von beiden ist nichts Näheres bekannt. Georg Valentin A. war zweimal verheiratet, in erster Ehe(1773) mit Maria Elisabeth geb. Fischer, von welcher er sechs Kinder hatte; aber nur sein ältester Sohn widmete sich der Geigenmacherkunst und brachte es darin zu ziemlicher Kunstfertigkeit. In seinem Trau- und Totenschein wird er auch als Mitnachbar und Vormundschaftsverwandter aufgeführt und als Todesursache epidemisches Faulfieber angegeben.
38Arthmann, Johann Nikolaus. — Wechmar bei Gotha. Geb. 11. März 1774 in Wechmar, † das. 20. Dez. 1846
39Ältester Sohn des Schreiners und Instrumentenmachers Georg Valentin A. Er erlernte zunächst bei seinem Vater das Schreinerhandwerk und nebenbei den Instrumentenbau. Als Gehilfe kam er zu Ernst nach Gotha, dessen Schüler er nun als Geigenbauer wurde. Natürliches Talent und eine beim Vater schon erworbene, nicht gewöhnliche Handfertigkeit brachten es bald dahin, daß er Tüchtiges im Geigenbau leistete. Nach dem Tode seines Vaters kehrte er nach Wechmar zurück und verheiratete sich 1812 mit Barbara Judithe Schüller und verlegte sich ausschließlich auf den Geigenbau. Nach Ottos Aussage waren seine Geigen denen von Ernst in der Form sehr ähnlich und hatten einen starken, runden und dicken Ton, sprachen leicht an und wurden als gute Nachahmungen italienischer Meister betrachtet. Arthmann verkaufte seine Violinen zu zwei Louisdor²), doch wurden sie, wenn sie gut eingespielt waren, schon zu seinen Lebzeiten wesentlich teurer bezahlt. Trotzdem er sehr geschätzt war und von seinem Herzog öffentlich belobt wurde, lebte er doch in den bescheidensten Verhältnissen. Noch heute
41¹) Wenn in der Literatur ein Geigenmacher »Altmann in Gotha« vorkommt, so ist das eine Verwechslung mit Arthmann.
42²) Vgl. Journal für Fabrik, 1797, Jan., S. 66.

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