Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 250

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

41 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 246. See the scan on archive.org.

1Franz K. im Jahre 1869 begründete Musikinstrumentengeschäft, das er unter der Firma Franz Kandlerhardt Sohn fortführte. Für seine Violinen erhielt er auf der Oldenburger Landes-Industrie- und Gewerbe-Ausstellung 1905 eine goldene Medaille. Auch als Reparateur wird er gelobt. Sein Vater Franz K. war 40 Jahre lang Mitglied der Hofkapelle.
3Kandler, Laurenz Sebastian. — Nürnberg. 1793
4Ein tüchtiger, wenn auch wenig bekannter Geigenmacher, über den es mir bisher nicht gelang, Näheres zu ermitteln. Reichsbankvorstand W. Klocke in Neuß besitzt ein Violoncello von ihm von guter Arbeit, F-Löcher und Schnecken sind schwungvoll, der Ton ist sehr gut, namentlich auf der A- und D-Saite, nur die C-Saite fällt etwas ab.
5Geigenzettel: Laurenz Seb. Kandler / Lauten- und Geygenmacher / Nürnberg anno 1793 (geschrieben).
7Kanigowski, Friedrich. — Warschau. 1840. 1850
8Polnischer Geigen- und Bogenmacher, dessen Arbeiten manchmal an die französische Schule erinnern. A. Sowinski erwähnt, daß er im Jahre 1841 ausgezeichnete Geigenbogen und Violoncelli nach Stradivari ausgestellt habe.
9Geigenzettel: Fridericus Kanigowski / Correxit Varsaviæ an: 1848 (gedruckt).
11Kannich, Michal. — Warschau. 1880
12Seine Geigen sind ohne Eigenart und scheinen fabrikmäßig hergestellt zu sein. Später soll ein Wilhelm Kannich das Geschäft fortgeführt haben.
14Kapralik s. Berger-Kapralik
16Kapsperger, Joh. Hieronymus.—Rom. 17. Jahrhundert
17Nach P. Ath. Kircher der Erfinder der Theorbe1). Valdrighi führt ihn als Lautenmacher auf (1598) und vergleicht seine Arbeit mit der von Matteo Sellas. Mir ist er nur als Komponist und Virtuose auf der Theorbe, Laute, Gitarre und Trompete bekannt. Vgl. Ambros, Gesch. der Musik. B. IV, S. 152 ff.
19Karest, Joos (Josse). — Antwerpen. Geb. in Köln vor 1500, † nach 1557
20Er stammte aus einer kölnischen Familie und war angeblich der Sohn des Jan Karest2). Er wurde 1523 als Instrumentenbildhauer und Maler in die Antwerpener Lukasgilde aufgenommen, und lebte noch 1557. Er war ein guter Klavichordmacher und soll auch schön geschnitzte und verzierte Theorben usw. gemacht haben, während dies von dem gleichfalls aus Köln stammenden Goswin K., der ein Schüler von Pieter Matthys war und 1539 Bürger wurde, nicht behauptet wird.
22Karg (Karp, Carp), Gregorius. — Königsberg. 1694. 1696
23Der Name ist schwer zu entziffern und könnte auch Korth gelesen werden, ja eine Pause des Zettels, die mir vorlag, schien mir sogar die Lesart »Storch« zuzulassen. Welches Königsberg sein Wohnsitz war, gelang mir auch noch nicht festzustellen; in Königsberg in Preußen waren die Nachforschungen sowohl im Stadtarchiv als auch im Staatsarchiv vergeblich. (Der Name Karp kam noch im 18. Jahrhundert in Westfalen vor. Ein Johann Wilhelm Karp [Carp] studierte 1711 in Herborn und starb als Prediger in seiner Heimatstadt Camen.) Eine hübsch eingelegte Laute mit Frauenköpfchen von ihm befand sich in der Sammlung Hammer in Stockholm1). Eine Gambe von 1696 von ihm besitzt Fr. Wildhagen in Halensee.
24Geigenzettel: Gregory Korp in / König Bergs Anno 1694. (gedruckt).
26Karl, Heinrich. — Bernburg. 1686
27In einer Viola soll sein Name gefunden worden sein. Das bayr. Nat.-Museum in München besitzt ein Cithrinchen von ihm. In Bernburg kommt nur ein Levin Karl vor, von dem weder feststeht, was er war, noch ob er mit H. Karl in Verbindung zu setzen ist. (Stammbücher des Kucherichter Lützowschen Familienstipendiums.)
29Karner, Bartholomäus. — Mittenwald. 1730. 1793
30Bei den weit auseinanderliegenden Jahreszahlen, die man neben dem Namen findet, ist fast anzunehmen, daß es zwei gleichnamige Meister gegeben hat. Die Arbeit ist durchwegs gut, das Modell von mittlerer Größe, der Lack braun oder dunkelrotbraun, besonders gut sind die Violen. Valdrighi führt den Namen irrtümlich »Horner« an (Nr. 4232).
31Geigenzettel: Bartolomeus Karner / Geigenmacher in / Mittenwald 1730. (gedruckt) und Abb. 445.
33Karner, Georg. — Mittenwald. 1792. 1797
34Vermutlich ein Schüler und der Nachfolger von Georg II Klotz. W. Th. Jaura in Wien besaß eine Geige, in der außer dem Zettel von G. Karner unweit des Klotzes im Innern am Boden die Inschrift zu finden war: Georg Klotz 1796 / fertig gemacht Georg Karner 1797. Karners Geigen sind von sehr guter Mittenwalder Arbeit. Sein Zettel zeigt einen Druckfehler, statt a ist o gedruckt, der Fehler erscheint dann mit Tusche ausgebessert, so daß das o in ein a verwandelt wird.
35Geigenzettel: Abb. 444.
371) Versteigert 1893 in Köln. Der Verfasser des Kataloges las: »Bregory starpp«. Gregorius Karg / in Königsberg / Anno 1696 liest Beuthner’s Geigenzettelsammlung.
391) »Hoc instrumentum primus deinde excoluit clarissimus Hieronymus Capsperger, Nobilis Germanus et ad eam perfectionem perduxit, ut hoc tempore merito reliquis instrumentis palmam praeripuisse videatur, etc. etc.«
402) In Köln kommt noch 1550 ein Musikinstrumentenmacher Claes Karest vor, von dem ich nur den untenstehenden Zettel aus einem Spinett in einer Münchener Antiquitätenversteigerung notiert habe: Claes Karest de Colonia fecit 1550 (gedruckt).

Makers on this page

The computer misreads some letters and numbers. Where a name matters to you, read the scan.