Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 259

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

42 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 255. See the scan on archive.org.

1Klein, Aloys. — Rouen
2Begründete 1884 eine Geigenmacherwerkstatt und machte Antoine Brubac zu ihrem Leiter. Die Werkstatt erfreute sich eines guten Rufes. Die Firma lautet jetzt: »Klein et Cie.« und setzt das Geigenmachen nicht weiter fort.
3Geigenzettel: A. Klein / Luthier à Rouen / 18.. A K. (gedruckt).
5Kleinhans, Johann. — Brünn. 1695
6Der älteste in Brünn nachweisbare Lautenmacher, der im Jahre 1695 das Bürgerrecht erwarb, wie das Bürgerbuch dieses Jahres fol. 39 ausweist.
8Kleinsteuber, Gotha. — 1790
9Er war eigentlich Tischler, baute aber auch Harfen, Zithern und Lauten, vielleicht sogar Geigen. Sein Schüler war Bindernagel. — Ein J. G. C. Kleinsteuber war um 1800 in Berlin ansässig, der gleichfalls Gitarren und namentlich Pedalharfen baute.
11Klemm, Carl August. — Leipzig
12Ein im Anfang des 19. Jahrhunderts in Leipzig ansässiger Geigenmacher, dessen Arbeiten der Vogtländer Schule zuzuschreiben sind.
13Geigenzettel: Abb. 399.
15Klemm, Johann. — (Mark)Neukirchen. 1710. † vor 1743
16Der Stammvater der Familie. Er war Bürger in Neukirchen und wie sein Vater Drechsler. Da er keiner Zunft angehörte und hauptsächlich Geigenwirbel machte, bat er in die Geigenmacherzunft aufgenommen zu werden. Aus verschiedenen Gründen willfährte man am 28. Nov. 1710 seiner Bitte, doch wurde ihm aufgelegt, sich aller Arbeiten, die den Geigenmachern zukamen, zu enthalten, außer er wolle die Geigenmacherkunst noch erlernen. Ob er das getan hat, entzieht sich meiner Kenntnis.
18Klemm, Johann Georg I. — (Mark)Neukirchen. Geb. vor 1710. 1743
19Sohn von Johann und wie dieser hauptsächlich Drechsler. Am 7. Juni 1743 erlangte er bei der Neukirchener Zunft als Wirbeldrechsler und Geigenmacher das Meisterrecht. Er wird schon 1710 als Sohn von Joh. Kl. erwähnt und war 1743 bereits Bürger. Er ist vielleicht mit Johann George Klemm zu Helbigsdorf identisch, von dem Kinsky eine Theorbe bekannt wurde.
21Klemm, Johann Georg II. — (Mark)Neukirchen. Geb. 1727, † 16. Aug. 1791, 64 Jahre 2 Monate 21 Tage alt
22Ein Geigenmacher, der ähnlich wie die Ficker arbeitete, aber selten Zettel verwendete und diese versteckt anbrachte, so daß man nur wenig von ihm kennt.
24Klemm, Johann Georg III. — (Mark)Neukirchen. Geb. 1. März 1763, † 21. Jan. 1835
25Sohn von Joh. Gg. Kl. I und dessen Nachfolger. Ihre Arbeiten stehen einander sehr nahe und können nur unterschieden werden, wenn die Jahreszahlen dies möglich machen.
27Klemm, Johann Gottfried. — Radeberg. Geb. 1737, † nach 1763
28Ein wenig bekannter Geigen- und Lautenmacher, von dem sich eine Baßzither in der Scheurleerschen Sammlung befindet. Bemerkenswert an dieser ist die Schnitzerei mit lachenden Köpfchen. Eine recht kunstlose thüringer Waldzither befindet sich in W. Heyers Musikhistorischem Museum in Köln. Da er sich »junior« nennt, ist nicht ausgeschlossen, daß auch sein Vater, der Kunstdrechsler war, Instrumente machte.
29Geigenzettel: Johann Gottfried Klem Jun. Geigen- und / Lautenmacher zu Radeberg. Ao. 1755 (geschr.).
31Klemm, Karl Friederich. — (Mark)Neukirchen. Geb. 6. Mai 1765, † 7. April 1801
32Ein tüchtiger Geschäftsmann, der viele Neukirchener Geigenmacher seiner Zeit beschäftigte. Er selbst machte recht gute Geigen, an denen jedoch die Mitarbeit anderer niemals fehlt.
33Geigenzettel: Karl Friederich Klemm / aus Neukirchen bei Adorff im Voigtl. / Musicalischer Instrumenten-Music / und Saiten Fabricant. (gedruckt).
35Kleven, Anders Christiansen. — Christiania.
36Geb. 22. Aug. 1855 in Kródshund (Norwegen)
37Von musikalisch gebildeten Eltern abstammend, machte er schon in seinem achten Jahre eine Geige. Durch diese Talentprobe veranlaßt, gab man ihn zu einem Möbel- und Modelltischler in die Lehre, und wenn er sich in seinen Mußestunden auch noch mit dem Geigenmachen beschäftigte, so erhielt er doch erst von Peterson in Chicago einigen Unterricht. Nach einem dreijährigen Aufenthalt in Chicago kehrte er in seine Heimat zurück und ließ sich 1878 zunächst als Tischler in Christiania nieder. Im Jahre 1890 gab er diesen Beruf auf, um sich ausschließlich dem Geigenbau zu widmen. Er arbeitet nach Stradivari und Vuillaume und verwendet einen hellgelbbraunen Spirituslack eigener Mischung. Er besitzt auch ein eigenes, längliches Modell und hat an den sog. Hardangerviolinen einige bemerkenswerte Verbesserungen angebracht, so verlängert er die Saiten von 29 auf 32 cm und bringt vier neue mitklingende Saiten an. In Paris 1900 war er durch ein schönes Quartett vertreten. Er hat bis jetzt über 100 Geigen gemacht und zahlreiche Reparaturen ausgeführt und wurde durch Medaillen und Diplome ausgezeichnet.
38Geigenzettel: Abb. 419.
40Kleyman (Kleynman), Cornelis. — Amsterdam. 1671. 1695
41Er war wie fast alle seine holländischen Zeitgenossen ein Nachahmer der Amati und stand Jacobsz sehr nahe.

Makers on this page

The computer misreads some letters and numbers. Where a name matters to you, read the scan.