Scan 260
Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922
56 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 256. See the scan on archive.org.
1Eine Geige und zwei Gamben von ihm führt das Verzeichnis der 1759 versteigerten Sammlung des verstorbenen Musikalienhändlers Nikolaus Selhof auf, dort erscheint der Name auch Kleinmann geschrieben. Er selbst hat seinen Namen bald Kleyman und bald Kleyman geschrieben.
3Geigenzettel: Cornelis Kleyman / in Amsterdam fecit 1695. (gedruckt) und Abb. 418.
5Klier. — Schönbach b. E.
6Eine Familie (wohl gleichen Stammes mit den Glier in Markneukirchen), aus der die folgenden Geigenmacher hervorgegangen sind:
8Klier, Alois, war 1851—1863 in Karlsbad ansässig
10Klier, Anton, ist noch tätig
12Klier, Benedikt. — 1870. 1904
13Ein geschickter Geigenmacher, dessen Sorgfalt gelobt wird.
15Klier, Ignaz I, war 1826 bereits Mitglied der Innung
17Klier, Ignaz, arbeitet noch jetzt
19Klier, Johann, kommt schon 1824 und noch nach 1826 vor
21Klier, Josef. — 1826. † 1883
22Er gab das Geigenmachen bald auf und beschäftigte sich nur mit der Herstellung von Mechaniken für Streichinstrumente. In dieser Beziehung war er ein Schüler Christof Mitterwalds. 1849 führte er auch die Anfertigung von Mechaniken für Rupfinstrumente ein.
24Klier, Karl. — Geb. um 1805, † 1881
26Kliment, Jakob. — Brünn. Geb. um 1810, † um 1897
27Schüler und Nachfolger von Heinr. Arlow. Er war ein guter Geigenmacher und der beste zu seinen Lebzeiten in Brünn. Im Jahre 1858 erfand er eine sog. Tischgeige, mit Bünden auf dem Griffbrett und Stahlsaiten, ein Mittelding zwischen Geige und Streichzither. Er starb hochbetagt. Seine Werkstatt übernahm Ignaz Beer.
29Geigenzettel: Jakob Kliment / fecit Brünn 1849. (geschrieben). — [Öst. Doppeladler] Jacob Kliment / Brünn 1873 (gedruckt).
31Kliment, Johann I. — Trebitsch, Brünn. Geb. 1813 in Trebitsch, † 3. Aug. 1897 in Brünn
32Er erlernte zuerst das Tuchmacherhandwerk und wurde dann Schüler seines Bruders Jakob Kl. Im Jahre 1851 ließ er sich in Trebitsch als Geigenmacher nieder und übersiedelte 1868 nach Brünn, wo er J. Kratzschmanns Nachfolger wurde. Er besaß eine gewisse Handgeschicklichkeit, hat einige gute Geigen gemacht, war aber hauptsächlich als Reparateur tätig.
34Kliment, Johann II. — Trebitsch. Geb. 1841 in Trebitsch
35Sohn und Schüler von Johann I Kl., dessen Geschäft er im Jahre 1868 übernahm, nachdem er eine Zeitlang bei seinem Onkel Jakob Kl. gearbeitet hatte. Er hat sich als tüchtiger Meister und namentlich als geschickter Reparateur einen geachteten Namen erworben. Er verwendet nur geschriebene Zettel.
37Kliment, Josef. — Brünn. 1866. 1904
38Neffe und Schüler von Jak. Kliment und Nachfolger von Bernhard Wutzelhofer. Er ist als Reparateur nicht ungeschickt, doch hat er nur sehr wenige neue Geigen gemacht. Im Jahre 1904 ging seine Werkstatt auf Franz Trawniczek über.
40Klimits (Klimitsch), Joseph. — Wien. Geb. um 1783, † 6. Jan. 1866
41Guter Geigen- und Gitarrenmacher der Wiener Schule, wenn auch gerade kein Künstler, denn seine Geigen sowohl als seine Gitarren und sog. Schößharfen (mit Haken) sind nur handwerksmäßig gearbeitet.
42Geigenzettel: Joseph Klimits / Geigen und Gitarrenmacher / in Wien. No 50 (gedruckt in ovaler Einfassung).
43Brandmarke Nr. 48.
45Kling, Georg. — Wien. 1675
46Erlangte im Mai 1675 als Lauten- und Geigenmacher das Wiener Bürgerrecht.
48Klinger, Chr. Gottl. — Klingenthal. 1753
49Er wird im Innungskassenbuch als Geigenmachermeister bezeichnet und war vielleicht ein Nachkomme jener Familie Klinger, der zu Ehren Klingenthal seinen Namen trägt. Ein Nicol Klinger war bekanntlich der Besitzer des Hammerwerks Hellhammer (Höllhammer), aus dem sich die ganze Ortschaft entwickelte.
51Klinger, Christian Friedrich. — Klingenthal. 1779
52Sohn von Chr. Gottl. Kl., als Geigenmacher nur wenig bekannt.
54Klingler, Christof I. — Rattenberg a. Inn. Geb. vor 1620 (?), † 17. April 1677
55Ein Altersgenosse und Landsmann Jakob Stainers, von dem im Jahre 1890 eine schöne Viola auf der Haller Ausstellung zu sehen war. Was über sein und seines Sohnes Leben zu ermitteln war, findet sich in Dr. Fr. Waldners Nachrichten über tirolische Geigen- und Lautenmacher (Ferdinandeums Ztschr. III.F.55.Heft). Danach war Chr. Klingler schon 1647 Bürger in Rattenberg, wo er der Stadtmiliz angehörte. In den Urkunden wird er als Geigenmacher und Gastwirt und auch als Stadtspielmann aufgeführt. Er war in erster Ehe mit Maria Stöckl, in zweiter mit Maria Rotweil verheiratet und hatte zehn Kinder. E. J. Duintjer in Veendam besitzt eine schöne Geige mit Löwenköpfchen mit dem Zettel »Christophorus Klingler«, unleserlicher Ortsangabe und der Jahreszahl 1634 (oder 1654?). Geigenzettel: Christophorus Klingler / aus Rattenberg a. 1669 (gedruckt).
Makers on this page
The computer misreads some letters and numbers. Where a name matters to you, read the scan.