Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 26

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

48 lines. Read by computer on 26 September 2026. Printed page 22. See the scan on archive.org.

1wird erzählt, daß es geradezu Staunen erregte, Arthmann die feinsten Arbeiten ausführen zu sehen mit seinen ungeschlachten Händen, deren Finger von einer geradezu abnormen Breite waren. Nachdem er 1842 am 18. Dezember seine Ehefrau, die an der Auszehrung starb, verloren hatte, siechte auch er dahin, bis er vier Jahre später an Altersschwäche starb. Kammermusikus E. G. Lind in Koburg besitzt ein Quintett (zwei Violinen, eine Viola, ein Violoncello und einen Baß) und einige einzelne vorzügliche Instrumente von ihm.
2Geigenzettel: J. N. Artmann in Wechmar / prope Gothan. 1835 (gedruckt).
4Artmann, H. — Capri. 19. Jahrhundert
5Ein Mandolinenmacher, der wahrscheinlich ursprünglich Hartmann hieß. Er war nicht ungeschickt, Gustav Hering in München besaß eine hübsche Mandoline von ihm.
6Geigenzettel: Capri / H. Artmann (geschrieben).
8Arvesen, C. Ferd. — Kopenhagen
9Dänischer Geigenmacher der Gegenwart, der auf der Nordischen Kunst- und Industrieausstellung 1888 mit einer Violine vertreten war.
11Ascensio, Dom Vicenzo. — Madrid. 1775. 1790
12Ein Priester, der sich mit dem Anfertigen und besonders mit dem Ausbessern von Geigen befaßte. Sein Geschäftstagebuch soll noch vorhanden sein, aus dem hervorgeht, daß er vom spanischen Hofe beschäftigt wurde und sich sowohl an Werken von Stradivari wie von Stainer vergriffen hat. Vgl. die »Greffuhle Stradivarius« (Stuttgart, Hamma & Co.).
14Askew, John. — Stanhope, Darlington. 1879. 1885
15Ein Schuhmachermeister, der auf der Londoner „Inventionsexhibition“ für zwei gut gebaute Violinen eine bronzen Medaille bekam.
17Askey, Samuel. — London. 1785, † um 1840
18Ursprünglich zum Klempner bestimmt, wurde er angeblich Schüler von John Morrison und arbeitete um 1825 für G. Corsby. Wenig ansprechende Arbeit. Manche glauben, den Namen Astley lesen zu müssen.
19Geigenzettel: Askey / No. 9 Fleet Lane / 1785 (gedr.).
21Aspinall, James. — Bolsterstone. Geb. 1855
22Er baut nach Riechers Stradivari-Patron und verwendet Whitelaws Lack.
24Asplund, C. E. — Skultuna. Wahrscheinlich 18. Jahrhundert
25Verfertiger einer 3/4-Geige im Museum zu Gothenburg, deren eckenloser, gitarrenähnlicher Körper aus Messing besteht. Hals, Schnecke und Saitenhalter usw. sind aus Holz.
27Assalone, Gasparo (Gaspero) d’. — Pesaro und Rom (?)
28Ein zweifellos erfundener Geigenmacher, von dem behauptet wird, daß er um 1690 und noch um 1740 gelebt haben soll. Man sagt, daß er im Umriß das Amatimodell nachahmte, jedoch die Wölbung zu hoch nahm und unsauber arbeitete. Wahrscheinlich ist dieser Gasparo d’ Assalone aus dem Namen Gasparo da Salos entstanden. Die Zettel mit seinem Namen sehe ich als Fälschungen an.
30Atelbotinger (Adelbodinger), Johann Georg. — Hermannstadt (Nagy-Szeben). 1783
31Advokat Zins in Agóta besitzt eine Geige von ihm mit dem Zettel: Johann Georg Atelbotinger / Geigen unt Lauten macher / zu Herrmann Stadt Anno 1783 (gedr.). Leider kommt sein Name in den Hermannstädter Archivalien nicht vor.
33Atkinson, William Thomas Reed. — London, Tottenham. Geb. in Stepney 23. Oktober 1851
34Ursprünglich Seemann, kam er dann zu einem Tischler in die Lehre und begann 1869 seine erste Geige zu bauen, die ihm so viel Freude machte, daß er eifrig arbeitete, um sich zu vervollkommnen. Schließlich verlegte er sich ganz auf den Geigenbau und eröffnete 1881 in Tottenham seine Werkstatt. Er baut nach eigenen Modellen Geigen, die er mit Bernsteinlack überzieht. Seine Arbeit ist sorgfältig, der Ton gut. Er erhielt in Paris 1889 und in Edinburgh 1890 Medaillen. Meredith-Morris brachte seine Biographie in »The Strad« 1900 Nr. 127.
35Geigenzettel: William Atkinson / in Tottenham 1892 (gedr.).
37Attore, Michele. — Padua, Venedig. 1583. 1620
38Ein Lautenmacher, von dem sich hauptsächlich Archilauten erhalten haben. Eine Chitarrone von 1620 aus Venedig besitzt W. Heyers Musikhistorisches Museum in Köln (Nr. 513).
40Atze. — Breslau
41Guter Geigenreparateur. Vgl. Schles. Tonkünstlerlexikon. Breslau 1846.
43Aubert. — Troyes. 1767. 1789
44Als Geigenmacher nicht bemerkenswert; dagegen kommen gute Gitarren und Lauten von ihm vor; eine solche mit zwei Hälsen befindet sich aus der Sammlung Snoeck (Nr. 355) in Berlin. Eine zehnsaitige Gitarre aus abwechselnden Streifen von Rosenholz und Ahorn mit dazwischenliegenden Ebenholzadern und ähnlich behandeltem Halse und Wirbelbrett besitzt Fritz Wildhagen in Halensee. Sie trägt den Brandstempel: Aubert a Troyes.
46Aubry. — Mirecourt. 18. Jahrhundert
47Eine Geigenmacherfamilie, von der eigentlich kein Mitglied zu größerer Bedeutung gelangt ist. Auf Pierre, der schon 1738 vorkommt, folgen François (1758. 1765), Charles (1753. 1765), Nicolas (1762) und Dominique (1772). Sie scheinen auch weder Zettel noch Brandmarken gebraucht zu haben.

Makers on this page

The computer misreads some letters and numbers. Where a name matters to you, read the scan.