Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 265

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

42 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 261. See the scan on archive.org.

1Klotz, Mathias IV. — Mittenwald. Geb. im letzten Viertel des 18. Jahrhunderts, † um 1868 als alter Junggeselle
2Sohn von Jos. Thom. Kl. Zu seinen Lebzeiten war er der einzige Geigenmacher aus der Familie, da, als er starb, Balthasar noch in der Lehre war.
4Klotz, Max. — Mittenwald. Geb. 12. Okt. 1896
5Sohn und Schüler von Balthasar I Kl. Er machte, wie seine drei Brüder den Feldzug mit, stand im Westen, und wird seit 1. August 1916 vermißt.
7Klotz, Michael. — Mittenwald. 1750. 1790
8Ziemlich gewöhnlich gearbeitete braunlackierte Geigen, tragen den Namen Michael Klotz. Nach dem Stammbaum der Familie des Math. Klotz gab es nur einen Michael Kl., Sohn von Joh. Carl, der schon als Kind 1743 gestorben ist und unmöglich Geigen gemacht haben kann. Der um 1750—1790 vorkommende »Geigenmacher Michael Klotz« gehörte also, wenn er überhaupt lebte, nicht zu der Linie des Math. Kl.
9Geigenzettel: Michael Klotz in Mitten / wald an der Iser. An. 17 (gedruckt).
11Klotz, Nikolaus. — Mittenwald. Geb. 20. März 1892
12Sohn und Schüler von Balthasar I Kl. Wie seine Brüder zu den Fahnen gerufen, wird er bereits seit dem 25. Sept. 1914 vermißt.
14Klotz, Sebastian I (Sebastian Anton). — Mittenwald. Geb. 18. Jan. 1696, † nach 1767
15Er war ein Sohn von Math. I Kl. aus dessen erster Ehe und wird in den Urkunden als Plectopöus bezeichnet. Vermählt war er mit Rosina Mayrin. Geigen mit einer höheren Jahreszahl als 1750 von ihm sind mir noch nicht zu Gesicht gekommen, da er aber am 19. Sept. 1767 dem Joh. Georg II Psenner bestätigte, daß dieser anderthalb Jahre lang als Gehilfe bei ihm gearbeitet habe, kann er erst nach diesem Jahre gestorben sein. Seine Geigen sind nach Stainer gemacht, aber etwas weniger gewölbt, haben schmälere F-Löcher, spitzere Ecken und sind denen des Math. I weitaus vorzuziehen und werden deshalb auch wesentlich höher bewertet und in England sogar überschätzt, wo einzelne Verehrer sie in einem Atem mit Stradivari nennen. Auch sein Lack ist dicker und besser als der seines Vaters, von verschiedener Farbe, meistens rotbraun oder dunkelbraun, und ähnelt manchmal dem von Alban. Bis zum Ende der dreißiger Jahre verwendete er meistens geschriebene Zettel, später fast immer gedruckte. Eine Violine von ihm aus dem Jahre 1740 besitzt Berlin aus der Sammlung Snoeck (Nr. 513); eine Altviola von 1734 war in der Sammlung Scheurleer.
16Geigenzettel: Sebastian Klotz in / Mittenwald an der Isar 1734 (gedruckt) und Abb. 413, 431 und 439.
18Klotz, Sebastian II. — Mittenwald. Geb. 30. Okt. 1762, † 1825
19Sohn des Ägidius Sebastian und der Maria Gerblin, Enkel von Sebastian I. Seine Arbeit entspricht der Mittenwalder Schule, doch scheint er bereits Nutzen aus der Arbeitsteilung gezogen zu haben, so daß seine Geigen wenig Individuelles zeigen.
20Geigenzettel: Sebastian Kloz, in / Mittenwald, An. 1803. (gedruckt).
22Klotz, Wolfgang Ferdinand. — Mittenwald. Geb. 1744. 1788
23Sohn von Johann Carl Kl. und Margarete geb. Knilling. Er war ein ebenso guter Geigenmacher als gewandter Kaufmann. Seine Arbeit ist sauber und entspricht den Überlieferungen seiner Famliie.
24Geigenzettel: Ferdinand Klotz / in Mittenwaldt an der Iser 17 . . (gedruckt).
26Kluibenschädl, Josef. — Innsbruck. 1861. 1864
27Ein Geigenmacher ohne besondere Eigenart, der nach Dr. F. Waldner aus dem Oberinntal stammte und im Jahre 1862 zwei Violinen in London ausstellte, die im Tiroler Boten sehr gelobt wurden. Einige Geigen dagegen, die ich von ihm sah, verdienten wenig Lob und verrieten keine über die Mittelmäßigkeit hinausgehende Geschicklichkeit.
28Geigenzettel: Abb. 407.
30Knäbel, Carl, lebte um 1895 in Glogau und beschäftigte sich auch mit dem Ausbessern alter Geigen
32Knäuscher, Johann Georg. — Schwabach. 1783. 1805
33Er schreibt seinen Namen auf seinem Zettel so undeutlich, daß man auch Knapscher lesen kann. Leider findet sich im Schwabacher Archiv nichts über ihn, so daß ich die richtige Lesart bisher nicht feststellen konnte. Er arbeitet frei nach Stainer; am besten sind seine Violoncelli. Übrigens wird von ihm behauptet, daß er nur Flickarbeiten ausgeführt und neue Geigen und Violoncelli bei Widhalm in Nürnberg gekauft haben soll, in die er dann seine Zettel eingeklebt hat.
34Geigenzettel: Johann Georg Knäuscher / Fecit Schwabach 1800 (geschrieben).
36Knaggs, Wm., lebt in Toronto als Geigenmacher
37Knapscher s. Knäuscher
38Knaus s. Kraus
40Knichtel, Erdmann. — Altenburg (S.-A.). 1768
41Wahrscheinlich einer vogtländischen Familie angehörend. Er war Geigen- und Instrumentenmacher; von ihm ist mir nur bekannt, daß er 1768 ein Gesuch an die herzogl. Regierung richtete, den fremden Geigenmachern oder -händlern das Feilhalten von Musikinstrumenten auf dem Jahrmarkt in Altenburg zu verbieten. — Es soll noch mehrere Geigenmacher dieses Namens gegeben haben.

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