Scan 266
Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922
58 lines. Read by computer on 27 September 2026, twice; the two readings disagreed in places. Printed page 262. See the scan on archive.org.
1Knichtel, Johann Michael. — Lübeck. 1762.
2† 14. Dez. 1797
3Violinmacher. Ward 1762 am 17. Juni zum Lübecker Einwohner angenommen und verheiratete sich am 9. Mai 1765 mit Jungfrau Cath. Elisabeth Kließen-Kalies, wohnte in der Ritterstraße Nr. 694 (jetzt St. Annenstr.), Ecke der Weberstraße, und ward in St. Aegid. 1797 begraben. Im Adreßbuch 1798 wird er als während des Druckes mit Hinterlassung einer Witwe verstorben bezeichnet. Die Witwe führte das Geschäft noch eine Zeitlang fort und starb am 1. August 1805. Seine Geigen sind gut gearbeitet, wenn auch Holz und Lack zu wünschen übrig lassen. Der Ton ist etwas spitz.
4Geigenzettel: Gemacht / von Johann Michael Knichtel/ in Lübeck 1778 (gedruckt).
6Knilling. — Mittenwald
7Eine Geigenmacherfamilie, die der Familie Klotz ebenbürtig war, und aus der viele tüchtige Geigenmacher hervorgegangen sind.
9Knilling, Andreas, war 1768 bereits verheiratet und kommt nach 1769 noch vor
11Knilling, Anton. 1760. 1770
12Im Jahre 1763 war er bereits verheiratet. Seine Geigen sind sehr gut; nur der Lack ist trüb-braun.
13Geigenzettel: Anton Knilling geigmch. / mittenwaldt ano 1767 (geschrieben).
15Knilling, Anton Alois, Sohn von Johann Kn.
16Geb. 22. Juli 1765
18Knilling, Georg. — Geb. 1769; Sohn von Anton Kn.
20Knilling, Johann I. — 1750
21Einer der besten Meister aus seiner Familie.
23Knilling, Johann II. — Mittenwald. Geb. 1822, † 1905
24Er war der letzte Mittenwalder, der in seiner Jugend als Geigenhausierer herumzog. Sein Weg führte ihn gewöhnlich bis Passau. In seinen alten Tagen lackierte er Geigen für die »Verleger«.
26Knilling, Johann Joseph I. — Geb. 20. Aug. 1763, † nach 1838
27Sohn von Anton Kn. Sehr tüchtiger Geigenmacher, der meist nach Amati arbeitete. Eine gute Violine von ihm befindet sich auf dem Chor der Stiftskirche in Laufen.
28Geigenzettel: Johann Knilling in / Mittenwald an der Iser 1788 (gedruckt). — Johann Knilling Geigenmacher in / Mittenwald an der Issar 1821 (gedruckt).
30Knilling, Johann Joseph II. — Mittenwald. Geb. 1853 in Mittenwald one of two readings
31Knilling, Johann Joseph II. — Mittenwald. one of two readings
32Geb. 1853 in Mittenwald one of two readings
33Er besuchte von 1866—1869 die Mittenwalder Geigenbauschule und erlernte nachträglich noch das Zithermachen. Als Gehilfe arbeitete er jahrelang bei X. Kerschensteiner in Regensburg und machte sich dann in Mittenwald selbständig. Im Jahre 1906 erhielt er in Nürnberg die silberne Medaille. Seine Arbeit ist sehr sauber und sorgfältig.
34Geigenzettel: Joh. Knilling / Instrumentenmacher / Nr. 66 Mittenwald a. d. I. Nr. 66 / Oberbayern. ano 1896. (gedruckt). — Silb. Med. Joh. Knilling Nürnb. 1906 / Instrumentenmacher / Mittenwald an der Iser. / Nr. 66. Oberbayern Nr. 66. / ano 1906. (gedruckt).
36Knilling, Josef, lebte um 1765 und war vielleicht ein Bruder von Johann Kn.
37Er unterschied sich von den übrigen Mitgliedern der Familie nur durch seinen gelben Lack.
39Knilling, Josef Mathias. — Geb. 6. Febr. 1767, † nach 1838
40Sohn von Anton Kn. Er schrieb sich gewöhnlich kurzweg »Mathias Knilling« und darf als einer der letzten Mittenwalder gelten, bei dem die alten Vorzüge der Klotzschule noch lebendig waren. Er war einer der talentvollsten Mittenwalder Meister und ist in seiner Arbeit oft dem Franzosen Pique ebenbürtig. Sehr schön ist auch sein roter, weicher, meist dick aufgetragener Öllack. Eine schöne Violine von 1824 befindet sich im Museum Francisco-Carolinum in Linz a. D. Ein Violoncello von ihm besitzt Herr v. Ledebur in Schwerin.
41Geigenzettel: Mathias Knilling Geigenmacher / in Mittenwald an der Isar 1831 (gedruckt).
43Knilling, Mathias, lebte 1753—1760, nicht zu verwechseln mit Josef Mathias Kn.
45Knilling, Paul Anton. — Geb. 25. Jan. 1759;
46Sohn von Johann Kn.; lebte noch 1812
47Geigenzettel: Baulus Knilling Geigenmacher / in Mittenwald an der Iser / 1812 (geschrieben).
49Knilling, Philipp, blühte um 1760
50Seine Geigen sind etwas weniger gewölbt als die Klotzschen und zeigen das Bestreben, italienische Vorbilder nachzuahmen. one of two readings
51Seine Geigen sind etwas weniger gewölbt als die Klotzschlen und zeigen das Bestreben, italienische Vorbilder nachzuahmen. one of two readings
53Knilling, Philipp Bernalt (Bernhard?). — Mittenwald. 1821
54Als Hausierer zog er Jahr für Jahr mit seinen Geigen durch das Land, besuchte alle Klöster Südbayerns und fuhr wiederholt mit dem Floß von der Isar in die Donau bis nach Wien, um Geigen zu verkaufen.
56Knipp, Johann Heinrich David. — Helsa. Geb. in Hörzingen in der Altmark um 1749, † 3. Febr. 1807
57Er stammte aus dem Gardelegenschen Kreise in der Altmark und ließ sich als Geigenmacher in Helsa nieder, wo er in erster Ehe am 28. September 1783 Anna Martha geb. Finkenstädt verw. Stoll heiratete; nach deren Tode ehelichte er am 24. August 1800 Elisabeth
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