Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 267

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

45 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 263. See the scan on archive.org.

1Schlegel. Er scheint von Hause aus Tischler gewesen zu sein; sein Modell ist häßlich, ebenso sein schwarzer Lack. Auf seinen handschriftlichen Zetteln verschönerte er die Anfangsbuchstaben so, daß man eher Snip als Knipp lesen könnte.
2Geigenzettel: J. H. D. Knip aus / Helsa. 1802. (gedr.).
4Knitl, Franz. — Freising. Geb. 1744 in Mittenwald, † 19. Febr. 1791 in Freising
5Er war der Sohn des Anton Knitl, der als Bader (Balanator) in Zürl (Zierl) bezeichnet wird, hat, seiner Arbeit nach zu urteilen, jedenfalls in Mittenwald gelernt, wo er nach dem Taufschein seines 1781 geborenen Sohnes Franz Anton auch geboren war. Er scheint anfangs in Mittenwald gearbeitet zu haben und erst um 1769 nach Freising gekommen zu sein, denn bei seiner am 5. Juni 1769 vollzogenen Trauung wird er als »angehender Bürger und Geigenmacher« bezeichnet. Er wurde dann Hof-Lauten- und Geigenmacher des Bischofs von Freising. Seine Geigen erinnern an das Amati- oder Stainermodell, sind schmal in der Brust und haben enge F-Löcher. Der Ton ist nicht groß, aber meistens wohlklingend. Sein Nachfolger war Joseph Doser.
6Geigenzettel: Franz Knitl, Hof-Geigen- und / Lautenmacher in Freising 1788 (gedruckt).
8Knitl (Knittel, Knittl), Josef. — Mittenwald. 1756. 1790
9Vermutlich der Bruder von Franz Kn. Gute Klotzschule, gutes Holz, gelbbrauner Lack. Eine Laute von ihm aus dem Jahre 1777 besitzt das fürstl. Hohenzollernsche Museum in Sigmaringen.
10Geigenzettel: Joseph Knitl Lauten- und Gei- / genmacher in Mittenwald an der / Iser. Anno 1780. (gedruckt).
12Knößing, Johann Hubert. — Leipzig 1807
13Er wohnte Querstr. Nr. 121. Seinen geschriebenen Zettel aus einer Viola veröffentlichte P. de Wit.
15Knoop, Wilhelm, lebte als Mitglied der Hofkapelle um 1845 in Meiningen und stellte 1854 in München nach Stainer gemachte Geigen aus, deren Ton gelobt wurde
16Geigenzettel: Fabricato per Gulielmo Knōp / Membro della capella ducale / In Meiningenia Anno 1845 (gedruckt).
18Knopf, August, lebte von 1851—1863 in Karlsbad
20Knopf, Christian Friedrich Wilhelm. — Markneukirchen, Dresden. Geb. 2. Sept. 1815 in Markneukirchen, † 26. April 1897
21Ein geschätzter Bogenmacher, der eine Reihe tüchtiger Schüler herangebildet hat.
23Knopf, Christian Wilhelm. — Markneukirchen. Geb. 26. Sept. 1767, † 12. Sept. 1837
24Guter Bogenmacher, der als der Stammvater der Bogenmacherfamilie Knopf gelten darf.
26Knopf, Ernst Heinrich. — Leipzig. Geb. in Markneukirchen 1868
27Schüler von Theodor Scherzer und der Musikinstrumentenmacher-Fachschule, an der er eine Belobigung erhielt. Im Jahre 1890 machte er sich in Markneukirchen selbständig und verlegte 1898 seine Werkstatt nach Leipzig. Er verwendet sowohl Öl- als Spirituslack eigener Zubereitung. Er ist mit den anderen Geigenmachern der Familie Knopf nicht verwandt.
28Geigenzettel: Heinrich Knopf / Geigenbauer / Leipzig. (gedruckt).
30Knopf, Henry Richard. — New York. Geb. 5. Dez. 1860 in Markneukirchen
31Ältester Sohn von Heinrich Kn. Schüler seines Vaters und seines Onkels Wilhelm K., bei denen er zunächst das Bogenmachen erlernte. Später kam er zu Bausch nach Dresden und Adam nach Berlin und wurde hier als Geigenmacher ausgebildet. 1879 ging er zu John Albert nach Philadelphia und machte sich bereits 1880 in New York selbständig. Er verarbeitet nur sehr altes Holz und ahmt das große Stradivariomodell nach. Seinen Lack setzt er selbst zusammen.
32Geigenzettel: Henry Richard Knopf, New York, Anno 1902 (gedruckt).
34Knopf, Heinrich. — Berlin. Geb. 1. März 1839 in Markneukirchen, † 1. März 1875 in Berlin
35Schüler seines Oheims Christian Knopf. Er hat im ganzen nur etwa 30 Geigen gemacht, sich frühzeitig fast ausschließlich auf die Bogenmacherei verlegt und brachte es darin zu großer Geschicklichkeit. Er arbeitete zunächst für Otto Bausch, Grimm, Kittel und Weichold und siedelte 1868 nach Berlin über. Von da an brannte er auch seinen Namen in seine Bögen ein.
37Knopf, J. Wilhelm. — Dresden. Geb. in Markneukirchen 4. Dez. 1835
38Er arbeitete zuerst in seiner Geburtsstadt und siedelte dann als Geigen- und Bogenmacher nach Dresden über. Er gilt vielen als einer der besten Bogenmacher Deutschlands.
40Knopf, Karl Wilhelm. — Markneukirchen. Geb. 5. März 1803, † 2. Nov. 1860
41Sohn und wohl auch Schüler von Christ. Wilh. Kn. und wie dieser ein guter Bogenmacher.
43Knopf. — Berlin. Moskau. 1873. 1887
44Er stammte aus Markneukirchen, war eine Zeitlang Werkführer in Loewentals Geigenfabrik und machte sich dann in Berlin selbständig. Seine Geigen waren

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