Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 269

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

47 lines. Read by computer on 3 September 2026, twice; the two readings disagreed in places. Printed page 265. See the scan on archive.org.

1Kögl (Khögl), J. — Füssen. 1620
2Seine Familie stammt wahrscheinlich aus dem Hof Kögel am Kögelbach (Gemeinde Roßhaupten) unweit des Weilers Tiefenbruck. Er ist bisher nur als Lautenmacher bekannt. Seine Arbeit ist recht sorgfältig; die »Dachsterne« (Schalllöcher) sind hübsch verziert.
4Kögl, Ulrich s. Kegell
5Köhler. — Schönbach i. B.
6Aus dieser Familie sind als Geigenmacher hervorgegangen und in Schönbach geblieben:
8Köhler, Anton, noch tätig
9Köhler, Benedict, war 1826 schon in der Innung
10Köhler, Johann, noch tätig
11Köhler, Josef, noch tätig
12Köhler, Karl. — Geb. 1838
13Schüler von Josef Heinzmann, bei dem er von 1851 bis 1859 blieb. Seine Militärdienstzeit verbrachte er bei der Marine und eröffnete 1864 sein eigenes Geschäft, das er aus kleinen Anfängen empörzubringen verstand. Er arbeitete hauptsächlich für Rußland und war 1894 zum Vorstand der Musikinstrumentenmacher-Genossenschaft von Schönbach erwählt worden.
15Köhler, Wenzel, lebte in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts und war 1826 schon Meister
16Köhler, Egyd. — Wels (O.-Ö.). Geb. 30. Nov. 1820 in Kirchberg bei Schönbach, † 2. Nov. 1909
17Nachdem er in Schönbach ausgelernt hatte, ging er in die Fremde und arbeitete von 1842—1846 bei Stöhr in Salzburg. Als er erfuhr, daß Hilanj in Wels gestorben war, erwarb er am 6. Juli 1846 dessen Werkstatt und war hier am Stadtplatz Nr. 20 über 63 Jahre lang tätig. Noch im Jahre 1904 erhielt er für seine Geigen die große silberne Medaille. Er war ein sehr bescheiden Mann, aber ein geschickter Meister, der einen bis nach Rußland reichenden Ruf hatte, daraus aber keinen Vor teil zu ziehen wußte. Bis in sein hohes Alter fleißig bei der Arbeit, ist er in Wels unvergessen geblieben und wird als altes, gebeugtes, aber immer freundliches Männchen geschildert.
18Geigenzettel: Aegidi Köhler, Geigen- / und Guitarrenmacher in Wels. (gedruckt).
20Köhler, Ernst & Son. — Edinburgh. 1910
21Sie nennen sich Geigenmacher, handeln aber hauptsächlich mit Geigenbestandteilen, Holz usw.
23Köhler, Johann Christian. — Frankfurt a. M.
24Geb. 31. Juli 1714 in Rosenburg (Preußen), † nach 1760
25Ursprünglich ein Lautenmacher, der sich später ganz auf den Orgelbau verlegte. Er heiratete 1740 die Witwe des Darmstädter Orgelmachers Weegmann und lebte dann in Frankfurt als Beisasse, bis er 1753 als Orgelmacher das Bürgerrecht erhielt. Er war damals Hessen-Darmstädtischer und Nassau-Usingenscher Orgelmacher. Bei seiner Aufnahme verpflichtete er sich, dem Frankfurter Armenhause eine Orgel von 15 Registern zu machen und Zeit seines Lebens kostenlos zu unterhalten. Eine theorbierte Laute von 1759 befindet sich in Frankfurt.
27Koehler, Ludwig. — Budapest, Chicago. Geb. 1859 in Abauj Szántó (Ungarn)
28Ursprünglich Tischler, wurde er, von unbezwilglicher Neigung getrieben, noch in reiferen Jahren Schüler von Pilát. Er ließ sich dann zuerst in Budapest nieder, ging aber bald ins Ausland, arbeitete in Berlin, hierauf in Chicago, wo er bis nach dem Erdbeben blieb und dann nach Budapest zurückkehrte. Er ist nach Dr. J. Geyers Ausspruch ein recht tüchtiger Meister, der viel für andere Werkstätten arbeitet. one of two readings
29Ursprünglich Tischler, wurde er, von unbezwänglicher Neigung getrieben, noch in reiferen Jahren Schüler von Pilát. Er ließ sich dann zuerst in Budapest nieder, ging aber bald ins Ausland, arbeitete in Berlin, hierauf in Chicago, wo er bis nach dem Erdbeben blieb und dann nach Budapest zurückkehrte. Er ist nach Dr. J. Geyers Ausspruch ein recht tüchtiger Meister, der viel für andere Werkstätten arbeitet. one of two readings
31Koeller van den Akker besitzt in Brüssel eine Geigenmacherwerkstatt
32Köllmer, Georg Nikolaus. — Crawinkel (bei Ohrdruf). Geb. 19. Aug. 1775, † nach 1840
33Schüler (vielleicht auch Sohn) von Johann Valentin K. Der geschickteste Geigenmacher aus seiner Familie und in seinem Wohnorte. Er muß in guten Werkstätten gearbeitet haben; seine Geigen sind Jak. Stainer und italienischen Vorbildern nicht ungeschickt nachgeahmt. sorgfältig durchgeführt und klingen gut. Er soll viel in der Welt herumgekommen sein, nach Art der Vogtländer Geigenhändler, deren Zettel ihm auch zum Vorbild dienten. Er ist kinderlos gestorben.
34Geigenzettel: Georg Nicol. Köllmer 1798 / Erfunden von Jacob Stainer / in Absom prope Oenipontum (gedruckt).
36Köllmer, Johann Friedrich. — Crawinkel. 1760. 1770
37Vielleicht der Stammvater der Familie. Er stand bei den Musikern in der näheren Umgebung seiner Heimat als geschickter Geigenmacher in gutem Ansehen. Sein Modell ist jedoch weder in den Verhältnissen richtig noch elegant in der Form.
39Köllmer, Johann Michael. — Crawinkel. 1770
40Jüngerer Bruder von Johann Friedrich K., der aus der gleichen Schule hervorgegangen sein muß und wahrscheinlich mit seinem Bruder gemeinsam gearbeitet hat.
42Köllmer, Johann Nikolaus. — Crawinkel. Geb. 24. Febr. 1794, † nach 1845
43Vielleicht ein Sohn Johann Michael Köllmers. Er strebte darnach, die in Crawinkel hergebrachten Modelle zu verbessern, und besaß eine gewisse Hand geschicklichkeit. Er ist kinderlos verstorben.
45Köllmer, Johann Valentin. — Crawinkel. 1781. 1800
46Dieses Mitglied der Familie Köllmer ist bisher hauptsächlich durch ein in der Sammlung alter Musikinstrumente in Berlin aufbewahrtes Violoncello (Nr. 833)

Makers on this page

The computer misreads some letters and numbers. Where a name matters to you, read the scan.