Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 272

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

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1Das Anschäften der Schnecken, Zurichten des Stegs, Stellen der Stimme usw. verstand er wie kein anderer; er führte die schwierigsten Reparaturen mit unglaublicher Sorgfalt aus; es ist aber nicht bekannt, daß er sich auch im Neubau versuchte. Von Bedeutung war er auch als Händler und hatte Beziehungen zu dem Sammelgenie Tarisio. Hart rechnete ihn ohne nähere Angabe von Gründen zur deutschen Schule; dem Namen nach dürfte er allerdings von deutscher Abstammung gewesen sein. Sein Geschäft übernahm 1820 Ch. F. Gand.
3Koll, Hans s. Kohl
4Kollitz, Alois, lebt in Rothau bei Graslitz und macht Geigen und Geigenbestandteile
5Kolowratnik, Johann. — Glatz i. Schl.
6Geboren um 1851 in Negnarow, ließ sich im Jahre 1879 in Glatz als Instrumentenmacher nieder.
8Komáromi & Tóth s. Tóth, János (Johann)
9Konsalik, Edmund. — Jena. Geb. in Jena 1838
10Sein 1834 aus Ratibor nach Jena eingewanderter Vater war der Schwiegersohn von Jakob Aug. Otto; Konsalik ist also der Enkel dieses verdienstvollen Geigenmachers. Er selbst hat einige gute Geigen nach Ottoschen Traditionen gemacht, ist aber hauptsächlich als Reparateur tätig gewesen.
11Geigenzettel: Abb. 424.
13Konwalinka, Jos. W. — Mason City, Iowa
14Er war ursprünglich Büchsenmacher und hat jetzt ein Geigengeschäft.
16Kop, Johann. — Hamburg. 1660
17Er war der Sohn eines Hamburger Bürgers und wird ausdrücklich als Lautenmacher bezeichnet. Laut dem die Jahre 1629—1693 umfassenden Bürgerbuche hat auch er am 20. Januar 1660 das Hamburger Bürgerrecht erworben.
19Kopcke, Andreas. — Lübeck. 1531
20Über ihn findet sich nur im Marien-Wochenbuche von 1531 die Bemerkung: »Andreas Kopcke, ein Lutemaker in der Hundestraten, vor eyn szarck syneme vater . . . 1 M. 2 Sch.
22Kopf, Hans s. Köpff
23Kopp, John. — Cincinnati. 1896
24Erfinder einer Geige mit abnehmbarer Decke.
26Korin, Johannes. — Kiew. 1868. 1890
27Ein geschickter Geigenmacher, der als Reparateur seiner Zeit geschätzt war. Er ergab sich jedoch dem Trunk und beendete schließlich um 1890 sein Leben durch eigene Hand.
29Kort, A. de. — ’s Hertogenbosch. 1845. 1848
30Unbedeutender holländischer Geigenmacher.
31Geigenzettel: A. DE KORT / te’s Bosch / 1848. (gedruckt). — Gerepareerd door / A. DE KORT / te’s Bosch / 1845. (gedruckt).
33Korth s. Karg (Karp)
34Košatka, Adolph. — Prag. Kgl. Weinberge.
35Geb. 1834 in Mráč, † 19. Nov. 1883
36Ein Joseph Košatka arbeitete bei Fr. Lehner.
38Koßler (Kosler), Ferdinand Andreas. — Regensburg. 1770. 1776
39War jedenfalls ein Schüler Buchstetters, dessen Arbeiten er genau kopierte. Er machte wie dieser Geigen, Violen, Violoncelli und Bässe, die denen seines Lehrers ziemlich nahekommen.
40Geigenzettel: Ferdinandus Andreas Koßler / fecit Ratisbonae. An. 1775 (gedruckt). NB. auch: »a Ratisbonae«.
42Kostrzewski, Jacobus. — Lemberg. 1770. 1802
43Ein polnischer Geigenmacher, von dem in der Wiener Musik- und Theater-Ausstellung verdienstvolle Arbeiten zu sehen waren. Häufiger als selbstgefertigte Arbeiten kommen Reparaturen von ihm vor.
44Geigenzettel: Jacobus Kostrzewski / reparavit Leopoli. Die / 10 Januar. Anno 1770 (gedruckt).
46Koutný, Peter. — Olmütz. 1871. † 26. Aug. 1885
47Johann Tichýs Nachfolger und vielleicht auch dessen Schüler. Er war Instrumentenmacher, besserte allerlei Musikinstrumente aus, auch viele Geigen, hat aber keine neuen gemacht. Ein Johann Koutny war Schüler von Wenz. Tichy.
49Kovačić, T. — Agram. 1900. 1903
50Kroatischer Lautenmacher der Gegenwart, der hauptsächlich die Tamburica herstellt und darin Anerkennenswertes leistet.
52Kovács, Koloman. — Klausenburg. Geb. 1865
53Er lernte bei Adolf Mönnig und ließ sich als Geigenmacher in Klausenburg nieder.
55Kowansky, Wenzel, gen. der böhmische Wenzel
56Von ihm befand sich in der k. k. Schatzkammer in Wien eine Violine, deren Wirbelkasten ein Elfenbeinköpfchen mit schwarzer Perücke und Haarbeutel zeigt. Der Bogen ist von Elfenbein und Schildpatt. Die Geige wurde von Maria Theresia im Jahre 1749 angeblich um 300 Dukaten gekauft. Jetzt ist sie der Sammlung alter Musikinstr. in Wien einverleibt. — Prof. Tiedemann in Wiesbaden besitzt eine Violine, die unter dem Griffbrett einen Brandstempel trägt, von dem die Buchstaben KOV . . . noch sicher zu lesen sind. Es wäre daher nicht ganz ausgeschlossen, daß auch diese Violine ein Werk des »böhmischen Wenzel« oder eines seiner Nachkommen ist.
58Krämling, Ernst, lebte um 1895 als Geigenmacher in Fleissen und jetzt in Steingrubb.E.

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