Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 275

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

47 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 271. See the scan on archive.org.

1Kratz, Peter Paul. — Hillscheid, Koblenz.
2Geb. 1825, † 1893 in Metz
3Schüler von Echinger in Würzburg, später von Lemböck in Wien. Er ließ sich erst in Hillscheid, dann von 1879—1886 in Koblenz nieder; zuletzt zog er zu seinem Sohne nach Metz. Ein tüchtiger Meister, der still wirkend sich namentlich als Reparateur Verdienste erworben hat.
5Kratzer (Khrazer), Matthias. — München. 1566
6Von ihm ist nur bekannt, daß er für Herzog Wilhelm eine Laute gebaut hat, und dafür 5 Gulden 5 β erhielt.
8Kratzschmann s. auch Kratschmann, Kretzschmann
10Kraus, Anton
11Sein Name findet sich mit der Jahreszahl 1805 in einer Geige, die Innsbruck als Wohnort angibt. Die Geige hat aber einen so ausgesprochen vogtländischen Charakter, daß ich glauben möchte, sie sei die Arbeit eines Markneukirchners (Joh. A. Krauß?) gewesen, der nur Innsbruck als Ursprungsort angegeben hat, wie viele andere Absam, Cremona usw.
13Kraus, Martin Johann. — Enns. 1804
14(Der Name kann auch Knaus gelesen werden.) Seine Geigen sind leidlich gut gearbeitet, haben gutes Deckenholz, aber viel zu hohe Wölbung.
15Geigenzettel: Martin Joh. Kraus / Geigenmacher in Enns 1804. (gedruckt).
17Krausch, Georg Adam. — Wien. 1802. 1827
18Seine Werkstatt befand sich in der Stadt Nr. 1121, und am 12. März 1802 legte er als Geigenmacher den Bürgereid ab. Er dürfte später nach Iglau übersiedelt sein, wo noch 1829 ein gleichnamiger Geigenmacher vorkommt. Seine Geigen sind gut gearbeitet. Die Wölbung ist mittelhoch und steigt gleich von der Einlage an empor, so daß die Hohlkehle besonders in den Mittelbügeln sehr schmal erscheint. Sein gelber Lack ist recht gut. Arbeiten von ihm kommen selten vor.
19Geigenzettel: Georg Adam Krausch / in Iglau 1828 (gedruckt) und Abb. 447.
21Krauß, Hermann. — Erding, Landshut in Bayern. Geb. 23. Okt. 1868 in Markneukirchen
22Schüler von Herm. Dölling sen. Als Gehilfe arbeitete er in Markneukirchen, dann bei Piegendorfer in Augsburg, später bei A. Kriner in Freising, machte sich 1898 in Erding selbständig und siedelte ein Jahr später nach Landshut über. Er arbeitet nach Stradivari, verwendet gelben und weichselbraunen Lack und besitzt mehrere Medaillen. Er macht auch gute Mandolinen und Gitarren usw. — Ein Robert Kraus war Schüler von Aug. Ant. Reichel und verließ die Markneukirchner Fachschule mit Auszeichnung.
23Geigenzettel: Hermann Krauß / Streich- und Schlaginstrumenten Fabrikation / Landshut i./Bayern. (gedruckt).
25Krauß (Kraus), Joh. Adam. — (Mark) Neukirchen. Geb. 14. Juni 1764, † 4. Febr. 1815
26Guter Vogtländer Geigenmacher, Schwager des Geigenmachers Kessler und Urgroßvater (mütterl.) von Herm. Ad. Kessler in Wiesbaden.
27Geigenzettel: Abb. 410.
29Krawtschenko (Cravtchenko), Konstantin. — St. Petersburg. 1897
30Ein ukrainischer Geiger, der eine stumme Violine für Übungszwecke erfunden hat, für die er in Rußland das Patent Nr. 4383 erhielt.
32Krebar, Giovanni. — Padua. 1629
33Ein Lautenmacher dieses wahrscheinlich entstellten Namens wird zwar mehrfach erwähnt, es war jedoch nicht möglich, etwas Näheres zu erfahren. In der Sammlung Donald in London befindet sich eine Theorbe von ihm und von Andrea Jansen, mit dem er vielleicht die Werkstatt teilte.
35Krebs, J. — Bonn. 1840. 1860
36Er soll ursprünglich Musiker gewesen sein und beschäftigte sich ausschließlich mit dem Ausbessern alter Geigen.
38Kreimbl, Mathias. — Kremsmünster. 1678
39Die Benediktiner-Abtei Kremsmünster besitzt eine Laute von ihm mit der angegebenen Jahreszahl.
41Krell, Albert. — Cincinnati. Geb. 1832 in Kelbra, † 7. Jan. 1900
42Sohn des Tischlermeisters Fr. Krell, ursprünglich Musiker, Schüler des Musikdirektors Wenge in Kelbra. Schon mit 16 Jahren ging er nach Amerika, wo er sich dem Geigenmachen zuwandte und darin bald Erfolge erzielte. Er ist neben den beiden älteren Gemünder und E. J. Albert der bekannteste amerikanische Geigenmacher seiner Zeit gewesen. Bekannt sind auch seine für Konzertmeister Henry Schradieck ausgeführten Versuche mit dem Holze der kanadischen Balsamfichte. Seine Arbeit war allerdings nicht hervorragend, meistens zu dick im Holz und schwerfällig.
43Geigenzettel: Albert Krell / Maker f Cincinnati. Ohio / — 1884 — (gedruckt).
45Krenn, Franz. — München. 1812. 1843
46Als Geigenmacher war er unbedeutend, auch seine Reparaturen verraten keine Künstlerhand, doch verlegte er sich frühzeitig auf das Verfertigen von Zithern und hatte hierin ziemlich viel Erfolg. Er wohnte in der Sendlingerstraße, wo er einen Kramladen hatte. Dabei nannte er sich »Saitenfabrikant« und soll ganz launige Verse gemacht haben. Eine Zither mit 11 Saiten von ihm besaß C. C. Snoeck. Im Musikhistorischen Museum in Köln befinden sich sechs Zithern von ihm aus den Jahren 1832—1843. Sein Geschäft ging 1842 auf seinen Schwiegersohn G. Tiefenbrunner über.

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