Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 28

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

44 lines. Read by computer on 26 September 2026, twice; the two readings disagreed in places. Printed page 24. See the scan on archive.org.

1Baader, J. A., & Co. — Mittenwald
2Neben Neuner & Hornsteiner die bedeutendste Firma in Mittenwald, die ihre Gründung in das Jahr 1790 setzen kann. Ein großer Teil der Geigenmacher des Ortes steht in Diensten dieser Firma oder arbeitet für dieselbe. Der langjährige Inhaber Johann Paul Baader starb am 24. Juni 1899 im 89. Lebensjahre. Der inzwischen gleichfalls verstorbene Max B., geboren 18. Januar 1843, war sein Nachfolger. Er lernte im väterlichen Geschäfte, unternahm zu seiner weiteren Ausbildung Reisen durch Deutschland, England und Amerika. Er war, wie sein Vater, Hoflieferant und arbeitete mit trefflich geschulten Leuten. Der jetzige Firmeninhaber ist sein Sohn Adolf Baader, geb. 1876. Er ist Bürgermeister von Mittenwald. Die Firma besitzt ein eigenes Sägewerk und beschäftigt etwa 160 Heimarbeiter mit Teilarbeit und eine Anzahl im Betrieb dauernd angestellte Leute. Die Geigen sind trotz ihrer ungewöhnlichen Billigkeit recht gut, das Holz ist schön, ebenso der Öl- oder Spirituslack. Auch die Zithern, die bei ihm hergestellt werden, entsprechen strengen Anforderungen. Er verwendet Zettel mit seiner Firma.
4Baader s. auch Bader
6(no line here) one of two readings
7Baarsen, Johannes. — (Norwegen.) 1812
8In Alfr. Keils Sammlung in Lissabon befindet sich eine Hardangerfiedel mit diesem Namen.
10Baas, Peter Nielsen. — Kopenhagen. 1708
11Seine Arbeiten erinnern an die deutsche Schule. Eine sechssaitige Tenorviola di Gamba befindet sich bei Claudius in Kopenhagen.
12Geigenzettel: Peter Nielsen Baas / in Copenhagen 1708 (gedruckt).
14Babos, Béla (Adalbert). — Hermannstadt (Nagy Szeben). 1915
15Siebenbürgischer Geigenmacher der Gegenwart.
17Babos, Sándor (Alexander). — Szegedin. 1915
18Bruder von Béla und wie dieser Geigenmacher.
20Babutzky, Leo. — Mährisch – Neustadt. 1914
21Ursprünglich Bildnismaler, Schüler der Münchener und Wiener Kunstakademie, wurde er durch den Tod seines Vaters veranlaßt, in die Heimat zurückzukehren. Ein Zufall führte ihn mit einem ehemaligen Gesellen des alten Paflik in Troppau zusammen, der ihm die wichtigsten Handwerksgriffe beibrachte. Durch eifriges Studium vervollkommnete er seine Kenntnisse und baut jetzt recht gute Geigen. Seine Erfahrungen als Maler kommen ihm bei der Herstellung seines Lackes sehr zustatten.
23Bacchetta (Barchetta), Giuseppe. — Cremona und Mantua. 1784
24Ein selten vorkommender Geigenmacher, von dem ich eine Viola gesehen habe, bei der außer dem Lack wenig zu loben war.
26Bacco (Backo), Heinrich. — Mannheim. Geb. 8. Aug. 1818 in Mannheim, † um 1885
27Er war der Sohn eines Mannheimer Schiffsknechts; wo und bei wem er gelernt hat, ist nicht bekannt, aber bereits im Jahre 1837 führte er Reparaturen für das Hoftheater-Orchester aus. In den Mannheimer Adreßbüchern kommt er von 1852 bis 1885 als Instrumentenmacher vor, und als solcher hat er am 20. Juni 1865 das angeborene Bürgerrecht angetreten. Er scheint sich ausschließlich mit Ausbesserungsarbeiten beschäftigt zu haben, vorzugsweise wird sein Reparaturzettel in Bässen und Violoncellis gefunden.
28Geigenzettel: H. Bacco / in / Mannheim / Reparé 1840 (geschrieben).
30Bach, H. E. — Melbourne. 1888. 1906
31Geigenmacher, der als Reparateur gelobt wird.
33Bach, Johann Sebastian. Geb. 21. März 1685 in Eisenach, † 28. Juli 1750 in Leipzig
34Einer der größten Tonschöpfer aller Zeiten, der hier als der Erfinder der »Viola pomposa« aufgeführt werden darf. Das Instrument war eine übergroße Viola mit fünf Saiten und nahm im Orchester etwa die Stelle ein, die jetzt dem Violoncello zugewiesen ist, das die Viola pomposa auch vollständig verdrängt hat.
36Bachelier, Jean Gaspard. — Paris. 1777. 1789
37Unbedeutender Geigenmacher, der nur handwerksmäßig arbeitete und seine Geigen selten bezeichnete. Er wohnte zuerst in der Rue de la Tissanderie und von 1783 an Place Baudoyer.
39Bachman, A. — Amsterdam
40In der Mitte des 19. Jahrhunderts soll ein Geigenmacher dieses Namens in Amsterdam gelebt haben, etwas Näheres über ihn war jedoch nicht zu erfahren. Er dürfte mit dem Geigenmacher Johannes Bachmann identisch sein.
42Bachmann, Anton. — Berlin. Geb. 1716 in Berlin, † 8. März 1800 daselbst
43Er war schon mit 30 Jahren Königlich Preußischer Hofinstrumentenmacher und stand in einem Ansehen, das seine Arbeiten nicht rechtfertigen. Seine Violen und Violoncelli werden allerdings ihres starken Tons wegen noch heute von Orchestermusikern sehr geschätzt, klingen aber roh. Er hat nie gute Modelle gehabt und nie gutes Holz — das er sich zu seiner Zeit in Berlin freilich nur schwer hätte verschaffen können — verarbeitet. Einige seiner Geigen gab er für Kopien nach Stradivari aus, er hat, nach diesen zu urteilen, aber nie ein echtes Instrument gesehen. Seine Wölbung ist steif, nach den Backen zu plötzlich abfallend und in der Brust zu dick, der Lack stumpf, von häßlicher brauner Farbe. Eine Viola da Gamba von 1746 von besserer Ausführung bewahrt die ehem. Königliche Sammlung alter Musikinstrumente in Berlin (Nr. 831), ein Violoncello von 1757 die Schweriner Hofkapelle, eine mandolinenartige Laute von 1784 mit hübschem Dachstern Fritz Wildhagen in Halensee bei Berlin. Mehrere Erfindungen, die

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