Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 281

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

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1in Pilsen sein eigenes Geschäft, in welchem neben Reparaturen auch neue Geigen usw. angefertigt werden, zumeist nach Stradivari, manchmal auch hochgewölbte Instrumente. Gute Arbeit, gutes Deckenholz und ein selbstzeugter Spirituslack sind die Merkmale seiner Geigen. Er handelt auch mit alten Geigen und hat ein lebhaftes Exportgeschäft nach Nordamerika.
2Geigenzettel: Rich. Krüttner. / fecit Pilsen, 1899. (gedruckt). — Richard Krüttner / Instrumentenmacher / Pilsen, Theatergasse (gedruckt).
4Krug, J. A., hat ein Geigengeschäft in Detroit (Michigan)
6Krumer s. Kramer
8Krupp, Pierre. — Paris. 1777. 1791
9Er wird zwar als Lautenmacher bezeichnet und wohnte Rue St. Honoré, ist aber nur als Harfenmacher bekannt. De Bricqueville besaß eine Harfe von ihm.
11Kruse, D. — Homburg v. d. H. 1800
12Als Geigenmacher war er ohne Bedeutung, doch sollen seine Gitarren sich eines gewissen Rufs erfreut haben. Eine solche (ohne Datum) besitzt C. Claudius in Kopenhagen.
14Kruziński, Pawel. — Warschau. 1898. 1902
15Schüler von Schünemann. Um 1898 machte er sich in Warschau selbständig. Seine Geigen sind sauber gearbeitet.
17Krysinski, Ph. — Lissa i. P. 1839
18Wahrscheinlich ein Dilettant, der Geigen flickte. In den Magistratsakten zu Lissa wird er nicht genannt.
19Geigenzettel: Reparirt von Ph. Krysinski / in Lissa 1839 (gedruckt).
21Kubescha, Alois. — Preßburg (Pozsony). 1904
22Sein Name wurde mir nur durch die Inschrift in einer italienischen Geige bekannt, in der zu lesen ist: »Von Viola auf Violine umgearbeitet Alois Kubescha Pozsony 1904.«
24Kuchlbauer, Johann. — Aach (Baden). 1852
25Unbedeutender Geigenmacher aus der Mitte des 19. Jahrhunderts, von dem sich in der Sammlung Hirth in München ein Violoncello mit leicht gewölbtem Boden und flacher Decke befand.
26Geigenzettel: Johann Kuchlbauer in Aach 1852. (gedruckt).
28Kucziński, Jan. — Lemberg. 1810
29Geigenzettel: Ioannes Kucziński / Reparavit Leopoli Anno 1810 (gedruckt).
31Küchler (Khuechler), Hans. — Wien. 1596
32Ein Lautenmacher, der im Mai 1596 zum Bürger von Wien aufgenommen wurde. Er soll 1615 noch gelebt haben, doch sind mir bisher keinerlei Arbeiten von ihm vorgekommen.
34Kühle, Karl. — Wien. 1821
35Ein Tischler, der auch Musikinstrumente, namentlich aber Harfen machte.
37Kühlmayr. — Preßburg. 1883
38Erfinder eines Streichklaviers, das er J. Lutz in Wien übertrug, der die Sache liegen ließ und sich dadurch einen Prozeß zuzog.
40Kühnel, Franz, als Geigenmacher in Schönbach b. E. tätig
42Kühentreiber, Gustav. — Wien. 1900. 1910
43Er lernte bei G. Lemböck und nennt sich »Streichinstrumentenerzeuger«. Er soll hauptsächlich Handel treiben und Reparaturen ausführen. Es gelang mir nicht, eine Geige, die er gemacht hat, kennenzulernen.
45Küntzel, Lorenz. — Breslau, Berlin. Geb. 28. April 1789 in Hof, † 1864 in Berlin
46Ursprünglich war er Klaviermacher und arbeitete als solcher bei Rosenkranz in Dresden und Streicher in Wien. Von da ging er nach Italien, wo er bei einem Meister Namens Zesserini (?) das Geigenmachen erlernt haben soll. Später arbeitete er bei Strnad in Prag und Fichtl in Breslau und eröffnete um 1820 in der letztgenannten Stadt seine eigene Werkstatt als Geigenmacher1). Nach 1858 siedelte er nach Berlin über und erhielt für eine dem Kronprinzen überreichte Geige den Titel als Hofinstrumentenmacher. Sein Modell ist sehr flach mit ziemlich breitem Rand. Im Deckenholz treten die Jahre meist dunkel hervor; der Lack ist hellgelb oder rotbraun, die Arbeit sauber und gewissenhaft. Er legte großen Wert auf schönes, möglichst altes Holz, hat aber doch auch mittelmäßige Geigen gemacht. Im Jahre 1862 stellte er in London sein in den Jahren 1833—1857 gebautes Quintett, für das er 2000 Taler forderte, aus, das aber von Vuillaume nicht sehr günstig beurteilt wurde. Ein besonderes Studium verwendete er auf die Mensurverhältnisse und hatte die Absicht, ein Lehrbuch des Geigenbaus gemeinschaftlich mit dem Geigenkenner Major Reich zu bearbeiten. Beide sind aber vor der Ausführung dieses Planes gestorben. K. hat im ganzen an 110 Violinen, 5 Bratschen und 4 Violoncelli gemacht.
47Geigenzettel: Reparirt Lorenz Küntzel 182 . . (gedr.).
49Künzel, Ernst. — Hohendorf i. S. 1910
50Guter Bogenmacher.
52Künzl (Künzel), Johann. — Znaim. Geb. 1825 zu Schönbach b. Eger
53Er trat mit 12 Jahren bei Joh. Himmer in die Lehre, wurde mit 15 Jahren Geselle und ging 20 Jahre alt »in die Fremde«. Er trat zunächst bei der Witwe Stöhr in Salzburg als Gehilfe ein und wanderte ein Jahr später über Linz nach Znaim, wo er am 12. Juni 1846 eintraf. Dort arbeitete er sechs Jahre als Gehilfe bei der Witwe Kratschmann und ging dann, um sich noch vollkommener auszubilden, 1852 nach Wien zu Gabriel
551) In den Breslauer Adreßbüchern ist er nur von 1832 bis 1843 nachweisbar.

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