Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 287

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

52 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 283. See the scan on archive.org.

1Benediktiner-Abtei Kremsmünster; eine besonders schöne Laute von ihm besaß Dr. G. Hirth in München, der eiförmige Körper ganz mit Elfenbein eingelegt und von Ebenholzstäben durchsetzt, in der Decke ein großes, rundes Schalloch, 6 Wirbel, 91 cm lang. Eine sehr schön eingelegte, mit Elfenbein verzierte Laute von L. besitzt das Museum Francisco-Carolinum in Linz a.D.
2Geigenzettel: Jakob Langenvalter in Fiessen 1616 (gedruckt). — Jakob Langenwalder in Fiessen. (geschr.).
4Langenwalder, Joseph. — Füssen. 1625
5Eine große Theorbe von ihm besitzt die Gesellschaft der Musikfreunde in Wien, ein Geschenk des Stiftes Herzogenburg.
6Geigenzettel: Gius. Langenwalder / in Fuessen in Tyrol 1625 (gedruckt).
8Langer, Nicolaus. — Mannheim. 1799. 1817.
9Geb. in Meckenheim (Pfalz) um 1745, † 31. Jan. 1827 in Mannheim
10Er scheint bis 1785 in Neustadt a. H. ansässig gewesen zu sein; um 1803 wurde er vom Markgrafen Karl Friedrich von Baden zum Hoflautenmacher ernannt und erwarb erst am 28. März 1810 das Schutzbürgerrecht in Mannheim. Obwohl er »Hoflautenmacher« war, verraten seine Geigen keine Künstlerhand. Er hatte ein eigenes, wenig gefälliges Modell von hoher Wölbung (der Boden noch höher gewölbt als die Decke); die Ecken sind stumpf, die F-Löcher groß und stumpf. Die Schnecke zeigt bis zu den obersten Wirbeln eine Hohlkehle. Das Holz ist nicht gut ausgesucht, der Boden nach der Schwarte geschnitten, ebenso die (ziemlich hohen) Zargen. Der Lack ist dünn und von brauner Farbe. Seine Lauten und Liebesgeigen waren etwas besser ausgeführt. In der Mitte seines Zettels ist das Landeswappen angebracht. Das Mannheimer Theater besaß nach dem Verzeichnis der am 15. Novbr. 1820 dem Kalkanten Karl Mann zur Aufsicht und Verwahrung übergebenen Orchesterinstrumente (Mannh. Stadtarchiv, Theaterakten F. XII. Nr. 2) eine Violine von 1804, eine von L. verbesserte Altviola von 1801, ein Violoncello von 1800 und einen Kontrabass aus dem gleichen Jahr.
11Geigenzettel: Nicolaus Langer / Hof Lautenmacher / in Mannheim 1817 (gedruckt).
13Langerwisch, Johann Friedrich. — Leipzig.
14Geb. 1788 zu Klostergörchhof b. Angermünde, † 9. Dez. 1856 in Leipzig
15Er war, wie sein Bruder Joh. Georg L., Gitarren- und Klaviermacher.
17Langerwisch, Johann Georg. — Leipzig. Geb. 1780 in Hamburg, † nach 1838
18Er kam um 1807 nach Leipzig und machte hübsche Gitarren, verlegte sich aber bald ganz auf den Klavierbau. Von ihm gitarisierte Lauten befinden sich im Musikhistorischen Museum W. Heyers in Köln.
19Geigenzettel: J. G. Langerwisch / Instrument-Macher/ in Leipzig 1816 (gedruckt).
21Langfurth, Karl. — Szabadka. 1889
22Schüler von Bartek, hauptsächlich Reparateur.
24Langguth, ein aus Großbreitenbach stammender Geigenmacher, der um die Mitte des 19. Jahrhunderts nach Amerika ausgewandert ist
26Langhammer, C. Ant. — Bremen. 1875. † 1. Jan. 1910
27Er stammt aus dem Vogtlande, wo er auch gelernt haben dürfte, und ließ sich um 1875 in Bremen nieder. Er galt als solider Geigenmacher und hatte dort die älteste, lange bestehende Geigenhandlung und wurde auch als guter Reparateur geschätzt. Durch zunehmendes Alter und Kränklichkeit war er in den letzten Jahren mehr und mehr gezwungen, sich der Arbeit zu enthalten, bis er sein Geschäft ganz aufgeben mußte und in hohem Alter als Privatmann starb.
29Langher, William. — Redditch. Geb. 1830
30Einige gut gearbeitete Geigen mit hübschem Öllack tragen seinen Namen.
32Lankl. — Ober-Schönbach b. E.
33Dieser Familie entstammen die Geigenmacher:
35Lankl, Anton I. — Geb. 1860
36Lankl, Anton II. — Geb. 1875
37Lankl, Franz. — Geb. 1866
38Lankl, Georg. — Schönbach b. E. Geb. 21. Nov. 1858
39Schüler von Johann Sandner in Oberschönbach. Nachdem er ausgelernt hatte, arbeitete er sechs Jahre lang als Gehilfe und begründete im Jahre 1878 sein eigenes Geschäft. Da er meist für andere Firmen arbeitet, klebt er die Zettel derjenigen ein, von denen er beschäftigt wird.
41Lanno, il, s. Odoardi, A.
42Lannoy s. De Lannoy
43Geigenzettel: Abb. 495.
45La Noue s. De la Noue
47Lantez, M. E. — Mirecourt. 1855. 1880
48Schwiegersohn von Grandjon sen. Seine Arbeiten waren keine Kunstwerke, für ihren billigen Preis aber gut genug.
50Lantner, Bohuslav. — Prag. Geb. 24. Juni 1862 in Prag, † 1918
51Sohn und Schüler von Ferd. L. Er arbeitete nach beendigter Lehrzeit noch kurze Zeit bei seinem Vater, ging auf ein Jahr zu Pfab nach Hamburg, war dann drei Jahre bei Franz Brückner in Berlin (jetzt in New York) und ein Jahr Werkführer bei Richter & Jühling in Dresden. Im Jahre 1887 übernahm er Koutnýs Geschäft in Olmütz; da sich aber sein Vater ins Privatleben zurückziehen wollte, siedelte er am 1. Juli 1891 nach Prag über und übernahm das väterliche Geschäft

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