Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 288

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

42 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 284. See the scan on archive.org.

1Er ist ein guter Reparateur und machte neue Geigen nach Stradivari und Guarneri und seiner Angabe nach auch nach böhmischen Meistern. In seinen Lehrjahren gebrauchte er Spirituslack. Er besitzt verschiedene Auszeichnungen. Die Zettel in seinen Geigen haben meist böhmischen Wortlaut (drei verschiedene) oder Abb. 457.
3Lantner, Ferdinand Martin. — Prag. Geb. 6. Jan. 1833 in Prag, † 21. Nov. 1906
4Schüler von Franz Lehner, bei dem er von 1845—1850 war. Hierauf arbeitete er bei Dav. Bittner in Wien, Nemessányi und Th. Zach in Budapest und bei Bapt. Dvořák und Ferd. Aug. Homolka in Prag, wo er sich 1862 selbständig machte. In erster Ehe war er mit Julie Veselý († 1864) und in zweiter mit Helene Homolka, der Tochter von Eman. A. Homolka, verheiratet. Er wohnte Krakovská ul. Nr. 1366 und Václavské nám. (Wenzelsplatz) Nr. 841. Im Jahre 1894 übergab er sein Geschäft seinem Sohne Bohuslav und zog nach den Kgl. Weinbergen, wo er, bis er in Geisteskrankheit verfiel, für seinen Sohn als Geigenmacher tätig war. Er war ein tüchtiger Meister.
5Geigenzettel: Ferd. Lantner / Fecit Pragae 1882 (gedruckt). — Ferdinand Lantner / in Prag. 1861 (gedr.).
7Lantonet, Antoine. — Commercy. 1765
8A. Jacquot kennt Arbeiten von ihm und lobt sie. In Mirecourt kommt um 1787 auch ein Nicolas Lantonet (Langonet) vor.
10Lanza (Lansa), Antonio Maria. — Brescia. 1675. 1715
11Die wenigen ihm mit einiger Sicherheit zuzuschreibenden Geigen erinnern an Maggini und haben rotbraunen Lack. Man weiß von ihm nichts Genaues; einige Schriftsteller setzen seine Zeit um 150 Jahre zu früh an und lassen ihn von 1530—1550 gelebt haben. Obwohl er nicht zu den großen Meistern gehört, wird doch sein Name gerne zu Fälschungen mißbraucht. Auf falschen Zetteln findet man auch Mailand als seinen Wohnort angegeben, was auf einer Verwechslung mit Lavazza beruhen mag.
13Lapaix, J. A. — Lille. 1840. 1858
14Ein Geigenmacher, der sein bestes Können für nutzlose Versuche verschwendete. Er machte Geigen, bei denen die Zargen, Reifchen und Klötze aus einem Stück bestanden, und ließ die Ecken fehlen. Er verwendete zwei Stimmstöcke und ersetzte die D-Saite durch eine seidene Schnur. Beispiele solcher Geigen besaß die Sammlung Snoeck (Nr. 548 und 549). Im übrigen war er nicht ungeschickt und erhielt auf der Pariser internationalen Ausstellung 1855 eine Medaille II. Klasse.
15Geigenzettel: Fait par Lapaix Luthier / à Lille en 1843 / Breveté (gedruckt).
17Lapeyrie, Charles, begründete 1862 sein noch bestehendes Geigengeschäft in Montpellier. Auch ein A. Lapeyrie wohnte dort
19Lapostollet, Henry. — Dijon. 1854
20Er hatte seine Werkstatt in der Rue des Étioux, ist aber nur als Reparateur bekannt geworden.
22La Prévotte, Etienne. — Marseille, Paris. Geb. in Mirecourt um 1795, † in Paris 1856
23Er war nach A. Jacquot von 1833—1837, nach anderen schon vor 1823 in Marseille ansässig. Dann ging er nach Paris und wohnte 1838 Rue du Bac 38, im Jahre 1844 Rue du Dragon 3. Er beteiligte sich mit Erfolg an allen französischen Ausstellungen von 1823—1855 und fertigte außer einzelnen Streichinstrumenten, die vermöge ihrer trefflichen Arbeit und ihres warmen Lacks von schöner Farbe fast den Eindruck von italienischen machten, auch Gitarren von eigener Erfindung und vorzüglicher Arbeit; nur Lacôte übertraf ihn hierin; im übrigen gingen aus seiner Werkstatt auch zahlreiche sehr mittelmäßige Instrumente hervor. Seine Gitarren wurden gerne nachgeahmt, vielleicht am besten von Jean Baptiste Auteur. Eine hübsch eingelegte Geige von ihm besitzt das Museum des Pariser Konservatoriums (Nr. 40).
24Geigenzettel: Guitare La Prévotte / Dédié aux Dames / Luthier, breveté, auteur / rue du Bac, 38, Paris / 1838 (gedruckt).
26Larcher, Pierre. — Paris, Tours. 1732. 1785
27Schüler von Guersan, bei dem er jedoch nicht viel gelernt zu haben scheint; seine Arbeit ist mittelmäßig und sein (brauner) Lack geradezu schlecht; manchmal zeigen seine Decken jedoch schönes Holz. Er arbeitete zuerst in Paris und ging um 1780 nach Tours.
28Geigenzettel: Larcher Pierre, luthier de Paris / élève de Guersan, Grande Rue au / Grand Dauphin à Tours 1785 (gedruckt).
30Larionoff, Wladimir. 1911
31Ein russischer Dilettant, der in Turin eine von ihm gebaute Geige ausgestellt hat.
33Laroche. — Mirecourt
34Eine Geigenmacherfamilie, von der 1759 ein Henry L., von 1752 bis zu seinem Todestag am 6. April 1785 ein Nicolas L. und 1780 ein Dominique L. als »Luthiers« vorkommen.
36Laroche, Fils. — Paris (?). 1821
37A. Jacquot besitzt eine nach Savarts Vorschrift trapezförmig gebaute Violine von ihm, die eine geschickte Hand erkennen läßt. Auf seinem Zettel schreibt er zwar: fait par LAROCHE FILS / A PARIS L’an 1821, aber ich glaube doch, daß er in Mirecourt ansässig war.
39Larsen, C. F., ein dänischer Geigenmacher, der seine Werkstatt in Odense hat
40Zum Boden nahm er öfter dänisches, ungeflammtes Ahornholz; die Arbeit ist nicht übel, auch die Schnecke von ansprechender Form, sein Lack jedoch (namentlich in den achtziger Jahren) sieht nur wie Möbelpolitur aus. Er verwendet untenstehende Brandmarke, dazu die Jahreszahl (z. B. 1887) und Nummer (z. B. 130).
41Brandmarke: Odense/ Larsen.

Makers on this page

The computer misreads some letters and numbers. Where a name matters to you, read the scan.