Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 29

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

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1gewöhnlich seinem Sohne zugeschrieben werden, dürften von ihm herrühren, z. B. Gitarren mit Hammerklaviatur, aber nur seine 1778 bekannt gewordene Erfindung des Schraubenmechanismus am Kopf der Bässe hat sich bis auf den heutigen Tag erhalten. Sein zweiter Sohn, Friedrich Wilhelm B., soll zwar auch das Geigenmachen erlernt haben, er war aber Berufsmusiker (Geiger) und Kapellmeister und soll sich von 1797 an nebenbei auch auf den Handel mit Musikinstrumenten verlegt haben. Vgl. Allg. D. Biographie, Ledeburs Tonkünstlerlexikon Berlin usw.
2Geigenzettel: Abb. 36.
4Bachmann, Johannes. — Amsterdam. 1840
5Er stammte aus Deutschland und hatte in der Agnietenstraat seine Werkstatt. Seine Geigen waren sauber gearbeitet, besonders wurde er als Baßmacher geschätzt.
7Bachmann, Johannes Ernst. — Sneec. Groningen. Geb. 13. Juni 1851 in Amsterdam. † in Groningen
8Sohn und Schüler von Johannes B. Nachdem er eine Zeitlang Geigenmacher der städtischen Musikschule in Sneec (Friesland) gewesen war, ließ er sich in Groningen nieder. Er arbeitete zumeist nach Stradivari, aber auch nach Brescianer Vorbildern.
10Bachmann, Karl Ludwig. — Berlin. Geb. 1748, † 26. Mai 1809
11Sohn von Anton B. und ursprünglich zum Musiker ausgebildet. Er war ein Virtuose auf der Viola, trat 1765 in die Königliche Kapelle in Berlin als Kammermusikus ein und errichtete 1770 mit Benda zusammen ein sehr geschätztes Liebhaberkonzert, wobei er bis zu Bendas Tod freilich nur als Geschäftsführer hervortrat1). Mehr und mehr wandte er sich mit der Zeit dem Geigenbau zu. Im Jahre 1785 verheiratete er sich mit der als Klavierspielerin und Sängerin geschätzten Charlotte Caroline Stöwe († 19. August 1817). Er war sorgfältiger in der Wahl des Holzes als sein Vater, auch sind seine Geigen regelmäßiger gebaut, nur etwas zu dick im Holz. Am besten sind jedenfalls seine Bratschen. Eine solche besitzt Rechnungsrat Friedrich in Posen.
12Geigenzettel: Carl Bachmann / in Berlin 1796 (geschr.).
14Bachmann, Otto. — Halberstadt. 1830. 1835
15Tüchtiger Meister, der sich sowohl im Neubau als auch im Wiederherstellen alter Geigen bewährte. Er gab eine Schrift unter dem Titel: Theoretisch-praktisches Handbuch des Geigenbaues usw., Leipzig 1835 bei G. Basse, heraus. Er scheint vor 1848 bereits gestorben zu sein, da er in den Meldelisten von Halberstadt im Jahre 1848 nicht mehr vorkommt.
17Bachmann, Wilhelm. — Brünn. 1810. † 1856
18In einer Gitarre fand ich seinen Namen. Er wurde 1810 Bürger und am 5. Mai desselben Jahres als »Instrumentenmacher« Mitglied der Tischlerzunft.
201) Als Kapellmeister würde er später sehr abfällig beurteilt.
22Backman, Carl. — Nyköping. 1828
23Ein schwedischer Geigenmacher ohne hervorragende Eigenschaften.
25Backmann, David. — St. Petersburg. 1834. 1840
26Nach einer gut gearbeiteten Violine zu urteilen, die seinen geschriebenen Zettel trug, war er einer der geschicktesten Geigenmacher, die zu seiner Zeit in Rußland tätig waren.
27Geigenzettel: David Backmann / in Petersburg 1840.
29Bacsó, István (Stephan). — Szegedin. 1905
30Ist mir nur als Reparateur bekannt geworden.
32Baczyński, Ladislaus. — Krakau. 1902
33Polnischer Geigenmacher der Gegenwart.
34Geigenzettel: Ladislaus Baczyński — fecit Cracoviae 19 . . (gedruckt).
36Bader, Daniel. — Antwerpen. 1600. 1607
37Eine Theorbe mit diesem Namen wurde 1869 in London versteigert. Sie rührte jedenfalls von jenem Daniel Bader her, der, ein Deutscher, im Jahre 1600 als Orgel- und Clavecinmacher in die Antwerpener Gilde aufgenommen wurde und 1607 noch gelebt hat.
39Bader, Johann. — Mittenwald. 1760. 1763
40Gute Arbeit nach den Traditionen der Klotzschen Schule.
42Baders Erben. — München
43Eine Geigenmacherfirma, die um 1844 in München eine Niederlage von Mittenwalder Instrumenten hatte.
45Bader, Franz. — Mittenwald. 1889. † nach 1912
46Ein tüchtiger Meister, der seit 1889 als Geigenbaulehrer an der Mittenwalder Fachschule wirkte und sich als solcher große Verdienste um die blühende Industrie seiner Heimat erworben hat. Seine letzten Lebensjahre verbrachte er in wohlverdientem Ruhestand.
48Bader, Johann. — Mittenwald. Geb. 5. April 1876 in Mittenwald
49Er besuchte durch drei Jahre die Mittenwalder Geigenbauschule und arbeitete dann fünf Jahre lang als Gehilfe bei Joh. Padewet in Karlsruhe, K. A. Hörlein in Würzburg, O. Migge in Koblenz und Gius. Fiorini in München. Im Jahre 1901 machte er sich in Mittenwald selbständig, und es gelang ihm bald, sich durch tadellose Arbeit einen bedeutenden Ruf zu erwerben. Eine Zeitlang war er auch als zweiter Lehrer an der Mittenwalder Geigenbauschule tätig. Hauptsächlich beschäftigt er sich mit dem Neubau von Soloviolinen, die er nach Stradivari, Guarneri, N. Amati und Maggini ausführt. Seinen Lack (Öl- und Spirituslack) bereitet er sich selbst. Er baut auch Lauten und Gitarren und ist ein geschickter Reparateur.
50Geigenzettel: Johann Bader, Mittenwald. 1909. (gedr.).

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