Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 293

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

53 lines. Read by computer on 27 September 2026, twice; the two readings disagreed in places. Printed page 289. See the scan on archive.org.

1tigen, und ging nach fünfjähriger Lehrzeit 1908 ganz zum Geigenbau über. Auf Grund eines von ihm aufgestellten Systems baut er nach dem Stradivariomodell von 1713—1718 Streichinstrumente, denen, obwohl sie sehr stark im Holze sind, von den ersten Geigern große Tonfülle, Weichheit und leichte Ansprache nachgerühmt wird. Auf der Brüsseler Ausstellung 1910 erhielt er die silberne Medaille.
3Lefèbvre, J. B. — Amsterdam. 1720 1786 one of two readings
4Lefèvre, J. B. — Amsterdam. 1720 1786 one of two readings
5Ein Franzose, der sich in Amsterdam ansässig gemacht hat. Seine Modelle erinnern manchmal an die Amati-schule; seine Arbeit ist gut, sein Lack von gelber Farbe. Da seine Geigen besser sind als die der gleichzeitigen Franzosen, will man annehmen, daß er, bevor er nach Amsterdam kam, in Italien gearbeitet habe. Er war ziemlich fleißig und machte Geigen aller Art. Ein Violoncello von ihm aus dem Jahre 1770 aus der Sammlung Snoeck (Nr. 585), befindet sich in Berlin, ein solches von 1772 und eine Violine von 1786 in der Sammlung Scheurleer.
6Geigenzettel: J. B. LeFebvre fecit / in Amsterdam 1770 (gedruckt).
8Lefebvre, Nicolas — Rouen. 1630. 1636
9Er wird 1630 als Lautenmacher erwähnt und heiratete am 15. Oktober 1636 die Isabeau Morin. Auch seine Nachkommen waren Instrumentenmacher, so Charles und Jean-Baptiste L., die 1725 noch lebten, aber nur als Verfertiger von Orgeln, Clavecins, Spinetts und Querflöten bekannt sind.
11Lefèvre (Lefebvre), Toussaint-Nicolas-Germain — Paris. 1762. 1789
12Dieser Geigenmacher wohnte nach dem Pariser Adreßbuch von 1789 in der Rue du Cimetière St.-Jean und ist namentlich wegen seiner Bogen (bei denen allerdings nach heutigen Anforderungen die Stange zu schwer erscheint) berühmt gewesen. Seine Bogen tragen die Brandmarke: »Lefèvre à Paris«. Er soll jedoch auch ganz gute Geigen gemacht haben. Einen Bogen von ihm besitzt das Museum des Pariser Konservatoriums.
14Legnamaro (Lignamaro), Pietro. — Mantua.
15† 12. Febr. 1569
16Ein Zithermacher von S. Martino. Es ist nicht ganz sicher, ob er mit dem Familiennamen Legnamaro (Zimmermann) hieß, oder ob er ein Zimmermann war, der auch Zithern machte. In Abb. Canals »Musica in Mantova« wird er als Lautenmacher erwähnt.
18Legnani, Luigi. — Neapel. 1765
19Er nennt sich einen Schüler von Zosimo Bergonzi, und tatsächlich sind seine Geigen auch recht gute Kopien der Arbeiten Bergonzis. Sie sind mäßig gewölbt, der Boden gewöhnlich aus einem Stück, der Lack rötlich-braun,
20Geigenzettel: Abb. 486.
22Legnani, lebte im 19. Jahrhundert in Ravenna und machte ganz gute Gitarren
24Legrand, François. — Mirecourt, Nancy. 1744. 1765
25Ein Mirecourter Luthier, der sich im Jahre 1765 in Nancy niederließ.
27Le Grand. — Lund. 1850. 1860
28Mehr als Reparateur wie als Geigenmacher bekannt.
30Legros de la Neuville, Nicolas. — ? 1823
31Er stellte 1823 Violinen, Violoncelli und Gitarren in Paris aus.
33Lehmann, A. s. Leman
35Lehner, Franz de P. — Prag. Geb. 11. Jan. 1801 in Prag, † 14. Mai 1878
36Schüler von Johann Stoß, lernte 1817 aus und arbeitete 1820 mit Kulik zusammen bei Martin Stoß in Wien und später in Eisenstadt. 1833 zurückgekehrt, eröffnete er 1834 seine eigene Werkstatt auf dem Wenzelsplatz Nr. 782. Im Jahre 1835 heiratete er Theresia geb. Grüner aus Vyšehrad, mit der er sechs Kinder hatte. Er arbeitete bis 1873; da es ihm schlecht ging, kam er ins Armenhaus, das er nach einem Jahr wieder verließ, um zu seinem Sohn Franz, der Pfarrer war, nach Tüppelsgrün überzusiedeln, wo er auch starb. Ein sehr schönes Violoncello nach Stradivari, mit hellgelbem Lack aus dem Jahre 1851 besitzt Ed. Emanuel Homolka in Kgl. Weinberge bei Prag.
37Geigenzettel: Franz Lehner Gei- / genmacher in Prag 1848 (gedruckt) und Abb. 493.
39Lehoux, Léon, lebt als Streichinstrumentenmacher in Nogent-le-Rotrou
41Leicht, Max. — Hohendorf i. S. 1910
42Guter Bogenmacher.
44Leidolff, Christoph Nikolaus. — Wien. 1774. 1788
45Vielleicht ein Sohn von Joh. Christoph L., dessen Arbeit der seinigen sehr ähnlich ist. Hohe Wölbung, bräunlicher Lack, gute Arbeit, gutes Holz und schöner, weicher Ton sind die Merkzeichen seiner Geigen. Eine Violine aus dem Jahre 1774 und eine Viola von 1768 sind im Schottenstift in Wien. Auch das Stift Melk (Oberösterreich) besitzt Geigen von ihm.
46Geigenzettel: Christophus Nicolaus Leidolff / Viennae anno 1776 (gedruckt).
48Leidolf (Leydolff), Ignatius. — Wien. 1699. 1714
49Sohn von Nikolaus L. Er wird als »Lauttenmacher« bezeichnet, wohnte im Stubenviertel und legte am 2. Juni 1702 den Bürgereid ab. Er war ein guter Violenbauer.
51Leidolff (Leydolff), Johann Christoph. — Wien. Geb. 1690, † 28. Juni 1758
52Sohn von Nikolaus L. und seiner Arbeit nach auch dessen Schüler. Er wohnte im »Wübmer Viertl«, legte am

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