Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 300

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

59 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 296. See the scan on archive.org.

1in Hellerau auf. Seine Arbeit ist sehr sorgfältig, er legt ein Hauptgewicht darauf, daß alles »echt« ist, seine Geigen haben italienischen Charakter und klingen sehr schön. Auf der Nürnberger Kunstgewerbeausstellung erhielt er für ein besonders schönes Quartett die silberne Medaille.
2Geigenzettel: Hans Lewicki (gedruckt).
4Lewis, Edward. — London. 1687. 1730
5Ein hervorragend tüchtiger und auch bei seinen Zeitgenossen hochangesehener Geigenmacher. Seine Arbeit ist tadellos wie sein Holz; auch sein meist hellgelber, manchmal rötlicher Lack auf goldgelbem Grund ist sehr gut, Form und Ausstattung geschmackvoll. Er soll, was nicht bewiesen ist, mit Th. Jay zusammen gearbeitet haben. Th. Brittons Katalog zählt einen »ausgezeichneten Tenor« und eine »besonders gute« Baßvioline von ihm auf.
6Geigenzettel: Edward Lewis / in St. Paul allay in London / 1687 (gedruckt).
8Lewis, H. F., lebte seit den 80er Jahren des 19. Jahrhunderts bis etwa 1900 in Melbourne als Geigenmacher und erhielt auf einer dortigen Ausstellung eine ehrenvolle Erwähnung
9Leykom. — Brambach. 1910
10Guter Bogenmacher.
12Lhullier s. Lullier
13Liainer, Alberto. — Rom. 1674
14Bei Grillet u. a. wird sein Zettel mitgeteilt; der Name ist jedenfalls unrichtig gelesen worden; vielleicht war statt »Li« St zu lesen.
15Geigenzettel: Alberto Liainer / In Roma 1674 (gedr.).
17Libera, Agostino. — ? Um 1600
18Eine vielchörige Mandora mit diesem Namen befindet sich im Museum des Pariser Konservatoriums.
20Liciliano s. Siciliano
21Lidl, Antoni. — Mittenwald. 1700
22Hart teilt diesen Namen und die Jahreszahl ohne Wohnort und weitere Bemerkungen mit.
24Lidl, Johannes. — Mittenwald. 1775
25Wenig bekannter Geigenmacher.
27Lidl, Josef. — Brünn. 1895. 1913
28Ein Kaufmann, der mit dem Klavierhandel begann, dem er ein Musikinstrumentengeschäft mit einer Werkstatt angliederte. Er beschäftigt Gehilfen aller Art, darunter auch Geigenmacher, und hat einen großen Kundenkreis in den slawischen Ländern gefunden.
30Lieb, Karl, lebte um 1840 in Iglau
32Liebel, Carl Friedrich. — (Mark)Neukirchen.
33Geb. 1735, † am 26. Juni 1803
34Der Stammvater der Geigenmacherfamilie dieses Namens. Er war der Sohn des Bürgers und Schneiders Georg L. und wurde am 21. November 1752 als Meister in die Geigenmacherzunft aufgenommen. Er starb 68 Jahre weniger 5 Tage alt.
36Liebel, Christian. — Quittenbach. 1756 (?)
37Ein braver, recht sauber arbeitender Geigenmacher. Er verwendete gutes Tonholz, ungeflammtten Ahornboden und gelblichen Lack, der besser ist, als der vieler gleichzeitiger Vogtländer. Er scheint sogar eine gute tiroler Geige als Vorbild besessen zu haben. Auch die innere Ausarbeitung unterscheidet sich vorteilhaft von der Dutzendarbeit seiner engeren Landsleute aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Die Jahreszahl ist auf seinen Zetteln meist so verblichen, daß sie nicht mehr sicher gelesen werden kann.
38Geigenzettel: Christian Liebel / Violin / macher in Quittenbach 17.. (gedruckt).
40Liebel, Johannes. — (Mark)Neukirchen. 1803
41Wahrscheinlich ein Sohn von Carl Fr. L. Als Ursprungsort für seine Geigen gibt er Mittenwald an, obwohl sie nichts an sich haben, was ihn dazu berechtigt haben könnte. — Sein Enkel, der am 7. April 1863 geborene Leonhard Jul. Paul L., ist auch Geigenmacher geworden.
42Geigenzettel: Johannes Liebel aus / Mittenwald an der Isar / 1803 (gedruckt).
44Liebel, Leonhard Robert Gustav. — Erlbach.
45Geb. 2. Jan. 1870 in Erlbach
46Er soll eine Zeitlang in Breitenfeld gearbeitet haben und ist dann wieder verzogen.
48Liebetreu, H. — Dessau. 1806
49Seine Geigen sind wertlos, besser dagegen seine Gitarren; eine solche besitzt C. Claudius in Kopenhagen; eine Geige von ihm befindet sich bei einem Kölner Geigenmacher.
51Liebich, Ernst (I). — Breslau. Geb. 27. Okt. 1796 in Reibnitz bei Hirschberg (Schles.), † 1876 in Breslau
52Schüler seines Oheims Joh. Gottfr. L., dessen Werkstatt er 1824 übernahm. Er galt als tüchtig, arbeitete nach Stradivari und Guarneri und machte auch Harfen und Gitarren.
54Liebich, Ernst II. — Breslau. Geb. 1830, † 1884
55Sohn, Schüler und Nachfolger von Ernst I L. In seiner Arbeit kommt er seinem Vater recht nahe.
57Liebich, Ernst III. — Breslau. Geb. in Breslau 25. Mai 1862
58Sohn und Schüler von Ernst II L.. Als Gehilfe arbeitete er u. a. bei D. Bittner und Voigt in Wien und übernahm

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