Scan 303
Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922
57 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 299. See the scan on archive.org.
1Lindholm, Pehr. — Stockholm. 1780. 1800
2Er machte außer einigen Nagelharfen und Lauten hauptsächlich Klaviere. Obwohl er seit mindestens 1780 in Stockholm als Instrumentenmacher ansässig war, wurde er erst 1791 als Meister in die Tischlerzunft aufgenommen. Mir ist von ihm nur ein Klavichord in der Sammlung Claudius in Kopenhagen bekannt geworden.
3Geigenzettel: Förhardigadt af Pehr / Lindholm Instrument- / makare i Stockholm / År 1780 (geschrieben).
5Lindley, Lawrence
6Ein englischer Geigenmacher, dessen Arbeiten geschätzt werden.
8Lindmair, Bernhard, wurde im Jahre 1548 als Lautenmacher Bürger von Wien
10Lindner, Johann Jakob. — Dresden. 1697
11Er scheint im Hofdienst gestanden zu haben. Eine neunspänige Laute von ihm mit zehn doppelchörigen und zwei Spielsaiten besitzt die Musikinstrumentensammlung des Eisenacher Bachhauses (Nr. 1).
12Geigenzettel: Johan Jac. Lindner / Mus. Elector. Saxon. fac: / Dresden … 1697. (gedruckt).
14Lindqvist, Franz. — Erikslund (Upsala)
15Ein schwedischer Tischler, der auf der Ausstellung 1897 in Stockholm mehrere gute Geigen und ein Violoncello ausgestellt hatte.
17Lindsay, David. — Gateshead
18Englischer Geigenmacher. Um 1884—1889 und später kommt auch ein Michael Lindsay vor.
20Lindsay, M. H. — Stockton-on-Tees. Geb. 12. April 1837 in Cawlsay (Irland)
21Mit 14 Jahren kam er nach England und lernte das Violin- und Violoncellospiel; auch als Baßgeiger wurde er ausgebildet. Als er in den Besitz von zwei Geigen von Vuillaume (eine Stradivari- und eine Guarnerikopie) kam, begann er sich für das Geigenmachen lebhaft zu interessieren; er wollte sehen, wie seine Geigen im Innern beschaffen waren, und 1860 begann er, ohne Lehrer und Anleitung, selbst Geigen zu machen. Angeborenes Talent und rastloses Studium brachten ihn bald vorwärts, so daß er ein geschickter Geigenmacher wurde, dessen Arbeiten von Kennern geschätzt werden. Er hat bis jetzt etwa 500 Violinen, 10 Violoncelli und einen Kontrabaß gemacht. Er macht alles an seinen Geigen selbst und legt besonderen Wert auf den Lack. In den Umrissen ahmt er Stradivari nach; die Dickenverhältnisse bestimmt er nach eigenen Berechnungen. Seine Versuche mit dem Lack gehen bis 1860 zurück; er besitzt jetzt in der Tat einen schönen Lack von italienischem Aussehen und lobenswerten Eigenschaften.
23Lindström. — Asmundstorp. 1880
24Wahrscheinlich ein Dilettant, der jedoch über eine beachtenswerte Handgeschicklichkeit verfügte.
26Liotta, Domenico. — Catania
27Mandolinenmacher der Gegenwart, der 1911 in Turin eine Mandoline von ungewöhnlicher Form ausgestellt hatte.
29Lipp, Benedict. — Mittenwald. Geb. 22. März 1762 in Mittenwald, † ?
30Jüngerer Sohn von Ign. L. Er scheint nur bei seinem Vater gearbeitet zu haben und jung gestorben zu sein.
32Lipp, Ignaz. — Mittenwald. 1740. 1762
33Nicht ungeschickt in seiner Arbeit; seine beste Zeit fällt in die Jahre 1740 bis 1760. Er gehört zur Klotzschule.
35Lipp, Johann Georg. — Mittenwald. Geb. 18. April 1756 in Mittenwald, † ?
36Sohn von Ign. L. Ihm dürfte eine Geige mit dem untenstehenden Zettel ohne Ortsangabe zuzuschreiben sein. Die Arbeit ist sauber, der Lack braun und gewöhnlich, im ganzen die Tiroler Schule unverkennbar.
37Geigenzettel: Johann Lipp / Anno 1780 (gedruckt).
39Lipp, Julius August. — Mittenwald. 1760
40Der Unbedeutendste aus der Familie; er versuchte vergeblich, italienische Vorbilder nachzuahmen. Sein Lack ist dunkelbraun und glanzlos.
42Lipp, Martin. — Dillingen a. D. Geb. 23. Aug. 1809 in Mittenwald, † 13. Juni 1843 in Dillingen
43Er ließ sich um 1835 in Dillingen nieder, wo seit Kempters Abgang kein Geigenmacher mehr ansässig war, und heiratete dort am 20. März 1838 Maria Antonie Höss. Er war recht talentvoll; sein frühzeitiger Tod aber verhinderte es, daß er zu voller Meisterschaft kam.
44Geigenzettel: Martin Lipp / Instrumenten-Macher / in Dillingen 1835. (gedruckt) und Abb. 498.
46Lipp, Mathias. — Benedictbeuern. 1760
47Wahrscheinlich aus Mittenwald stammend. Seine Arbeit trägt ganz den Charakter der Klotzschule.
48Geigenzettel: Mathias Lipp Geigenmacher / in Benedictbeyrn 1760 (gedruckt).
50Lipp, Stanislaus. — Mittenwald. Geb. 4. Dez. 1751. 1785
51Arbeiten von ihm kommen ziemlich spärlich vor, er scheint sie nur selten mit Zetteln versehen zu haben. J. H. Zimmermann in St. Petersburg besaß eine gute Violine von ihm.
52Geigenzettel: Stanislaus Lipp / in Mittenwaldt. 1785 (geschrieben).
54Lippi, Pietro. — Marseille. 1765
55Ein Neapolitaner, der sich in Marseille ansässig machte und u. a. verschiedene gute Bässe gebaut hat. Eine hübsche Mandoline von ihm bewahrt die staatl. Sammlung in Berlin (Nr. 751).
56Geigenzettel: Abb. 504.
Makers on this page
The computer misreads some letters and numbers. Where a name matters to you, read the scan.