Scan 322
Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922
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1Marks, Wilhelm. — München. Geb. 1847, † 20. Juli 1902
2Ein Musikinstrumentenmacher, der außer Geigen hauptsächlich Zithern, Gitarren usw. gemacht hat.
3Geigenzettel: Wilhelm Marks / Instrumentenmacher / München 1883 (gedruckt).
5Markstein. — Wien. 1918
6Ein Ingenieur, der die Veränderungen in der Struktur des Geigenholzes durch die Wirkung der Schwingungen und des Alters, ähnlich wie seinerzeit Karl Zach, künstlich nachahmen will. Es hat sich bereits eine Gesellschaft gebildet, die seine Erfindung ausbeutet und als TIM-Geigen (d. h. Ton-Instrumente-Markstein) in den Handel bringt.
8Marlier, Nicolas. — Mirecourt. 1785
9Von A. Jacquot erwähnter Geigenmacher.
11Marnie, John. — Padanaram. Mitte des 19. Jahrhunderts
12Ein Schüler von Findlay und wie sein Meister ursprünglich Weber. Später wurde er Gärtner in Logie (Forfarshire). Er hat nach einem Guarnerimodell etwa ein halbes Hundert Violinen gemacht. Die Arbeit ist jedoch unbeholfen und unfein.
14Marquardt, Geo. W., lebte als Geigenmacher in Boston
16Marschall, Wilhelm. — Elbing. 1824
17Wahrscheinlich ein Sohn des Tischlers Johann Friedrich M., der sich in den Vollmachten der Elbinger Bürgerschaft für die zur Huldigung in Marienburg am 27. September 1772 Deputierten als »jüngster Meister« des Gewerks der Tischler bezeichnet. Da dieser Tischler bereits Musikinstrumente geflickt haben soll, ist anzunehmen, daß auch Wilhelm M. im Hauptberufe Tischler war. Er ist mir auch nur als Reparateur bekannt geworden. In Elbing war nichts über ihn zu ermitteln.
18Geigenzettel: Reparirt von Wilhelm Marschall / in Elbing 1829 (gedruckt).
20Marshall, John. — London. 1750. 1759
21Ein Zeitgenosse von Thomas Smith, aber geschickter als dieser. Er ahmte das Stainermodell nach, machte auch gute Lauten und Mandolinen und war, den Bemerkungen nach zu urteilen, die man manchmal auf seinen Zetteln geschrieben findet, ein Mann von humoristischen Anlagen (z. B. »Good Beef 1 9l. A pound But trades all very Bad«). Eine Violine von ihm vom Jahre 1754 ist in J. T. Chapmans Besitz.
22Geigenzettel: Johannes Marshall (in vivo novo / juxta Conventam Hortum) Londini / fecit 1757 (gedruckt).
24Marshall, John. — Aberdeen. Geb. 15. Jan. 1844 unweit von Methlick
25Er begann im Jahre 1870 zuerst Geigen zu machen und hat seitdem etwa 300, vorzugsweise nach Stradivari, aber auch nach einem eigenen Modell, gemacht. Er verwendet jetzt nur Öllack, doch nimmt er manchmal die Holzstärken zu dünn.
26Geigenzettel: John Marshall / Violin Maker / Aberdeen. / 1896 J. M. (gedruckt).
28Marstrand, Nicolai Jacob. — Kopenhagen. Geb. 1770 in Norwegen, † 1829 in Kopenhagen
29Er baute gute Streichinstrumente und war auch als Klavier- und Harfenmacher geschätzt.
30Geigenzettel: Nicolaus Jacobus Marstrand / fecit Havniae 18.. (gedruckt).
32Martani, Antonio. — Reggio-Emilia. Geb. 1804, † 1866
33Er hat nur wenig neue Geigen gemacht und wandte seine ganze Kunst an das Ausbessern alter Instrumente.
35Martens, Johann. — Lübeck. 1880. 1897
36Ein Musiker, der ohne Sachkenntnis ziemlich viele Geigen »ausgebessert« hat. Er glaubte, besonders das Lackieren zu verstehen und wusch daher mit Vorliebe den alten Lack ab und ersetzte ihn durch einen schlechten Firnisanstrich.
37Geigenzettel: Johann Martens / Lübeck. / Reparirt 1887 (gedruckt).
39Martin, Adam s. Johann Adam Martin
40Martin, Alexandre. — Paris. 1890. 1910
41Sohn von Charles M. und dessen Nachfolger. Er hat eine Reparaturwerkstatt und handelt mit alten Geigen.
43Martin, Arthur. — Löbtau-Dresden. Geb. 17. Sept. 1870 in Gunzen
44Mit 14 Jahren kam er zu Neumärker in Schöneck in die Lehre; vier Jahre später arbeitete er bei Roth in Markneukirchen; von da ging er zu Liebich nach Breslau und arbeitete zuletzt sechs Jahre bei Kessler in Berlin. Er machte sich zunächst in Markneukirchen selbständig, verlegte aber nach wenig Jahren seinen Wohnsitz nach Löbtau bei Dresden, wo er ein ausreichendes Arbeitsfeld gefunden hat. Er macht neue Geigen »über Form« und verwendet einen selbstbereiteten Öllack.
46Martin, C. — New York
47Wahrscheinlich ein Vogtländer, der hauptsächlich Gitarren baute.
49Martin, Charles. — Paris. 1863
50Neffe und Nachfolger von Guillaume Martin im Geschäfte Lejeunes. Das Geschäft wurde von der Witwe fortgeführt und ging 1890 auf Alexandre M. über.
52Martin, C. A., war um 1860 in Annaberg ansässig
53Geigenzettel: C. A. Martin / Annaberg 1860. (gedruckt).
Makers on this page
- Marks, Wilhelm
- Marlier, Nicolas
- Marschall, Wilhelm
- Marshall, John
- Marstrand, Nicolai Jacob
- Martani, Antonio
- Martens, Johann
- Martin, C.
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