Scan 332
Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922
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1Meinel, Georg Karl Friedrich. — (Mark-)Neukirchen. Geb. 26. März 1775, † 3. Dez. 1847
2Er kommt seinen Vorfahren in keiner Weise gleich, seine Arbeiten haben kein eigenartiges Gepräge mehr und sind auch im Holz nicht schön.
4Meinel, Gustav. — London. 1910. 1912
5Er nennt sich Geigenmacher und Händler.
7Meinel, Hermann. — Klingenthal i. S. Geb. 8. Mai 1831
8Geigenmacher, der nur billige Arbeiten herstellte, die keinen erheblichen Kunstwert haben.
10Meinel, Johann Christian. — (Mark-)Neukirchen. Geb. 19. Sept. 1770, † 8. Sept. 1827
11Geschickt in der Arbeit, verstand er es auch, seine Geigen gut zu verkaufen, so daß er zu Vermögen und Ansehen kam und u. a. 1820 zum Gemeindenvorsteher ernannt wurde. Er steht Hopf und Ficker nahe.
13Meinel, Johann Christoph. — Klingenthal. 1786
14Seine Geigen haben ein unschönes Modell und meist ungeflammtten Boden. Er verwendet eine Brandmarke: * I * C * / Meinel.
16Meinel, Johann Friedrich I. — Klingenthal. 1736. 1762
17Einer der besten Geigenmacher seines Namens in Klingenthal.
19Meinel, Johann Friedrich II. — Klingenthal. 1834
20Seine Geigen sind von guter, Vogtländer Art.
21Geigenzettel: Mstr. Johan Friedrich Meinel / in Klingenthal 1834 (geschrieben).
23Meinel, Johann Gottlieb. — Klingenthal. 1767. 1782
24Wahrscheinlich ein Sohn von Johann Friedrich M. und ihm in der Arbeit ähnlich.
26Meinel, Johann Michael. — Klingenthal. 1761
27Wahrscheinlich ein Bruder von Joh. Gottlieb M., aber weniger geschickt als dieser.
29Meinel, Louis Moritz. — Geb. 13. Mai 1865, lebt als Geigenmacher in Markneukirchen
31Meinel, Thomas. — Klingenthal. 1725
32Der älteste Klingenthaler Geigenmacher seines Namens und vielleicht das tüchtigste Mitglied der Familie. Man nimmt an, daß er als Geselle bis nach Italien gekommen sei, und dem widersprechen seine freilich nur selten vorkommenden Arbeiten nicht. Towry Piper sagt sogar in der trefflichen Zeitschrift »The Strad« (1912, Nr. 264), daß eine der besten Kopien nach Stradivari, die ihm je unter die Augen gekommen sei, von Thomas Meinel herrührte.
34Meinel-Grünwald, Paul. — Basel. 1890. 1920
35Schüler von Nic. Eug. Simoutre. Saiteninstrumentenmacher, Händler und Reparateur; begründete 1890 seine eigene Werkstatt.
37Meinertzen, Jakob. — Berlin. 1693. 1712
38Seiner Arbeit nach dürfte er aus Joachim Tielkes Schule hervorgegangen sein. Er war Kurfürstlicher Hofgeigenmacher und infolge davon wahrscheinlich kurfürstl. Privilegierter, weshalb sich über ihn im städtischen Archiv in Berlin nichts findet. Ein Violoncello von ihm besitzt Paul Caré in Danzig. Eine sehr schöne, ursprünglich rotbraun lackierte Tenorgamba von ihm aus dem Jahre 1710 besitzt Fritz Wildhagen in Halensee; der gewölbte Boden ist aus Fichtenholz, alle Ränder mit Elfenbeinstreifen belegt.
39Geigenzettel: Jakob Meinertzen / Königl. Hoff-Violdegam- / und Lautenmacher in Berlin 1710 (gedruckt).
41Meisel, Amand. — Frankenstein i. Schl. Geb. in Klingenthal 7. Sept. 1828, † 23. Sept. 1893 in Frankenstein
42Schüler seines Vaters Christian Friedrich Meisel. Nachdem er bis etwa 1850 bei seinem Vater gearbeitet hatte, kam er nach Breslau zu Liebich und begründete 1864 in Frankenstein sein eigenes Geschäft. Er ahmte die Modelle von Stradivari und Amati nach, seine Geigen klingen gut, und er erhielt mehrfache Ausstellungsauszeichnungen. Nach seinem Tode führte seine Witwe Emilie das Geschäft fort, das im Jahre 1900 sein Sohn Friedrich übernahm, der es dann nach Breslau verlegte.
43Geigenzettel: Amand Meisel. / Frankenstein i./Schl. 18 . . (gedruckt).
45Meisel, Christian Friedrich. — Klingenthal. 1791. 1850
46Einer der wenigen Vogtländer seiner Zeit, der mit Bewußtsein das Hopfmodell aufgab und die Italiener nachahmen wollte, wenn ihm auch ein feineres Verständnis dafür fehlte. Sein Modell ist klein, steht zwischen Jos. Guarneri und Stradivari. Die F-Löcher sind nach Guarneri gestellt, erinnern aber mehr an Guadagnini und sind steif geschnitten. Die Ecken sind breit und scharf und wirken unschön. Das Deckenholz ist sehr engjährig und gut. Die Flammen im Boden und an den Zargen sind gerade gelegt, so daß die Jahre schräg stehen, Boden und Decke ragen weit über die Zargen heraus. Die Einlage läuft am Klötzchen in eine Spitze aus, darunter befindet sich der Brandstempel: * C * F * / * Meisel *. Sein dünner Spirituslack ist gelb oder hellbraun und die Schnecke nach Guarneri, aber schmal und tief gestochen. Er verwendete sauber in Kupferstich ausgeführte Zettel.
47Geigenzettel: Christ. Friedr. / Meisel / aus / Klingenthal / 1828 (gedruckt).
49Meisel, C. W. sen. — Klingenthal
50Bekannte Fabriksfirma der Gegenwart, die ihr Bestehen bis 1735 zurück verfolgen kann. Inhaber ist jetzt Karl Adolf Wilhelm Meisel.
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- Meinel, Georg Karl Friedrich
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- Meinel, Johann Friedrich I.
- Meinel, Johann Friedrich II.
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- Meinel, Johann Michael
- Meinel, Louis Moritz
- Meinel, Thomas
- Meinel-Grünwald, Paul
- Meinertzen, Jakob
- Meisel, Amand
- Meisel, Christian Friedrich
- Meisel, C.
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