Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 333

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

52 lines. Read by computer on 3 September 2026. Printed page 329. See the scan on archive.org.

1Meisel, Friedrich. — Breslau. Geb. 13. Mai 1874
2Sohn und Nachfolger von Amand M. Beisitzer der Meisterprüfungskommission.
4Meisel, Friedrich August I. — Klingenthal.
5Geb. 17. Okt. 1817, † 19. Aug. 1894
6Ein sehr talentvoller und geschickter Geigenmacher. Leider war auch er gezwungen, seine beste Zeit im Dienste der Händler zu verbringen, und später hinderte ihn andauernde Kränklichkeit, sein ganzes Können einzusetzen. Es gibt jedoch einige recht gute Violinen von ihm, und nur diese tragen seinen Namen.
8Meisel, Friedrich August II. — Klingenthal i. S. 1895. 1900
9Streichinstrumentenmacher der Gegenwart.
11Meisel, Friedrich Wilhelm. — Klingenthal.
121769. 1799
13Seiner Arbeit nach gehört er zu den besseren Vogtländer Geigenmachern; sein unschönes Modell mit stark geschweiften Mittelbügeln und langen F-Löchern hat nichts Italienisches an sich, obwohl er durch seinen in geradezu lächerlich unsinnigem Latein verfaßten Zettel bei unverständigen Käufern den Glauben erwecken wollte, sie hätten eine Cremoneser Arbeit vor sich.
14Geigenzettel: Abb. 520.
16Meisel, Georg. — Klingenthal. 1729. 1735
17Der Stammvater des Klingenthaler Zweiges seiner Familie und Begründer der heute noch bestehenden Firma »C. W. Meisel sen«.
19Meisel, Johann Christian Friedrich. — Klingenthal. 1771. † 1803
20Sohn und Schüler von Johann Georg M. Er war Geigenmachermeister in Unterklingsenthal, verlegte sich später fast ganz auf das Saitenmachen und wurde so der Gründer der Klingenthaler Saitenindustrie.
21Geigenzettel: Johann Christoph Meisel / Klingenthal (geschrieben).
23Meisel, Johann Georg. — Klingenthal. 1730. 1784
24Angeblich ein Sohn von Karl Christian M. Einer der besten Klingenthaler Meister, der auf seiner Wanderschaft bis nach Italien gekommen sein soll, wo er ein Guadagninimodell kennen lernte, das er manchmal nachahmte. Er stand auch als Bürger in Ansehen und hat schon 1749 das Amt eines Richters bekleidet.
25Geigenzettel: Johann Georg Meisel / Violinmacher in Klingenthal (gedruckt).
27Meisel, Karl Christian. — Unterklingsenthal.
281761. 1768
29Sohn und Schüler von Georg M. Seine Arbeit ist im gewöhnlichen Vogtländer Stil gehalten. Das häufige Vorkommen seiner Geigen läßt darauf schließen, daß er sehr fleißig war. Seine Zettel sind rot gedruckt.
30Geigenzettel: Carl Christian Meisel / Violin- und Instrumentenmacher / in Unterklingsenthal 1765 (gedr.).
32Meisel, Karl Louis. — Klingenthal i. S. Geb. 14. Okt. 1847
33Schüler seines Vaters Friedrich August I M., der ihn schon in frühester Jugend in die Werkstatt nahm, so daß er bereits im zwölften Lebensjahre seine erste Geige in allen Teilen allein fertigmachte. Nach seiner Konfirmation wurde er bei der damals noch bestehenden Geigenmacherinnung »aufgedingt« und nach vierjähriger Lehrzeit losgesprochen. Nebenbei besuchte er fleißig die Klingenthaler Musikschule, wo er auch in der Harmonielehre und der Instrumentenbaukunde ausgebildet wurde. Wegen der andauernden Kränklichkeit seines Vaters kam er nur wenig in die Fremde. Im Jahre 1869 wurde er Meister und begründete seine eigene Werkstatt. Er benützte jede Gelegenheit, italienische Meisterwerke zu studieren, und verdankt diesem Studium manchen schönen Erfolg.
34Geigenzettel: C. Louis Meisel, / Streichinstrumentenmacher / Klingenthal i. S. (gedruckt).
36Meisel, Oswald. — Liegnitz. 1880. 1881
37Er stellte 1881 in Breslau neben Blasinstrumenten1) auch zwei Violinen aus.
39Meisel, Richard. — Geb. 30. Nov. 1857. Lebt als Streichinstrumentenmacher in Klingenthal
41Meisel, Wilhelm. — Erlbach i. S. 1880
42Einer Privatmitteilung zufolge soll er sich als Instrumentenmacher eines gewissen Ansehens erfreut haben.
44Meisinger, Hans, gen. Ritter. — Augsburg. 1447
45Einer der ältesten deutschen Lautenmacher, der freilich nur dem Namen nach bekannt ist.
47Meisner, Johann Friedrich. — Lübeck. Geb. um 1700 in Guben (Oberlausitz), † 1. April 1770 in Lübeck2)
48Seinen Geburtsort gibt er selbst ausdrücklich in einem Gesuch an, trotzdem war es nicht möglich, in den Gubener Kirchenbüchern von 1700—1720 auch nur den Hinweis auf das Vorkommen seines Namens zu finden, geschweige denn seinen Geburtstag. Er war Musiker (Geige und Flöte) und Violinmacher und kam auf der Wanderschaft über Schleswig-Holstein und Mecklenburg nach Lübeck, wo er sich 1734 um die Anwartschaft auf eine Ratsmusikerstelle bewarb, die er später auch erhielt. Am 20. September 1742 erwarb er das Lübecker Bürgerrecht, legte am darauffolgenden 12. Oktober den Bürgereid ab und heiratete im selben Jahre eine geb. Donner und am 22. Juni 1752 in zweiter
501) Die er hauptsächlich macht.
512) Begraben am 3. April 1770 in der St. Ägidienkirche.

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