Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 337

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

42 lines. Read by computer on 27 September 2026, twice; the two readings disagreed in places. Printed page 333. See the scan on archive.org.

1Tag legte. Da er auch den Lack durch einen dunkelbraunen Anstrich ersetzte, besteht die Befürchtung, daß er manche vielleicht gute Geige verdorben hat.
2Geigenzettel: Rep. im März 1876 / von J. Messerschmidt, Neuwallenburg. (geschrieben).
4Messini, Girolamo. — Florenz. 1687
5Sohn des Arcangelo M. Er machte Lauten und Gitarren und vielleicht auch Geigen, brachte es darin aber nicht zu sonderlicher Geschicklichkeit.
7Messori, Pietro. — Modena. Geb. in Modena 18. Okt. 1870
8Ein talentvoller Geigen-, Gitarren- und Mandolinennacher, der nach beendetem Lehrzeit in Mailand, Turin, Paris und München gearbeitet hat und 1894 der Nachfolger Giuseppe Sgarbis wurde. Er macht Kopien nach Stradivari, Guarneri und Amati und verwendet meist Bernsteinlack von roter, rötlichgelber und gelber Farbe. Er baut auch Gitarren, Harfen und Klaviere. Bis 1900 besaß er bereits acht Bronze-, Silber- und Goldmedaillen von Turin, Nizza und Paris usw.
9Geigenzettel: Abb. 541.
11Mest (Möst), Jakob. — Füssen. 1606. † Nov. 1615
12Er gehörte 1606 und noch 1612 der Füssener Lautenmacherzunft an. Nachkommen der Familie leben noch heute in der Füssener Gegend, darunter auch Musiker, aber keine Geigenmacher mehr.
14Mest, Raphael. — Füssen. 1616. 1650
15Angeblich ein Schüler Hartungs in Padua. Er wurde am Sonntag Lätare 1616 als Meister in die Lautenmacherzunft aufgenommen, nachdem er im Jahre vorher Maria Endres geheiratet hatte. Baron schreibt in seiner Untersuchung des Instr. d. Lauten (S. 93) von ihm: »Was die Füssener Lauten anbelangt, so sind einige gar zu sehr nach der ältesten Art gearbeitet, nemlich Apffelrund, woran gemeiniglich nicht viel dran ist, doch hat sich daselbst Raphael Mest, welcher bey dem berühmten Michael Hartung in Padua gelernt und Anno 1650 und 1627 gelebet, schon besser hervorgethan«. — Eine Laute von ihm aus dem Jahre 1610 besitzt das Schlesische Museum für Kunstgewerbe und Altertümer in Breslau (Nr. 5516), eine solche von 1638 die Sammlung des hist. Vereins in Würzburg. Eine Laute, ganz aus Fichtenholz, sehr fein gearbeitet, befindet sich in der Sammlung von R. Leibbrand in Berlin. Die Stiftsbibliothek in Linköping besitzt ebenfalls eine Laute von ihm aus dem Jahre 1707.
16Geigenzettel: Raphael Mest in Fiessen / imperato nel Mesier Michael Hartung / in Padua me fecit anno . . . (gedruckt). — Raphael Mest / in Fießen 1638.
18Mészáros, Stefan (István), hat eine Instrumentenmacherwerkstatt in Klausenburg (Kolozsvár)
20Metelka, Josef. — Pasek a. Iser. Geb. um 1842, † August 1880
21Sohn des Věnceslav M. und Schüler seines Bruders Wenzel. Er arbeitete bei Schweitzer und Zach als Gehilfe und erfreute sich später mit Recht des Rufs, ein tüchtiger Meister zu sein. (Bei Geigen, die er selbst neu gemacht hat, fehlt auf dem Zettel das Wort »oprávil«). Auch seine Tochter Johanna beschäftigte sich mit dem Geigenmachen. Sein Nachfolger wurde 1888 sein ehemaliger Schüler Potočka.
22Geigenzettel: Josef syn Venceslava Metelky / Opravil v Pasekách pod Krkonosi 18 . . (oprávil = repariert). (gedruckt).
24Metelka, Josef. — Glasersdorf a. Iser = Sklenářice (Böhmen). 1880. 1892
25Schüler von Josef Metelka in Pasek. Nachdem er als Gehilfe bei F. Witáček und W. Pekelsky gearbeitet hatte, machte er sich in Glasersdorf um 1880 selbständig. Er ist ein geschickter Geigenmacher, der alles an seinen Geigen selbst macht und keinerlei Bestandteile von Fabriken bezieht.
26Geigenzettel: Josef Metelka / hotovitel snuycě nástrojů ve Sklenářicích / u Vysokého n. Jizerou / Opravil dne 1 září 1892 (gedruckt). one of two readings
27Geigenzettel: Josef Metelka / hotovitel snuycé nástrojů ve Sklenářicích / u Vysokého n. Jizerou / Opravil dne 1 září 1892 (gedruckt). one of two readings
29Metelka, Věnceslav. — Pasek a. Iser (Böhmen). Geb. um 1810—1815 in Sklenářic, † 1868
30Er bildete sich durch Selbstunterricht nach dem Wettengelschen Lehrbuche zum Geigenmacher aus und brachte es zu anerkennenswerter Geschicklichkeit. Seine Arbeit ist sauber und das Holz meist recht gut, nur der Lack läßt zu wünschen übrig.
31Geigenzettel: Zhoto vená / od / Věnceslava Metelky / V Pasekách / nad Izerou (gedruckt).
33Metelka, Wenzel. — Pasek a. I. 19. Jahrh.
34Sohn und Schüler von Věnc. M. Als Gehilfe arbeitete er in mehreren mährischen Städten und starb bald nach seiner Rückkehr in die Heimat.
36Methfessel, Gustav. — Bern. Geb. in Bern 1839, † 1910
37Schüler von Peter Schulz in Regensburg, einer der bedeutendsten Schweizer Geigenmacher. Nach beendetem Lehrzeit arbeitete er in Wien und machte sich 1864 selbständig. Er baute seine Geigen nach alten Meistern und nach eigenen Modellen und verwendete Öllack. 1898 zog er sich vom Geschäft zurück und ließ sich in Hilterfingen bei Thun nieder. Sein Nachfolger wurde Lütschg.
38Geigenzettel: Abb. 544.
40Mettal. — Freyberg. Anfang des 19. Jahrh.
41Eine Lyragitarre der Sammlung Snoeck (Nr. 349) in Berlin trägt den Zettel »Mettal-Instrumentenmacher in Freyberg«. Man wäre versucht, zu glauben, daß es sich

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