Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 338

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

46 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 334. See the scan on archive.org.

1um einen Metall-(Blech-)Instrumentenmacher handelt, obwohl hiergegen schon das Instrument selbst spricht. Der Name ist böhmisch, und noch heute lebt ein Gitarrenmacher namens Ignaz Mettal in Schönbach (Böhmen).
3Mette, François. — Mirecourt. 1855
4Ein Geigenmacher, der 1855 die Pariser Ausstellung beschickte, aber nur Mittelmäßigiges leistete.
6Metzinger, Michael. — Aschaffenburg. Geb. 27. Okt. 1807 in Aschaffenburg, † daselbst 22. Febr. 1886
7Hauptsächlich Zithermacher, von dem sich eine Schlagzither in W. Heyers Musikhistorischem Museum in Köln befindet (Nr. 468).
8Geigenzettel: M. Metzinger / Saiten-Instrumentenmacher / in Aschaffenburg (gedruckt).
10Metzker, Josef. — Raab (Ungarn). 1915
11Geigenmacher.
13Metzner, Ernst Emil. — Riga. 1861
14Ein Musiker, der sich mit Geigenreparaturen beschäftigte, diese aber recht dilettantisch ausführte.
15Geigenzettel: Reparirt von Ernst Emil Metzner / Musikus in / Riga / 1861 (gedruckt).
17Meulen s. Van der Meulen
18Meusler, Wilhelm. — 1794 (?)
19Anton Hüller in Graslitz Nr. 188 besitzt eine Geige mit dem Zettel: »Wilhelm Meusler / bürgerlicher Geigenmacher / 794. (gedr.).« Wahrscheinlich ein Mitglied der Familie Meisel.
21Meyer, Adolph. — Dresden, (Mark)Neukirchen. 1787. 1798
22Eine Geige (in amerikanischem Besitz), die als Brandstempel die Jahreszahl 1780 zeigt, enthält einen Zettel mit dem Namen »Adolph Meyer, Dresden 1787«. Eine andere, von 1798, ist aus Neukirchen datiert. Weder in Dresden noch in Markneukirchen ließen sich Urkunden über diesen Geigenmacher auftreiben. Er scheint im Umherziehen gearbeitet zu haben, war aber dem Anscheine nach nicht ungeschickt. — Auch ein Ferdinand Meyer soll in (Mark)Neukirchen vorkommen.
24Meyer, C. A. — Görlitz. 1794
25Erfinder eines Bogenklaviers, das er »Bogenflügel« nannte; ob er sonst noch Musikinstrumente machte, ob er überhaupt Fachmann und nicht Dilettant war, ließ sich nicht feststellen, denn sein Name kommt weder in den Görlitzer Bürgerrechtslisten noch in den Geschoßbüchern vor.
27Meyer, Carl L. — Rixdorf. 1901
28Er arbeitete 40 Jahre lang als Gehilfe, war lange Zeit in Paris tätig und soll sich nebenbei als Tanzlehrer versucht und später religiöse Vorträge gehalten haben. Im Juli 1901 eröffnete er in Rixdorf seine eigene Werkstatt und war dann in einen Aufsehenerregenden Prozeß verwickelt.
30Meyer, Daniel. — Lübeck, Riga. 1597
31Im Lübecker Niederstadtbuch kommt am 22. Juli 1600 Ernestine Clendorp, die Witwe des um 1585 verstorbenen Jürgen Lampe vor, die in zweiter Ehe den Zithermacher Daniel Meyer geheiratet hatte. Dieser soll nach ihrer Angabe um 1597 nach Riga gereist und dort gestorben sein.
33Meyer, Heinrich. — Freiburg i. B. Geb. um 1830 in Braunschweig, † um 1895 in Freiburg
34Ursprünglich Musiker, beschäftigte er sich erst nur aus Liebhaberei mit dem Geigenmachen. Er war durch 16 Jahre Hofmusiker in Karlsruhe und ließ sich 1883 in Freiburg als Geigenmacher nieder. Daß er selbst neue Geigen gemacht hat, ist zweifelhaft, aber er beschäftigte einen Markneukirchener Gehilfen in den Jahren 1884—1886, und in dieser Zeit wurden in seiner Werkstatt verschiedene neue Geigen gemacht, die auffallend an die Markneukirchener Art erinnern. Das Deckenholz ist gut, der Boden meist deutscher Ahorn, die Arbeit im ganzen sauber, der Ton mittelmäßig. Bei Reparaturen verwendete er einen Gummistempel, sonst geschriebene Zettel.
35Geigenzettel: H. Meyer. fec. / Freiburg r. Brg. 1886. (geschrieben).
37Meyer, Johann Mathias. — Hamburg. 1758
38Vermutlich Sohn von Magnus Andr. M. und diesem angeblich in der Arbeit nahestehend.
40Meyer, Joseph. — Pfaffenhäusen? 1668
41Eine Tenorgeige in W. Heyers Musikhistorischem Museum in Köln trägt einen schwer lesbaren Zettel, dessen Ortsbezeichnung G. Kinsky mit Braffenhausen oder Grafenhausen zu deuten versucht. Ich lese Bvaffenhausen. Ist das richtig, dann käme wohl nur das in Schwaben unweit von Füssen liegende Pfaffenhäusen in Frage.
43Meyer, Magnus Andreas. — Hamburg. 1732. 1753
44Wahrscheinlich ein Schüler Tielkes, den er nachahmte. Er wurde am 27. Februar 1733 in Hamburg als Instrumentenmacher Bürger. Am häufigsten trifft man Violoncelli von ihm, die durch ihr kurzes, aber sehr breites Modell auffallen. Ein im Geschmacke Tielkes in allen Teilen reich verziertes Violoncello aus dem Jahre 1752 befand sich in der Sammlung Hammer in Stockholm. Boden und Decke schwach gewölbt, am Wirbelkasten ein Frauenköpfchen. Sein Lack ist gelb oder gelbbraun. Ein Saiteninstrument des Museums in Gothenburg, bezeichnet »M. Meyer« und darunter eine Lilie, ist möglicherweise auch von ihm. Ein Violoncello von ihm besitzt G. Withers in London.
45Geigenzettel: Abb. 517.

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