Scan 339
Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922
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1Meyer. — Mittenwald. 1842
2Ein Geigenmacher, bei dem die alten Traditionen der Mittenwalder Schule noch zu erkennen sind, wenn er auch nicht zu den hervorragenden Meistern zu zählen ist. Sein Sohn (?) soll sich in Partenkirchen niedergelassen haben.
4Meynieu, F. — Bordeaux. 1900
5Musikinstrumentenhändler, der eine Geigenmacherwerkstatt besitzt, die Ch. Résuche leitet.
7Mezzabotte (Mezzoboste), Domenico Giovanni Battista (?). — Brescia. 1720. 1765
8Ein Meister dieses Namens soll schon 1720 in Brescia gelebt haben. Einen einwandfreien Beleg dafür konnte ich bisher nicht finden, wohl aber bin ich geneigt, diesen Namen für ein Seitenstück zu »Acevo« und »Sapino« zu halten; mezzobusto heißt Bruststück, und wenn dieses Wort z. B. auf der inneren Decke gestanden hat, so mußte es nicht gerade den Namen des Verfertigers bezeichnen.
10Mezzadri, Alessandro. — Ferrara. 1690. 1732
11Er war, wie Citadella in seinen »Notizie relative a Ferrara« im Kapitel: »Musici, Organisti, Cantori e Comici« sagt, nur ein mittelmäßiger Geiger, aber ein trefflicher Geigenmacher. Seine Geigen gehen zwar auf Nicolas Amati zurück, sind aber oft unschön in der Form, die F-Löcher allzu nahe beisammen. Der Lack ist rötlichgelb oder braunrot und nicht schlecht. Der Name kommt in allen möglichen Verdrehungen vor, muß aber nach dem Zettel richtig Mezzadri heißen. Eine schöne Violine von ihm aus dem Jahre 1708 besitzt Hofkonzertmeister Prof. Carl Prill in Wien.
12Geigenzettel: Abb. 534.
14Mezzadri, Francesco. — Mailand. 1700. 1750
15Seine Arbeit ist gut, sein Lack sehr durchsichtig und von rötlicher Bernsteinfarbe.
16Geigenzettel: Francesco Mezzadri/fece in Milano 1749. (geschrieben).
18Mezzano, Frederico (Federigo). — Venedig. 1695
19Eine Taschengeige von ihm befindet sich in den kunsthistorischen Sammlungen des A. H. Kaiserhauses in Wien (Inv. Nr. 4071). Der Rücken zeigt Zickzackbänder von Elfenbein und Ebenholz; statt der Schnecke ist ein Mohrenköpfchen angebracht. Das feine Instrument ist 555 mm lang, 45 mm breit.
20Geigenzettel: Federico Mezzano fecit Venezia Anno 1695 (gedruckt).
22Mialfi, Juan. — ? 1769
23Wenig bekannter spanischer Lautenmacher.
25Miani. — Bologna. 1. Hälfte des 19. Jahrh.
26Die Geige, die ich mit diesem Namen sah, schien von Mirecourter Herkunft gewesen zu sein; vielleicht hat Miani Schachteln von dort bezogen und verarbeitet.
28Michael, Ferdinand. — Zallenfelde i. P. 1842
29Wahrscheinlich ein Musiker, der auch Geigen repariert hat.
30Geigenzettel: Repariert Ferd. Michael / Zallenfelde bei Pr.-Holland (geschrieben).
32Michaud. — Paris. 1788. 1789
33Er wohnte Rue Guérin-Boisseau, an der Ecke der Rue Saint-Denis. Mehr weiß auch Vidal von ihm nicht anzugeben.
35Michel, Alphonse, lebt in Paris
36Micheli, Giuseppe. — Gajato (Modena). 1884. 1894
37Unbedeutender modenesischer Geigenmacher vom Ausgang des 19. Jahrhunderts.
39Michelis, Peregrino (Pelegrino) di Zanetto. — Brescia. Geb. um 1520; soll 1603 noch gelebt haben
40Sohn und wohl auch Schüler Zanetto de Michelis'. Trefflicher Lauten- und Violenmacher. Er war jedenfalls, solange sein Vater lebte, also wenigstens bis 1561, bei diesem tätig, und Livi fand ihn nicht vor 1563 als »Magister a violinis« bezeichnet. Seine Söhne Giovanni (»Zuan«), geb. um 1565, und Baptistino, geb. um 1571, werden als »citherarii apud S. Franciscum« bezeichnet, haben also den väterlichen Beruf fortgesetzt, und wahrscheinlich hat dies auch sein jüngster Sohn Franceschino (geb. 18. Juni 1579, † 8. Juni 1615) getan. Eine wunderbare sechssaitige Baßviola von 1547 besitzt das Museum des Konservatoriums in Paris. In London war 1885 ein sehr schöner Tenor ausgestellt. Man kennt auch Lyren und Harfen usw. von ihm. Er wird gewöhnlich kurzweg Peregrino Zanetto genannt, und sein Name kommt sogar in Violinen vor, die schwerlich von ihm herrühren dürften. In den Urkunden wird er als »Magistro de instrumenti de sonar« oder »Magistro di cittere et lire« bezeichnet. Ein Violoncello von ihm aus dem Jahre 1600 (?) von gewöhnlicher Form wird in der Sammlung Correr in Venedig aufbewahrt. Er gehört zu den Meistern, deren Zettel mit Vorliebe und Unverstand gefälscht werden.
42Michelis, Zanetto1) de. — Brescia. Geb. um 1495 vermutlich in Montechiaro bei Brescia
43Man weiß nur, daß er Lauten und Zithern gemacht hat. In den Dokumenten wird er »Citharedus« genannt.
45Michelot, Jacques-Pierre. — Paris. 1760. 1800
46Geschätzter Lautenmacher. Von ihm befindet sich eine kleine Gitarre im Pariser Konservatorium (Nr. 1062). Er wohnte schon 1778 Rue Saint-Honoré Nr. 255 und hat vorzugsweise fünfsaitige Violen, Lauten, Mandolinen und Gitarren gemacht. Sein Lack verdient Lob. Seine Geschäftsempfehlung lautet: »renommé pour les guitares en bateau dont les avantages sont de réfléchir le son au dehors d'une manière plus sensible, et pour faire d'excellentes quintes et violons«.
47Geigenzettel: Abb. 527.
481) Dialektform für Gianetto.
Makers on this page
- Meynieu, F.
- Mezzabotte, Domenico Giovanni Battista (?)
- Mezzadri, Alessandro
- Mezzadri, Francesco
- Mezzano, Frederico (Federigo)
- Mialfi, Juan
- Michael, Ferdinand
- Micheli, Giuseppe
- Michelot, Jacques-Pierre
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