Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 34

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

57 lines. Read by computer on 3 September 2026. Printed page 30. See the scan on archive.org.

1Barbé, François. — Dijon
2Eine französische »Guitare droite« von ihm besitzt W. Heyers Musikhistorisches Museum in Köln, eine andere Baron de Léry.
3Geigenzettel: Faits par francois barbé / luthier breveté de la société / melophile d’avallon / à Dijon (geschr.).
5Barbé, J. — Avallon. Paris usw. Geb. in Mirecourt vor 1800, † 1868
6Auch Barbé père genannt. Geigenmacher und Kantinenwirt eines Regiments, mit dem er jeden Garnisonwechsel mitmachte. Seine Geigen sind handwerksmäßig ausgeführt, doch hat er mehrere gute Violincelli gebaut.
7Geigenzettel: Barbé d’Avallon (gedruckt).
9Barbella s. Naldi
11Barbey (Barbay). — Paris. 1746
12Besserer Geigenmacher, dessen Arbeiten nach Jacquets Meinung an die Klotz-Schule erinnern.
14Barbey, Guillaume. — Paris. 1717. 1719
15Geschickter Violenbauer, von dem sich eine sehr schöne Gamba von sechs Saiten im Museum des Konservatoriums in Brüssel (No. 226) mit geschnitztem Frauenköpfchen am Wirbelkasten befindet.
16Geigenzettel: Abb. 84.
18Barbezant (Barbazanton), Joseph. — Mirecourt. 1747
19Ein bisher nur von Jacquot erwähnter Geigenmacher.
21Barbier. — Bordeaux. 1774
22Er war der Hoflautenmacher des Prinzen Ferdinand. In der Sammlung des Barons de Léry befindet sich eine sehr schöne Gitarre von ihm.
24Barbieri, Francesco. — Mantua. 1695. 1750
25Seine Geigen erinnern an das Modell Andr. Guarneris, sind jedoch nicht sehr gut. Nach Vidal und Grillet soll er 1695 in Verona gearbeitet haben. In Instrumenten aus den Jahren 1698, 1740, 1750, die ich zu sehen Gelegenheit hatte, war stets Mantua als Wohnort angegeben, Valdrighi läßt ihn noch 1780 leben (Nr. 3665). Eine große fünfsaitige Baßgamba von ihm aus dem Jahre 1697 besitzt Alfr. Keil in Lissabon. Ein Pietro B. soll um 1750 gelebt haben.
27Barbieri, Giuseppe. — Poggio (Mantua). 1880
28Er stammt aus Medolla und war ein guter Geigenmacher und Reparateur.
30Barbieri (de Barberis), R. — Genua
31Mandolinenmacher.
33Barchaneck (Barchánek), Joseph Friedrich. — Ödenburg. Geb. 11. Febr. 1817 in Mezoun bei Tachlovic, † nach 1850
34Sohn des Schmiedemeisters Wenzel B. und der Franziska geb. Dobeš. Schüler von Joh. Kulik in Prag. Er war nicht ungeschickt, besonders gut waren seine Violoncelli, die jetzt gerne gut bezahlt werden.
35Geigenzettel: Joseph Friedr. Barchaneck / bürgerlicher/ Guitarre- u. Geigenmacher / in Ödenburg / A 1845 (gedruckt).
37Bardella s. Naldi
39Bargue, Isaac de. — Paris. 1579
40Wird als Luthier und Musikinstrumentenmacher erwähnt.
42Bargues. — Bordeaux. 1900
43Ein Instrumentenhändler mit Geigenmacherwerkstatt.
45Barnes, Robert. — London. 1765. 1794
46Schüler von Thomas Smith und Mitschüler von John Norris, mit dem er sich um 1765 verband. Es ist bisher nur ein einziges Cello bekannt, das die Namen beider trägt, aber dieses wird mit vieler Wahrscheinlichkeit als eine Arbeit von Aireton angesehen. Er wohnte zuerst in der Windmill Street und zog später mit seinem Genossen nach der Coventry Street. Einige nicht hervorragende Geigen tragen seinen Namen, doch scheint es wahr zu sein, daß er sich frühzeitig vom Geschäfte zurückgezogen hat. Er soll sich eine Farm in Hayes gekauft haben; gestorben ist er dort jedenfalls nicht, da Sandys und Forster die dortigen Kirchenbücher vergebens nach ihm durchforscht haben.
47Geigenzettel: Robert Barnes, violin maker / Windmill Street, Haymarket (gedruckt).
49Barnia, Fedele. — Venedig. 1760. 1780
50Er stammt aus Mailand und erinnert in seiner Arbeit auch ein wenig an die Mailänder Schule. Er war ein geschickter Meister, der nur zu oft handwerksmäßig gearbeitet hat. Seine Geigen sind daher von ungleichem Wert; am besten ist er dann, wenn er sich an gute Vorbilder hält; wo er originell ist, ist er auch unschön, um so mehr, als er kein Künstler im Schnitzen der Schnecken war und auf die Wahl des Holzes und die Einlagen keine Sorgfalt verwendete; nur bei seinen Mandolinen gab er sich bei der Einlegearbeit mehr Mühe, wie eine hübsche Theorbe in der Sammlung Gautier in Nizza beweist. Wenn Vidal die Jahreszahl 1715 liest, so scheint dies ein Fehler zu sein, es muß wohl 1775 heißen. De Piccolellis muß eine nach P. Guarneri gebaute Geige von ihm gekannt haben, da er es für möglich hält, daß er ein Schüler dieses Meisters gewesen sei, was ich nicht zugeben kann. Auch sein Lack, trotzdem er durchsichtig gelb ist, spricht dagegen.
51Geigenzettel: Fedele Barnia Milanese / fece in Venezia l’anno 1761 (gedruckt).
53Baroncini (Barontini?), Giuseppe. — Pistoja.
54Anfang 19. Jahrhundert
55Dr. J. Geyer in Budapest besitzt eine Violine von ihm mit länglichem Korpus und unschönen F-Löchern, mit dickem, breitem Rand, breiter Einlage und gelbem, etwas sprödem Lack. Sehr eigenartig ist die tiefgestochene Schnecke. Der Ton ist nur mittelmäßig.
56Geigenzettel: Baroncini Giuseppe / Pistoja 1 … (geschrieben).

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