Scan 340
Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922
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1Michels, H. — Königsberg i. Pr. 1875
2Sein Name kommt auf einigen Reparaturzetteln vor.
4Michiels, Egidius (frz. Gilles). — Brügge. Brüssel. 1755. † im Mai 1783
5Schon in Brügge war er Hoflautenmacher. In Brüssel finden wir ihn erst im Hofdienst, nachdem Henri Augustin Snoeck, der zum ersten Geiger der Hofkapelle ernannt wurde, sein Amt als Hoflautenmacher niedergelegt hatte. Eine Gitarre von ihm besitzt die Sammlung Snoeck (in Berlin).
6Geigenzettel: Egidius Michiels, Luthier / de la Cour à Bruges 1770 (gedruckt) und Abb. 539.
8Michonny, Michael. — Avenione (Avignon). 1743
9Trefflicher Geigenmacher, der ein großes, flaches Patron verwendete. Eine sehr schöne Geige dieses Meisters besaß der berühmte Violinist Pugnani.
10Geigenzettel: Michael Michonny fato / in Avenione anno 1743 (gedruckt).
12Micle (?), Gennaro. — Neapel. 1823
13Wird von Valdrighi (4309) als Gitarrenmacher erwähnt.
15Micollier. — Lyon. 1822
16Er war mit Alba verbunden, soll aber mehr Kaufmann als Geigenmacher gewesen sein.
17Geigenzettel: Réparé par Micollier / et Alba luthiers, place / Confort No. 12 à Lyon / 1822 (gedruckt).
19Middleton, H. S., lebte im 19. Jahrhundert in Providence (Rhode Island)
20Middleton, J. — Doven Post Office (South Gippsland, Australien). 1888
21Er machte einige interessante Versuche, Geigen aus australischem Orangenhölz herzustellen.
23Mier, J. — London. 1780. 1786
24Man kennt bis jetzt nur seinen Namen, aber keine Arbeiten von ihm.
26Migge, Otto. — Koblenz, London. Geb. 16. Juni 1857 in Koblenz, wo er 1885 ein Atelier für Kunstgeigenbau eröffnete
27Er ist Autodidakt, war ursprünglich Kaufmann, dann Eisenbahnbeamter und schrieb ein kleines Buch: »Das Geheimnis der berühmten italienischen Geigenbauer ergründet und erklärt von Otto Migge in Koblenz a. Rh.« (Frankfurt a. M. 1894, Gebr. Staudt, 80 Seiten, mit dem Porträt des Verfassers), das sehr verschiedene Beurteilung fand (z. B. Mus.-Instr.-Ztg. 1894/95 Nr. 6, De Wits Zeitschr. 1894, Nr. 6 [D. Hiller] usw.). Dagegen fanden seine Geigen mehrfache Anerkennung, so von Wilhelmj usw. Er ahmt die italienischen Meister nach den von ihm aufgestellten Grundsätzen nach und ist Ehrenmitglied des Konservatoriums in Barcelona. Ende der neunziger Jahre siedelte er nach London über.
29Migliai, Antonio. — Florenz. 1682. 1703
30Sohn des Michelangelo M. Er wohnte 1684 bei der Jesuitenkirche. Außer Cembali und Harfen hat er wahrscheinlich auch Lauten gemacht. Eine Arpanetta (Spitzharfe) von 1703 beistzt W. Heyers Musikhistorisches Museum in Köln. Näheres über diesen Meister teilt Konservator G. Kinsky in seinem trefflichen Katalog des genannten Museums, Bd. I, S. 246 mit.
31Geigenzettel: Antonius de Migliais Florentinus Fecit anno / 1703 (gedruckt).
33Mignard, Jean. — Troyes. 1662
34Geschickter Meister, von dem es wundervoll ausgeführte Taschengeigen gibt.
36Milani, Francesco. — Mailand. 1742
37Schüler von Lorenzo Guadagnini. Einer der sorgfältigsten Nachahmer Stradivaris unter den Mailändern.
39Milani (Milano), Giuseppe Carlo. — Mailand. 1769
40Er soll schon im Anfang des 18. Jahrhunderts vorkommen. Seine Geigen nähern sich dem Amatimodell.
42Milch, A. — Mainz. 1870. 1881
43Ein braver Geigenmacher, wenn auch gerade kein Künstler. 1881 übernahm der bis dahin in Magdeburg ansässige Gust. Günther aus Halle sein Geschäft.
45Milch, Louis. — Basel. 1883
46Wahrscheinlich mit dem Mainzer Geigenmacher verwandt oder identisch.
48Milella, Giuseppe, der Nachfolger Vitos, lebt als Geigenmacher in Lecce
49Milella, Vito. — Lecce. 1870. 1880
50Er galt seinerzeit für recht geschickt.
52Milhet. — Bayonne. 1820
53Geigen mit diesem Namen kommen ab und zu vor; sie sind von handwerksmäßiger Arbeit und haben gelbbraunen Lack.
55Millbach, Ig. — Prag. 1800
56Vielleicht ein Schüler von Joh. G. Hellmer. Eine schöne gelblackierte Violine von ihm besitzt Eman. Ed. Homolka in Prag.
58Mille. — Aix. 18. Jahrhundert
59Eine von ihm restaurierte Taschengeige befindet sich in Brüssel im Museum des Konservatoriums (Nr. 492).
61Miller. — London. Wohl vor 1750
62Es gibt Zettel mit diesem Namen, auf denen eine lange Geschäftsempfehlung steht. Ob dieser Miller aber selbst Geigenmacher war, ist sehr fraglich; dem Zettel nach dürfte er nur Händler gewesen sein. Er wohnte London Bridge und hatte das Ladenschild: »At the Citern«.
Makers on this page
- Michels, H.
- Michiels, Egidius (frz. Gilles)
- Michonny, Michael
- Micle, Gennaro
- Middleton, H. S.
- Middleton, J.
- Mier, J.
- Migge, Otto
- Migliai, Antonio
- Mignard, Jean
- Milani, Francesco
- Milani, Giuseppe Carlo
- Milch, A.
- Milella, Giuseppe
- Milella, Vito
- Millbach, Ig.
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