Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 341

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

54 lines. Read by computer on 3 September 2026. Printed page 337. See the scan on archive.org.

1Miller, Alexander. — St. Andrews. Geb. 1813 in St. Andrews, † das. 1877
2Er war ursprünglich Friseur, kam dann zu Thomas Hardie, der sein erster Lehrer im Geigenmachen wurde, und dann zu William Yoole. Er ahmte eine von Vuillaume nach Stradivari gemachte Geige nach.
4Miller, Andreas. — Riga. Geb. 8. (20.) Febr. 1853 in Upsil bei Walk (Livland), † 13. (26.) Nov. 1908 in Riga
5Er war Direktor einer Realschule und beschäftigte sich aus Liebhaberei theoretisch und praktisch mit dem Geigenbau. Außer Berechnungen und Zeichnungen für Geigenmodelle hat er etwa ein Dutzend Violinen und zwei Bratschen gemacht und sich auch viel mit der Bereitung von Geigenlack befaßt.
7Miller, George. — London. 1669
8Guter englischer Gambenbauer des 17. Jahrhunderts.
9Geigenzettel: George Miller, / Court Bishopsgate / London 1669 (gedruckt).
11Miller, John. — Dundee. Geb. in Erie (Orkney-Inseln) 18. Sept. 1861
12Von Hause aus war er Kunsttischler und verlegte sich erst 1897 auf die Geigenmacherei. Er hat seitdem etwa 30 Violinen nach Stradivari gemacht und verwendet Whitelaws roten Öllack. Seine Arbeit wird gelobt.
13Geigenzettel: John Miller / Dundee, 1898 (gedruckt).
15Milne, Patrick G. — Aberdeen. Geb. 30. Jan. 1873 in Aberdeen
16Ein hoffnungsvoller schottischer Geigenmacher, der nach Stradivari und Guarneri arbeitet. Er verwendet Öllack.
17Geigenzettel: Patrick G. Milne / Maker / Cults, Aberdeen. (gedruckt).
19Minelli, Giovanni. — Bologna. 1808. 1809
20Einer der vielen italienischen Geigenmacher, die keinen Teil an den Verdiensten ihrer großen Landsleute hatten, wenn sie auch deren Werke nachahmten.
22Minelli, Lorenzo. — Florenz. 1664
23Ein Lautenmacher, von dem man nicht viel mehr weiß, als daß er der Sohn eines Francesco M. war.
25Mingazzi, Luigi, lebt als Saiteninstrumentenmacher in Ravenna
27Minozzi, Matteo. — Bologna. 1767. 1769
28Ein wenig bekannter, aber doch recht geschickter Geigenmacher, von dem der akad. Zeichenlehrer und Organist Oswald Bogs in Bromberg eine Violine vom Jahre 1767, mit prächtigem, glanzvollem Ton besitzt. De Piccolellis gibt nur den Namen, P. de Wit nur seinen Zettel: Matteo Minozzi / F. Bon. 1769 (gedr.).
30Miquel. — Mirecourt
31Eine alte Bogenmacherfamilie, von der A. Jacquot die folgenden nennt:
32Claude 1764,
33Jean-Claude 1776,
34Jean-Nicolas 1778. 1787
35und Nicolas-M. 1765.
37Miquel, Emile. — Mirecourt. Geb. 1851, † 1911
38Guter Bogenfabrikant. Sein Sohn, geb. 1889, ist sein Schüler und Nachfolger.
40Miraucourt, Claude. — Verdun. 1741. 1749
41Wahrscheinlich ein Bruder oder Sohn von Joseph M. Eine fünfsaitige Viola von ihm mit einem lorbeerbekränzten Frauenköpfchen am Wirbelkasten war 1889 in Paris ausgestellt und gehört A. Jacquot. Eine Viola von 1749 besaß ein Musiker in Straßburg.
42Geigenzettel: Claude Miraucourt à Verdun / 1741. (geschrieben).
44Miraucourt, Joseph. — Verdun. 1736. 1749
45Als Violenmacher war er recht geschätzt. Musiklehrer Himmel in Lahr besaß 1861 ein sehr gutes Violoncello von 1743 von ihm, ein gleiches aus demselben Jahre Romer in Freiburg.
46Geigenzettel: à Verdun par / Joseph Miraucourt / 1740 (gedruckt).
48Miremont, Claude-Augustin. — New York Paris. Geb. 1827 in Mirecourt, † in Pontorson Ende 1887
49Schüler seines Vaters Sébastien M. und von C. N. Collin Menzin; kam 1844 nach Paris, wo er zunächst an verschiedenen Stellen als Gehilfe arbeitete. Er wanderte 1852 nach Amerika aus und ließ sich in New York als Geigenmacher nieder, kehrte aber 1861 wieder nach Paris zurück und eröffnete seine Werkstatt in der Rue du Faubourg-Poissonnière. Er kopierte trefflich Jos. Guarnerius, Stradivari, Gagliano und Klotz und gehört zu den besten Parisern des 19. Jahrhunderts. Geigen von ihm werden schon jetzt recht hoch bezahlt. Seine Versuche, den Ton der Instrumente durch Einsetzen eines zweiten Stimmstocks zu erhöhen, müssen jedoch als mißglückt bezeichnet werden. Er erhielt eine ganze Reihe von Medaillen usw. Er ist auch ein trefflicher Bogenmacher gewesen. Im Jahre 1884 zog er sich vom Geschäft zurück und ließ sich in Belleville und dann in Pontorson nieder. Am besten glückten ihm Violoncelli; an diesen waren die Umrißlinien und die F-Löcher besonders schwungvoll. Sein Lack war gewöhnlich orangerot.
50Geigenzettel: Expositions universelles de 1853-55-62-67 Quatre premiers prix. / C. A. Miremont. Breveté S. G. D. G. / A. M. Paris an 1875 A. Miremont. (gedruckt). und Abb. 543.
52Miremont, Sébastien. — Mirecourt. Geb. um 1806. Lebte noch 1842
53Ein gewöhnlicher Mirecourter Geigenmacher, wie es viele gibt.

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