Scan 347
Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922
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1Arbeiten rechtfertigen diesen Ruhm vollkommen. Um 1540 war er noch in Mantua (vgl. Bertolotti, S. 35), 1550 aber in Venedig. Eine wahrscheinlich umgearbeitete Geige von ihm aus der Sammlung Snoeck (Nr. 507) in Berlin hat doppelte Einlage, am Wirbelkasten ein Schalknarrenköpfchen und rotbraunen Lack. Die jetzt öfter im Handel vorkommenden Arbeiten von ihm sind wohl ausnahmslos Fälschungen.
2Geigenzettel: Morglato Morella / Mantuae 1545 (gedruckt) und Abb. 537.
4Morello s. Odani
6Moretti, Antonio. — Mailand. 1730
7Es gibt Mandolinen und Lauten von ihm, die jedoch nur von mittelmäßiger Ausführung sind.
9Morgan, James. — Kincardine, Edinburgh.
10Geb. in Kincardine-on-Forth 1839
11Ein Kunsttischler, der auch einige gute Geigen nach Stradivari gemacht hat. Er schreibt nur seinen Namen und die Jahreszahl in das Innere seiner Arbeiten.
13Morgenroth & Harras. — Gehren (Thüringen).
141895
15Eine Fabrikfirma, die inzwischen wieder erloschen sein soll. Sie stellte 1895 in Lübeck »Konzertgeigen« aus.
17Mori Costa s. Costa.
19Morin. — Laval. 1912
20Er wird als »Luthier« bezeichnet.
22Moritz, Alfred. — Dresden. 1897
23Er stellte Instrumente in Brüssel aus und erhielt eine Medaille.
25Morlet, Nicolas. — Mirecourt(?). 19. Jahrh.
26Seine Geigen sind ganz im Stile von Nicolas ainé gehalten und hellfarbig oder braun lackiert.
28Morley, lebt in London als Gitarren- und Stuhlhafenmacher
30Morlot, Nicolas. — Paris. 1830
31Schüler von Didier Nicolas l’ainé, dem er nicht nur die Arbeit, sondern auch den Werkstattnamen »à la ville de Cremonae (sic)« nachmachte.
33Moro (Mauro), Bartolo (Bartolommeo). — Padua. 1678
34Er gehörte der Paduaner Lautenmacherinnung an und erscheint auf dem von Giovanni Railich ausgestellten Lehrbrief des Mathias Klotz als Zeuge.
36Morona, Antonio. — Isola bei Capo d’Istria. 1731
37Ein Geistlicher, von dem man eine Viola di Gamba kennt. Merkwürdigerweise wird gerade sein Name bei Fälschungen häufig missbraucht; man hat sogar seinen Zettel, der nur geschrieben war, gedruckt, aber stets die gleiche Jahreszahl beibehalten.
38Geigenzettel: Presbyter Ant. Morona / Insulanus ex Istria fecit 1731. (gedruckt).
40Morrand, Pierre. — Mirecourt. 1751. 1753
41Kommt als Luthier in den Akten vor.
43Morris, John. — Bath. 1819
44Wenig bekannter, englischer Geigenbauer, von dem in der Londoner Music Loan Exhibition 1904 eine Violine aus dem Besitze von J. T. Chapman ausgestellt war.
46Morrison, Archibald. — Glasgow. Geb. 6. Okt. 1820 in Falkirk, † 1895 in Glasgow
47Er war der Sohn eines blinden Geigers und selbst ein tüchtiger Geiger. Nach mancherlei Berufswechsel wurde er Geigenmacher, arbeitete eine Zeitlang für Alexander Mann (1860) und eröffnete 1865 seine eigene Werkstatt. Seine ersten Violinen sind nach Amati und Stradivari, später auch nach Guarneri gemacht; sie sind keine Meisterwerke, aber ziemlich gut im Ton.
48Geigenzettel: Archibald Morrison, / Maker / Glasgow 1870 (gedruckt).
50Morrison, James. — Dunfermline. Geb. 1827 in Dunfermline
51Ursprünglich Arbeiter in einer Weberei, beschäftigte er sich mit dem Geigenmachen und hat eine Anzahl guter Violinen nach Stradivari gemacht, wobei er roten Öllack verwendete.
52Geigenzettel: James Morrison Maker / Dunfermline 1892 (gedruckt).
54Morrison, John. — London. Geb. um 1760, † um 1833
55Er hatte einen kleinen Laden erst in der Princess Street, Soho, 1819 in Shadwell und zuletzt in Little Turnstile, Holborn. Seine Geigen sind oft von sehr handwerksmäßiger Ausführung, einzelne aber hübsch ausgestattet mit doppelter Einlage und Perlmutter- und Ebenholzverzierungen. Der Lack ist von rötlicher Farbe und schlecht. Er arbeitete zumeist für Geigenhandlungen, die keine Gehilfen beschäftigten und durch ihn die vorkommenden Flickarbeiten ausführen ließen.
57Morselli, Arturo. — Quistello. 1862
58Er hat einige Bässe gemacht, die nicht schlecht sind.
60Mosca-Cavelli, C. — Rom oder Padua(?). 1726
61Es soll kleine Lauten mit seinem Zettel geben. Bei Valdrighi (3549) wird seine Name aufgeführt.
63Mosca-Cavelli, Martino. 1608
64In einer Laute der Sammlung Claudius in Kopenhagen findet sich auf der Innenseite der Decke die unsicher lesbare Inschrift: Martino Mosca / Caveli fece ào 1608 / e revisto . . . . (geschrieben).
66Mosch, Johann Traugott. — Borstendorf. Geb. 9. Sept. 1736, † 30. Juli 1781
67Vielleicht ein Schüler von Sam. Hunger, dem seine Arbeit nahesteht. Da er in den Akten als »Erbgärtner« bezeichnet wird, scheint er Lauten und Geigen nur in
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