Scan 348
Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922
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1seinen freien Stunden und im Winter gemacht zu haben. Eine Viola pomposa von ihm besitzt W. Heyers Musikhistorisches Museum in Köln (Nr. 921).
2Geigenzettel: Johann Traugott Mosch / machte mich in Borstendorf / bey Augusteburg. 1774 (gedruckt).
4Moser, Georg. — Schwaz i. Tirol. Geb. um 1774, † 25. Aug. 1822
5Sein Name kommt wiederholt in Geigen von Mittenwalder Aussehen vor. Im Schwazer Totenbuch wird er als »Musik-Instrumental Händler« bezeichnet. Er scheint die Geigen also nicht selbst gemacht zu haben.
7Mossen, P. P. — Chicago
8Er erhielt 1895 ein Patent auf eine neuartige Geige, von der man jedoch nichts weiter gehört hat.
10Mosto, Bernardin. — Prag. 1618. 1624
11Er war der Nachfolger von Erasmus Habermehl als Hofinstrumentarius und gleichzeitig Musiker. Im Jahre 1618 erwarb er das Bürgerrecht auf der Kleinseite und kaufte am 24. November 1624 das Haus »beim silbernen Bär« in der Michálská ulice für 1379 Schock böhmische Groschen.
13Mott, J. H. R. — London. 1817
14Erfinder des »Sostenente Pianoforte« — eines Klaviers mit Streichinstrumentenklang.
16Motte s. Mohte, J. G.
17Mouchi s. Demouchi
19Mougenot. — Mirecourt
20Eine alte Geigenmacherfamilie, die ihren Stammbaum auf Nicolas le Viel M. zurückführen kann, der schon 1681 als »der Alte« bezeichnet wird. Gleichzeitig kommen Nicolas le Jeune M., ferner ein Anthoine, zwei Dominique und ein Didier M. vor. Von drei François M. starb der Ältere 1700, der Jüngere 1738, während der Jüngste noch bis 1780 tätig war.
22Mougenot. — Rouen. 1763. 1770
23Wahrscheinlich aus Mirecourt stammend. Seine Arbeit ist durchweg mittelmäßig, doch verwendete er manchmal gutes Tonholz.
24Geigenzettel: Abb. 533.
26Mougenot. — Besançon. 1809
27Eine Arbeit von ihm besitzt Baron de Léry.
29Mougenot, Georges. — Lüttich, Brüssel. Geb. 23. Juni 1843 in Mirecourt
30Schüler von Deroux père, ging zu N. Darche nach Aachen und im Jahre 1858 zu seinem Oheim Victor Jeandel nach Lüttich. Nach dem Tode seines Oheims im Jahre 1860 machte er sich selbständig; im Jahre 1875 übernahm er N. F. Vuillaumes Werkstatt in Brüssel und wird wegen seiner guten Arbeiten sehr geschätzt. Er ahmte Stradivari und Guarneri nach und verwendete braunroten und goldroten Lack. Nach seiner Meinung läßt sich der Ton der Streichinstrumente durch vermehrten Saitendruck erhöhen, weshalb er eine besondere Drucksaita (Corde de pression) erfand, die, unter dem Griffbrette laufend, auf dem Stege eine besondere Auflagestelle findet und bis zum Kopf des Saitenhalters geht, wo sie nach Bedarf gespannt werden kann. Die Erfindung steht im Werte etwa der Sprenger-schen Torschraube gleich. — Er verfaßte eine Beschreibung der Stradivarigeige »Merkur«. Er besitzt viele Medaillen und ist Ritter des Leopoldsordens und Geigenmacher des Kgl. Konservatoriums. Außer seinem gedruckten Zettel enthält jede Geige noch sein Autograph. Im Jahre 1910 übergab er seine Werkstatt seinem Schüler Maurice Bourgignon.
31Geigenzettel: Abb. 530 und 555.
33Mougenot, Léon. — Mirecourt. Geb. 17. Okt. 1874
34Einer der besten Mirecourter Geigenmacher der Gegenwart, dem es sehr zustatten kam, daß er während seiner Wanderjahre bei den besten Meistern in Lyon, Paris und London gearbeitet hatte.
35Geigenzettel: Léon Mougenot Gauché / ex ouvrier des I es Maisons de / Bruxelles, Lyon, Paris, Londres. mit Signet. (gedruckt).
37Mougenot, P. — Mirecourt. 1897
38Seine Geigen tragen die Marken »J. Derazey« und »D. Nicolas ainé«.
40Mougnet. — Lyon. 1811
41Er ist nur als Erfinder einer Lyragitarre bekannt geworden.
43Mouls, W. J. — 1840
44Wenig bekannter englischer Geigenmacher, der nicht ungeschickt war.
46Mousset, Jean Baptiste. — Mirecourt. 1788
47Bogenmacher.
49Mouton. — Paris. 1889
50Ein geschickter Geigenmacher, der jedoch nicht selbständig aufgetreten ist, sondern für größere Firmen arbeitet.
52Moya, Hidalgo. — Aylestone, Leicester. 1891. 1914
53Er stellte ein neues akustisches System für den Geigenbau auf und verkauft nach diesem System gebaute Geigen, an denen oft das Fehlen der F-Löcher in der Decke besonders auffällt. Der Ton seiner Geigen wurde von bedeutenden Geigern gelobt und Moya selbst hat durch Wort und Schrift alles getan, was möglich war, seine Geigen einzuführen.
54Geigenzettel: Hidalgo Moya Ratis ad Gloriam dei Fecit. (gedruckt).
56Moyns (Moens), Simon. — Antwerpen. 1540. 1557
57Ein Instrumentenmacher, der besonders als Klavezmacher gerühmt, aber auch als Lautenmacher bezeichnet wird.
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