Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 35

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

47 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 31. See the scan on archive.org.

1Baroncini, Micehle, lebte in Lodi
3Baroux. — Paris. 1830
4Enkel des Mirecourter Bogenmachers Charles B. Er wohnte in der Rue du Petit-Carreau Nr. 57 und ist wie sein Großvater nur als tüchtiger Bogenmacher bekannt.
6Baroux, Charles. — Mirecourt. 1770. † 1773
7Ein Geigenmacher, der wahrscheinlich schon sehr jung gestorben ist.
9Barrata-Ementoli (?). — Padua. 17. Jahrh. (?)
10Er soll gute Archilauten gemacht haben und wird auch von Valdrighi (3934) aufgezählt.
12Barrett, John. — London (Piccadilly). 1714. 1740
13Wahrscheinlich ein Schüler des gleichen Meisters wie N. Cross. Er verwendete ein längliches, hochgewölbtes Modell, das mehr an Stainer wie an Amati erinnert. Statt der Einlage zeichnete er am Rande Linien ein. Der Lack, den er verwendete, dürfte gelb gewesen sein, ist aber stark ins Bräunliche nachgedunkelt. Der Ton ist edel, wenn auch nicht groß, die Arbeit gut, aber gewöhnlich. Von ihm sind zweierlei Zettel bekannt; der ältere einfach gedruckt, der spätere zeigt noch eine gekrönte Lyra. Eine Violine von 1740 besitzt J. T. Chapman. Um 1731 kommt auch ein Thomas Barrett vor.
14Geigenzettel: John Barrett, at the Harp and Crown / in Pickadilly, 1722 (gedruckt). — Made by John Barrett, at yc Harp / & Crown in Pickadilly, London 1731 (gedruckt).
16Barrière. — Cherbourg. 1886
17Ein Musikinstrumentenmacher, der sowohl Klaviere als Geigen verfertigte.
19Barry. — London (?)
20Die Inschrift einer englischen Gitarre der Sammlung Snoeck (Nr. 326) lautet: Light Invent. Barry maker. Danach scheint Edv. Light die von ihm erfundenen Instrumente nicht selbst gemacht zu haben; der Verfertiger Barry kann jedoch nicht mit Sicherheit festgestellt werden.
22Bartak, Franz. — Znaim. 1895. 1898
23Ein Instrumentenmacher, der sich vorübergehend in Znaim aufhielt.
24Geigenzettel: Franz Bartak / Instrumentenmacher / Oberer Platz Nr 10 in Znaim (gedruckt).
26Bartek, Eduard. — Budapest. Geb. 1852, † 1883
27Erst Schüler von Al. Engleder, arbeitete er später bei G. Nemessányi, Thomas Zach und Gabriel Lemböck und erlangte bei großer Begabung hier eine allseitige künstlerische Ausbildung. Kaum zwanzig Jahre alt, eröffnete er in Budapest seine eigene Werkstatt und erhielt 1878 auf der Pariser Ausstellung für nach Stradivari und Guarneri gebaute Geigen einen ersten Preis.
28Da er sehr arm war, mußte er sein Leben hauptsächlich mit Flickarbeiten fristen, weshalb es nur wenige Geigen von ihm gibt, die wenigen aber sind durchweg Meisterwerke. Im Jahre 1883 verfiel er in Geistesnacht und starb bald darauf. Sein früher Tod war ein Verlust für die Geiger in Ungarn.
29Geigenzettel: Eduard Bartek fecit / Pestini Anno 1878 (geschrieben).
31Bartelmo s. Schuster
33Barth, Ludwig. — München. Geb. 26. März 1875
34Schüler von Gius. Fiorini, bei dem er von 1889—1892 lernte. Nachdem er dann noch zwei Jahre lang in Köln und Frankfurt a. M. gearbeitet hat, machte er sich i. J. 1894 in München selbständig. Er ist ein gesuchter und geschickter Reparateur und hat sich auch im Neubau schon trefflich bewährt. In Verbindung mit seinem Sohne begründete er unter der Firma »I. Münchener Geigenindustrie« eine große Werkstatt mit elektrischem Betrieb.
36Barthell, Emil. — Basel. 1888
37Arbeitete bei Gebr. Hug.
39Barthoff s. Bairhoff
41Bartl (Partl, Pärtl), Andre Nikolaus. — Wien. Geb. um 1682, † 5. Aug. 1762
42Er soll der Sohn eines Christoph P. gewesen sein und wohnte im »Wübmer Viertel«. Am 4. Juni 1703 legte er den Bürgereid ab und kommt in den Steuerbüchern bis 1763 vor. Seine Werkstatt übernahm sein Schwiegersohn Maximilian Roiß. Andre N. B. war ein geschickter Lautenmacher, von dem auf der Wiener Musikausstellung recht gute Arbeiten zu sehen waren. Seine Geigen haben schöne Form, wenn sie auch oft zu hoch gewölbt sind. Die F-Löcher sind ohne Schwung, dagegen ist die Schnecke (Ahornholz) recht hübsch. Er verwendete einen fetten gelben oder roten Lack, den er, im Gegensatz zu den übrigen Mitgliedern seiner Familie, unmittelbar auf das reine Holz auftrug, so daß er auch heute noch ein schönes Feuer hat. Er schrieb seinen Namen abwechselnd mit B oder P, in allen Urkunden herrscht jedoch die richtigere Schreibweise Bartl vor. Für seine Geigen werden jetzt gute Preise bezahlt.
43Geigenzettel: Andreas Nicolaus Partl / me fecit Viennae 1757 (gedruckt) und Abb. 45.
45Bartl (Partl), Christian Franz. — Wien. Geb. um 1739, † 9. Jan. 1807
46Er wohnte im Schottenviertel, Seizerhofgässel, und legte am 23. Januar 1768 den Bürgereid ab. In den Steuerbüchern von 1769—1787 erscheint er als »Neubesteuerter«, d. h. als Begründer seines Geschäftes. Er gehört zu den unbedeutendsten Geigenmachern der Wiener Schule, arbeitete so sorglos und hatte einen so undurchsichtigen, umbrabraunen Lack, daß er bei den älteren Wiener Geigenmachern den Spitznamen »Saupartl« bekam. Seine Violinen und Violen sind oft ohne Einlagen, im Innern fehlt meistens die Bereifung, und

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