Scan 350
Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922
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11855 begann, sich mit dem Geigenbau zu beschäftigen. Im Jahre 1867 verkaufte er seine Güter, zog nach Riga und 1871 nach Stuttgart, wo er bis zu seinem Tode verblieb. Er hat über 20 Violinen, 2 Bratschen und 2 Violoncelli gebaut, die er an mittellose Musiker verschenkte, bis auf eine, die sein Neffe W. v. Kuhlmann in Berlin besitzt.
2Geigenzettel: C. F. Müller auf Solitude unweit Riga / 1871 (gedruckt).
4Müller, Konrad. — Nürnberg. 1520
5Einer der weniger bekannten Nürnberger Lautenmacher, von dem sich eine hübsche, reichgeschnitzte Taschengeige erhalten hat, die dem dänischen Nationalmuseum gehört und jetzt im Kopenhagener Musikhistorischen Museum (Nr. 363) aufbewahrt wird.
6Geigenzettel: Conradus Muller, 1520 (gedruckt).
8Müller, Laux. — ?
9Im Verzeichnis der Raymund Fuggerschen Kunstkammer (vom Jahre 1566) wird unter Nr. 79 »Eine alte gute Lauten von Laux Müller« aufgezählt. Vgl. Stockbauer, Kunstbestr. unter Alb. V. und Wilh. V. S. 83. Vielleicht ist Laux Maler (Maller) damit gemeint.
11Müller, Richard Paul. — Geb. 22. Dez. 1872 und
12Müller, Wilhelm August. — Geb. 8. März 1859, leben als Geigenmacher in Markneukirchen
14Munir, Francisco. — Malaga
15Eine spanische Gitarre von ihm besitzt C. Claudius in Kopenhagen.
16Geigenzettel: Por Francisco Munir. / Calle de Carceterie num. 46 (gedruckt).
18Muntzer (Müntzer), Cuntz. — Würzburg. Um 1530
19Ein Lautenmacher, der im ersten Drittel des 16. Jahrhunderts im Bastheimer Viertel wohnte und mit 80 Gulden Vermögen zur Steuer veranlagt war (Akt 1109 im Würzburger städt. Archiv).
21Muratori, Rocco. — Padua 1704
22Ein sehr originell gearbeiteter Kontrabaß, wahrscheinlich die Arbeit eines Liebhabers, befindet sich in der Sammlung alter Musikinstrumente des Kunsthist. Museums in Wien.
23Geigenzettel: Rochus Muratoribus / Patauinus Delectans / Opus. 1704. (geschrieben).
25Murdoch, Alexander. — Aberdeen. Geb. 1815 in Glenbucket, Strathdon, † 1891
26Er begann erst 1852 Geigen zu machen und war sehr oberflächlich und ungenau in der Arbeit. Dabei nahm er das nächstbeste Holz und war auch in bezug auf die Umrisse und die F-Löcher ohne Schönheitssinn.
27In manchen Einzelheiten erinnern seine Geigen an Hardie und Rudiman; sie sind hochgewölbt und gehen auf ein Amatimodell zurück. Seinen Namen pflegte er auch einzubrennen.
28Geigenzettel: Alex. Murdoch, / Aberdeen 1860 (gedr.).
30Murray, David. — Gorebridge. Geb. 30. Dez. 1850 in Greeburn
31Ein Geiger und Musiklehrer, der aus Liebhaberei Geigen macht und darin schöne Erfolge erzielt. Er hat bereits über 50 Geigen nach Stradivari und Guarneri gemacht und verwendet Whitelaws Öllack.
32Geigenzettel: David Murray / Maker / Gorebridge, 1897 (gedruckt).
34Murray, James. — Dumfries. Geb. 11. Juli 1857 in Lockerbie
35Ein Eisenbahnbeamter, der aus Liebhaberei einige Dutzend Violinen nach Alexander Hardie und später nach dem Guarnerimodell gemacht hat. Die Arbeit ist nicht schlecht, aber der magere, gelbe Lack läßt zu wünschen übrig.
36Geigenzettel: James Murray / Maker / Milldamhead, Dumfries / October 15, 1897. (gedruckt).
38Murray, John Brown. — Clarebrand, Castle Douglas. Geb. Mai 1849 in Ringanwhey
39Ein schottischer Geigenmacher, der Stradivari nachahmt. Obwohl er nur wenige, primitive Werkzeuge benutzt, ist seine Arbeit recht sauber.
40Geigenzettel: J. B. Murray / Clarebrand / 1895 (gedr.).
42Murtzinos, Demetrios, lebt seit mehr als 20 Jahren als Gitarren- und Mandolinenmacher in Athen
44Muschke (Muška), Johann. — Frankfurt a. M. Geb. in Iglau (Mähren) 1841
45Schüler von Jak. Krampera. Nachdem er bei Lorisch in Znaim, Engleder in München und Hartmann in Frankfurt gearbeitet hatte, eröffnete er 1867 seine eigene Werkstatt und beschäftigt sich vorzugsweise mit Reparaturen. Er verwendet Spiritus- und Öllack, gilt als geschickter Geigenmacher und Kenner und wurde als solcher auch zum Vorsitzenden des Prüfungsausschusses in Wiesbaden erwählt.
47Muschl (Muschel), Joh. Joseph. — Prag. Geb. um 1744, † zwischen 1789/1790
48Er ist möglicherweise mit jenem »Josef Michl« identisch, dem Jos. J. Edlinger seine Werkstatt und 200 fl. vermachte, damit er Geigenmacher werde, und vielleicht ein natürlicher Sohn Edlingers. Wessen Schüler er war, ist nicht bekannt, wahrscheinlich aber lernte er bei einem Prager Meister. Auch in München scheint er gearbeitet zu haben. In Prag ist er seit mindestens 1775 nachzuweisen. Seine Frau Rosalia Fritz (Fritsch) (1760, † 1836) betrieb ein sogenanntes Greislergeschäft.
49Geigenzettel: Johann Joseph Muschl / fecit Praga Ao 1775 (gedruckt) und Abb. 522.
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