Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 351

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

48 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 347. See the scan on archive.org.

1Musnier, Joseph. — Metz. 1789
2Unbedeutender französischer Geigenmacher, den man bisher nur als Reparateur kennt.
3Geigenzettel: Réparé par Joseph Musnier Maître / Luthier à l'envi de la basse restant sur / la place d'armes à coté de la maison de ville / à Metz 1789. (gedruckt).
5Muzio, Francesco di. — Chieti. 1830. 1838
6Er soll ein tüchtiger Musiker gewesen sein und hat aus Liebhaberei einige Geigen gemacht, die bei aller Unbeholfenheit der Arbeit recht gut klingen. Das Deckenholz ist gut, doch scheint er sich kein Ahornholz zu verschaffen gewußt haben, deshalb nahm er Buchenholz zum Boden. Auch der Lack läßt sehr viel zu wünschen übrig.
7Geigenzettel: M(aestro?) Francesco di Muzio / ha fatto questo violino / nell anno 1836 in Chieti (geschrieben).
9Muzzarelli, Demetrio. — Ospedaletto. 1880
10Handwerksmäßig arbeitender modenesischer Geigenmacher aus dem letzten Drittel des 19. Jahrhunderts.
12Nacquard, Jean-Nicolas. — Straßburg. 1737
13A. Jacquot weiß von ihm nur, daß er im Juni 1737 Mirecourt verließ, um sich in Straßburg niederzulassen.
15Naderman (Nadermann), Jean-Henri. — Paris. 1772. † um 1800
16Er war geschworener Meister der Pariser Lautenmacherzunft für 1774 und 1776 Syndikus, doch ist er hauptsächlich als ausgezeichneter Harfenbauer bekannt. Eine schöne Harfe mit der Inschrift: »Harpe à la Krumpholtz. Inventé et faite Sous les yeux de Mr. Krumpholtz et la Première que Existe Dans ce genre. Exécuté Par H. Nadermann à Paris 1785« besitzt das öst. Museum für Kunst und Industrie in Wien. Das Pariser Konservatorium bewahrt die 1780 von ihm gemachte Harfe der Königin Maria Antoinette. Er machte auch die von van Hecke 1773 erfundene zwölf-saitige Gitarre, die unter dem Namen »Bissex« bekannt war. Nach seinem Tode setzte die Witwe mit dem Sohne das Geschäft in der Rue de la Loi fort. — Sein Sohn François Joseph N., geb. 1773, † 1833, der sich auch als geschmackvoller Komponist und Professor am Konservatorium einen Namen erwarb, war ebenfalls seinerzeit sehr berühmt. Auch der jüngere Sohn Henri N., geb. 1780, zeichnete sich in gleicher Weise aus. Eine schöne Pedalharfe von Jean Henri N. befindet sich im Wittumpalais in Weimar.
17Geigenzettel: JH. Naderman / Mre Luthier, Facteur de Harpe ordinaire du / service de la Reine. Rue d'Argenteuil Butte / St. Roche. à Paris 1785 (gedr.).
19Nadotti, Giuseppe. — Piacenza. 1757. 1789
20Ein Meister, der aus einer guten Schule hervorgegangen sein muß. Er verwandte verschiedene Modelle — besonders das der Amati — und einen guten, gelben oder gelbroten Lack. Auch seine Schnecken sind sauber gearbeitet, der Ton fast immer gut. Eine Violine von ihm war 1881 in Mailand ausgestellt. Valdrighi liest den Namen »Mandotti« (No. 1933).
21Geigenzettel: Ioseph Nadotti Fecit / Placentiae 1789. (gedruckt). — Joseph Nadotti / Placentie 1762 (gedr.).
23Nägelin (Nägele, Nägeli), Konrad. — Konstanz. 1797. 1830
24Als »Konrad Nägele, Geigenmacher« erscheint er im Konstanzer Bürgerbuch bei seiner am 31. Juni 1797 erfolgten Aufnahme als Bürger, wofür er 106 fl. bezahlte. Im darauffolgenden Jahre erwarb er das Haus »Zum roten Goggelhahn« (heute Weßenbergstraße Nr. 35). Er muß nach 1830 gestorben sein, da seine Tochter Maria sein Haus zwischen 1832—1834 erbte. Seine Arbeit sieht der von Wagner nicht unähnlich. Eine ziemlich gute Violine von ihm befindet sich im Germanischen Museum in Nürnberg. Auch sollen noch verschiedene Bässe von ihm in Kirchen des Bodenseekreises vorhanden sein. Er gebrauchte gedruckte und gestochene Zettel.
25Geigenzettel: Conrad Nägelin, Geigenmacher in Konstanz (gedruckt) und Abb. 566 (Kupferstich).
27Naese, Gustav. — Dresden. 1873. † 25. Jan. 1899
28Er war als Geigenmacher nicht ungeschickt, doch lag seine Hauptbedeutung im Instrumentenhandel.
30Näsler. — Fraustadt. 17./18. Jahrhundert
31In einer alten Gamba, die vor vielen Jahren der Buchdrucker Streusand in Brätz besaß, fand sich dieser Name, der mir sonst nirgends mehr begegnet ist.
33Nafissi, Carlo. — Gubbio. 1867
34Die wenigen Geigen, die ich mit diesem Namen zu sehen bekam, waren von ganz gewöhnlicher Art und sahen wie die Arbeiten eines Dilettanten aus.
36Naglstetter, Sebastian. — Salzburg. 1586
37Er soll auch Lauten gemacht haben, doch wird er im Salzburger Bürgerbuch nur als »Saitenmacher aus Pfarrkirchen« aufgeführt.
39Nagy, Franz. — Budapest. 1840. 1847
40Seine Werkstatt ging 1847 auf Josef Schunda über.
41Geigenzettel: Franz Nagy / Lauten- und Geigenmacher / in Pest 184. (gedruckt).
43Nagy, Johannes. — Budapest. 1797. 1807
44Einer der ältesten Geigenmacher magyarischer Abstammung, während die meisten Geigenmacher in Ungarn während des 18. Jahrhunderts bekanntlich Deutsche oder Eingewanderte gewesen sind. Er ahmte gelegentlich das Magginimodell in freier Weise nach, soll aber nach Dr. Geyer der Leebschule nahestehen.
46Nagy, Joseph. — Budapest. † 1850
47Er soll nur wenig neue Geigen gebaut haben; am besten gelangen ihm Violen.

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