Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 356

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

47 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 352. See the scan on archive.org.

1Meister. Im Oktober 1893 eröffnete er in der Rue Manton-Duvenest Nr. 5 seine Werkstatt; er macht hauptsächlich Nachahmungen von Stradivaris»Messias« und verwendet Öllack.
2Geigenzettel: Abb. 564.
4Newton, Isaak. — London. Geb. um 1750, † 1825
5Wahrscheinlich ein Sohn von Thomas N. Er konnte recht gute Geigen machen; sein Lack ist dagegen ganz schlecht und von schmutzig gelber Farbe, deshalb hat Betts die Geigen, die er von ihm machen ließ, wohlweislich stets selbst lackiert.
7Newton, Thomas. — London. 1746
8Er arbeitete recht sauber in deutschem Stil, nur sein Schellackfurnis ist arm und farblos, aber immer noch besser als der von Isaak N.
9Geigenzettel: Thos. Newton in Southampton Street / Covent Garden 1746 (geschrieben).
11Newton, W. E. — London (?). 1854
12Vielleicht ein Enkel von Thomas N. Er ist nur dadurch bekannt, daß er eine Trompetengeige erfand und in England patentieren ließ, die ähnlich wie die von Hell in Wien gleichzeitig als Geige und als Trompete zu brauchen war.
14Nézot. — Paris (?). 1730. 1760
15Constant Pierre lobt seine Violen; mir war es nicht möglich, ein selbständiges Werk von ihm kennen zu lernen, nur Reparaturen, so im Museum des Pariser Konservatoriums (Nr. 139) und in der Sammlung Snoeck (Nr. 463 »Violetta piccola«).
17Nickel (Niggel, Nikel, Nickl), Sebastian. — Wien. 1782. 1787
18Vielleicht ein Sohn von Sympert Niggell? Arbeit und Lack sind so genau wie von Jos. Ferd. Leidolff, daß man ihn wohl für dessen Schüler ansehen kann. Er wurde 1782 der Nachfolger von Marianus Petz¹) und war wohl ein Verwandter von ihm (die Familien Petz und Nickel stammen aus Füssen). Er legte am 11. Mai 1782 den Bürgereid ab und wohnte am Hof, im sog. Bürgermeisterhaus. In den Steuerbüchern kommt er bis 1787 vor und soll dann nach Rußland ausgewandert sein, wofür aber jeder Beweis fehlt. Da er nur wenige Jahre in Wien ansässig war, ist es begreiflich, daß Instrumente von ihm selten vorkommen. Eine recht gute Violine von ihm aus dem Jahre 1783 besitzt das Stift St. Florian in Oberösterreich. Ein Violoncello von 1786 befindet sich in Privatbesitz in Wien.
19Geigenzettel: Sebastian Nickl / fecit Viennae 1783 / (gedruckt).
21Niclas (Niklas), Johann Georg. — Hallein. Geb. um 1712, † 30. März 1788
22In der Sterbematrikel heißt es von ihm, daß er ein verwitweter Geigenmacher und 73 Jahre alt war.
24¹) Petz war Jos. Ferd. Leidolffs Nachfolger.
26Niclas (Niklas), Stephan. — Hallein. Geb. 1737, † 24. Nov. 1778
27In der Sterbematrikel wird er als Geigenmacher und Spielmann aufgeführt. Sein Zettel findet sich bei P. de Wit veröffentlicht.
28Geigenzettel: Stephan Niclas Geigen- / macher in Hallein 1778 (gedruckt).
30Nicol, Thomas. — Glasterlaw. Geb. 10. Juni 1840 in Pitmuies
31Ein tüchtiger Violinspieler, der aus Liebhaberei schon mit 20 Jahren Geigen zu machen begann und seitdem über 60 Violinen nach Stradivari und Guarneri gemacht hat. Anfangs verwendete er Spiritus-, später Öllack.
32Geigenzettel: T. Nicol / 18 Maker 98 (gedruckt).
34Nicolai, Heinrich Gottfried. — Lübeck. Getauft am 24. Mai 1780, † 1831 in Lübeck
35Theatermusiker, der auch Lauten usw. gemacht hat. Er verarmte, wurde »Arbeitssmann« und starb im St. Annen-, Armen- und Werkhaus. Eine Gitarre von ihm besitzt Wahl in Köln, die den Zettel trägt:
36Heinr. Gottfr. Nicolai / Lübeck 1808 (geschrieben).
38Nicolas, Antoine. — Mirecourt. Geb. um 1730, lebte noch 1782
39Er war in erster Ehe mit Anne Therese Thillepin verheiratet, kommt 1757 bereits als Meister vor und ging am 15. November 1782 eine zweite Ehe ein.
41Nicolas. — Aix. 1816. 1838
42Wahrscheinlich ein Mirecourter, der sich wohl nur vorübergehend in Aix aufgehalten hat. Er arbeitete nach Stradivari.
43Geigenzettel: Abb. 571.
45Nicolas, Didier l’Aîné, gen. le Sourd. — Mirecourt. Geb. in Mirecourt 23. Jan. 1757, † daselbst 1833. (Nicht zu verwechseln mit Fourrier Nicolas, gen. Nicolas de Paris)
46Sohn und Schüler von Antoine N. Er nannte sein Geschäft »A la ville de Cremonne« (sic!) und machte recht gute, billige Geigen, die man zwar nicht als eigentliche Kunstwerke betrachten kann, die aber doch lobenswerte Eigenschaften haben. Bei einzelnen Instrumenten, auf die er besondere Sorgfalt verwendete, erreichte er sog r die besten seiner Zeitgenossen. Sein Modell ist flach gewölbt und erinnert an Stradivari; nur sind die F-Löcher in der Mitte oft zu weit ausgeschnitten. Mit seinen Versuchen, die gebräuchliche Form der Geigen zu verändern, hatte er so wenig wie alle anderen, die dasselbe versuchten, Glück. Er erzielte damit wohl hier und da einen etwas größeren, aber unedlen Ton. Sein Lack ist rotbraun, ins Gelbliche spielend. Seine Instrumente bezeichnete er an der Stelle, wo sonst der Zettel eingeklebt wird, durch die Brandmarke Nr. 68. 1806 erhielt er in Paris eine silberne Medaille. Er

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