Scan 357
Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922
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1betrieb die Geigenfabrikation im großen und beschäftigte in seinen letzten Jahren über 600 Arbeiter. Er war auch der erste Mirecourter, der sich an einer Ausstellung (1802) beteiligte. Seine Marke wurde später von Derazey und schließlich noch von P. Mougenot verwendet, so daß neuere Geigen mit seinem Namen von diesen herrühren.
2Brandmarke Nr. 68.
4Nicolas, François I. — Mirecourt. 1752.
5† 1778
6Er war Luthier und 1753 bereits mit Anne Boyer verheiratet.
8Nicolas, François II (Charles-François-Léopold). — Mirecourt. Geb. 26. Mai 1754, lebte noch 1782
9Sohn von François I. Am 2. Mai 1775 heiratete er Elisabeth, die Tochter des Geigenmachers Mast.
11Nicolas, François III. — Mattaincourt b. Mirecourt. 1752
12Boulanger in Nancy besitzt eine fünfsaitige Viola von ihm.
14Nicolas, François IV. — Mirecourt. 1775.
151778
16Als Geigenmacher erwähnt.
18Nicolas, François-Fourrier (gen. Nicolas de Paris)1). — Paris. Geb. 5. Okt. 1758 in Mirecourt, † 1816
19Zweiter Sohn von François I N., bei dem er wohl auch seine erste Lehrzeit durchgemacht haben dürfte. Er kam dann zu Edmond Saunier und war nachweisbar schon im Jahre 1784 als Meister ansässig. Er hatte damals bereits den Titel: »Luthier de l’École royale«, später »de l’Academie royale de Musique« und zur Zeit Napoleons »de la Chapelle et de la Musique particulière de l’Empereur«. Er wohnte 1789 Place de l’École, 1797 Rue Saint Nicea Nr. 502 und zuletzt Rue Croix des petits Champs. Eine prächtig erhaltene Violine, die alle charakteristischen Eigenschaften dieses Meisters zeigt und durch ihren vorzüglichen roten Lack bemerkenswert ist, besitzt das Museum des Pariser Konservatoriums (Nr. 25). Vidal teilt die Abschrift eines Zettels mit Widmung mit:
20Réparé par Fourrier Nicolas,
21luthier de la chapelle de S. M. l’empereur,
22pour son ami Julien, chef d’orchestre
23des bals de la cour. 1806.
251) Er wurde bisher immer als Fourrier, genannt Nicolas de Paris, in der Geigenliteratur aufgezählt. Erst A. Jacquot machte darauf aufmerksam, daß »Fourrier« ein in Mirecourt beliebter Taufname war, den man den Kindern gerne zu Ehren des hl. Pierre Fourrier von Mattaincourt beilegte.
27Außer verschiedenen Zetteln verwendete er auch die Brandmarke »Nicolas à Paris«.
28Geigenzettel: Fourrier Nicolas / Luthier de la Chapelle de sa Mte / l’Empereur Napoleon Ier / L. Parisiorum anno 1806 (gedruckt) und Abb. 228 und 229.
30Nicolas, Joseph. — Mirecourt. Geb. 1796, † 1864 in Mirecourt
31Sohn, Schüler, Mitarbeiter und Nachfolger von Didier Nicolas, dem er nachstrebte. Seine Geigen von großem, flachem Modell tragen handschriftliche Zettel und die Marke: »J. Nicolas Fils«, sind meist hell lackiert und gelten ihres kräftigen Tons wegen als gute Orchesterinstrumente. Nach seinem Tode verkaufte die Witwe Geschäft und Firma an Derazey; infolgedessen kann man viele Geigen, die lange nach dem Tode der beiden Nicolas entstanden sind, mit ihren Stempeln versehen, antreffen, wobei manchmal der Werkstattnname »A la ville de Cremonne«, den Didier Nicolas führte, mit »J. Nicolas Fils« verbunden erscheint.
32Brandmarke Nr. 69.
34Nicolas, Matthieu. — Mirecourt. Geb. 1666, † 1716
35Vielleicht der Stammvater der Familie. Handwerksmäßige Arbeit, gelber oder roter Spirituslack, Brandmarke: »M. Nicolas«.
37Nicolas, Thomas. — Genf. 1808. 1810
38Wahrscheinlich zur Mirecourter Familie gehörig; seine Arbeit ist ohne Kunstwert.
40Nicolas de Bordeaux s. Vaillant
41Nicoll, J. — 1898
42Englischer Geigenmacher, dessen Violinen dadurch ein gewisses Interesse erregten, daß er sie aus dem Holze der Aned L. Kirche von Kirriemuir machte, die durch J. M. Barrets Novelle »The Little Minister« in weiteren Kreisen bekannt wurde.
44Niedt, Karl. — Würzburg. Geb. 17. Dez. 1872 in Schweinfurt a. M. als Sohn eines Blechinstrumentenmachers
45Schüler von Ernst Friedr. Reichel in Markneukirchen. Nach seiner von 1887—1897 währenden Lehr- und Wanderzeit eröffnete er am 1. September 1897 in Würzburg sein eigenes Geschäft als Geigenmacher. Auf Verlangen kopiert er jeden Meister, arbeitete aber zuerst nach einem eigenen Modell, das durch starke Schweifung in der Breite und breite Brust von anderen Modellen abweicht, später nur noch nach Stradivari und Guarneri. Anfangs verwendete er mit Vorliebe gelbroten Bernsteinlack. Besondere Beachtung finden seine Nachahmungen der Lackierung von Lupot und J. B. Vuillaume. Seine Arbeit ist sehr sauber und der Ton gut und gesangreich. Er erfand auch eine neuartig übersponnene G-Saite, die sehr gelobt wird.
46Geigenzettel: Karl Niedt / Würzburg, anno . . . (gedruckt). — Karl Niedt, Geigenbauer / Würzburg 19 . . (gedruckt) und Abb. 567.
Makers on this page
- Nicolas, François I.
- Nicolas, François II (Charles-François-Léopold)
- Nicolas, François III
- Nicolas, François IV.
- Nicolas, François-Fourrier
- Nicolas, Matthieu
- Nicolas, Thomas
- Nicoll, J.
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