Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 359

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

46 lines. Read by computer on 3 September 2026. Printed page 355. See the scan on archive.org.

1Nobitschek, Bruno W. — Innsbruck. 1920
2Bruder von Oskar N. und wie dieser ein geschickter Geigenbauer und Reparateur.
3Geigenzettel: Bruno W. Nobitschek / Geigenbauer, Innsbruck 192. (gedruckt).
5Nobitschek, Josef. — Preßnitz i. B. (an der sächsischen Grenze). 1880. 1895
6Ein Instrumentenmacher, der hauptsächlich allerlei Reparaturen ausführte.
8Nobitschek, Oskar. — Innsbruck. Geb. 2. Mai 1881 in Preßnitz i. B.
9Sohn und Schüler von Josef N. Als Gehilfe arbeitete er bei O. Möckel und Friedel in Berlin und machte sich 1906 in Innsbruck selbständig. Seine Geigen sind sehr sauber ausgeführt und klingen vortrefflich. Im Jahre 1906 erhielt er in Rom die goldene Medaille, und seitdem noch andere Anerkennungen.
11Noble, Hugh. — Dundee. Geb. 22. Jan. 1849 in Banchory
12Ein Liebhaber, der etwa ein Dutzend recht guter Violinen gemacht hat.
13Geigenzettel: Hugh Noble / Dundee / 1895 (geschr.).
15Noder-Hans s. Joh. Neuner
16Noebe1), Louis. — Homburg v. d. H. Geb. 1844 in Mecklenburg-Schwerin
17Von Hause aus Musiker, begründete er 1865 ein Geigenmachergeschäft, das sich eines guten Rufs erfreut. Mehrere von ihm gemachte Erfindungen, so ein »Induktionsbalken«, scheinen sich nicht dauernd bewährt zu haben.
19Noël, François. — Mirecourt. Geb. nach 1750, † 1786
20Arbeiten von ihm sind bis jetzt noch nicht bekannt geworden. Im Jahre 1789 kommt auch ein Nicolas Noël als Luthier vor.
22Nölck, Joachim Friedrich. — Lübeck. 1799. 1802
23Er erwarb 1799 als Instrumenten-, Orgel- und Klaviermacher das Bürgerrecht. 1802 am 19. Juni kündigt er in den Lüb. Anz. an: »… zugleich empfehle ich mich mit Verfertigung aller anderen Arten von Orgeln und Saiteninstrumenten wie auch Stimmen derselben.« Er ward später Sargträger an St. Petri, machte aber auch als solcher noch Orgeln.
25Nona, Francesco della. — Rom. 1610. 1612
26Trotz des italienisch klingenden Namens wird er als Franzose bezeichnet und war vorzugsweise Klavizimbelmacher. Eine Theorbe mit reichgeschnitztem Hals mit seinem Namen soll Fürst Yussupow besessen haben.
281) 1796 lebte in Dresden ein Harmonikamacher gleichen Namens, der als Verbesserer der Stahlharmonika bekannt wurde.
30Nonemacher, Christian. — ? 1737
31Eine deutsche Pandurina (Diskantlaute) mit diesem (vielleicht falsch gelesenen) Namen aus dem Besitze T. W. Taphouses war in der Londoner Music Loan Exhibition 1904 ausgestellt. (In Prag gab es im 18. Jahrhundert eine Tischlerfamilie namens Nonnenmacher.)
33Norberg, J. — Torpshammer, Vesterorrlands län, Schweden. 1897
34Von Beruf Photograph, macht er »Hausfleiß-Violen und -Gitarren« und hat solche 1897 in Stockholm ausgestellt.
36Norborn (Nordborn), John. — London. 1723
37Sichere Arbeiten von ihm kennt man nicht.
39Norman, Barak. — London. Geb. um 1678, † 1740
40Wahrscheinlich ein Schüler von Th. Urquhart, an den seine frühesten Arbeiten erinnern. Einer der berühmtesten Geigen- und Lautenmacher der altenglischen Schule, dessen Violen, Theorben und Lauten usw. die Hand eines Meisters verraten. Im Jahre 1715 war er mit Nathaniel Croß verbunden. Er wählte feines Holz, der Lack ist gut, nur etwas dunkel, und seine Geigeninstrumente haben manche Verwandtschaft mit denen der Brescianer Schule. Außer seinem Zettel findet man manchmal auch sein Monogramm an der Außenseite des Bodens. Er soll der erste Engländer gewesen sein, der ein Violoncello gemacht hat. Violinen von ihm kommen äußerst selten vor. Drei Baßviolen waren 1872 im South Kens. Mus. ausgestellt. Die F-Löcher in seinen Altviolen zeigen noch die alte Schlangenform. Er hielt darauf, daß nur die Arbeiten, die er allein gemacht hatte, seinen Namen trugen, oder bemerkte ausdrücklich, welche Teile von ihm herrührten. Eine Baßviola im Pariser Konservatorium (Nr. 173) dürfte von ihm gemacht sein. Eine Violine aus dem Jahre 1719 besitzt J. T. Chapman. Eine Viola da Gamba von sorgfältiger Arbeit, hübsch eingelegt, befindet sich in Berlin, staatl. Samml. Nr. 826. Eine andere mit der allerdings zweifelhaften Jahreszahl 1692 besitzt das Donaldson-Museum (Royal College of Music) in London, eine gleiche von 1698 W. C. Hill & Sons in London. Eine Baßviola von 1711 besitzt Alfred Keil in Lissabon. Viele seiner Gamben sind jetzt in Violoncelli umgebaut, doch gibt es auch Violonce!!i, die er selbst als solche gemacht hat.
41Geigenzettel: Abb. 569 und 570.
43Norris, John. — London. Geb. um 1739, † 1818
44Schüler von Thomas Smith. Er verband sich ursprünglich mit Rob. Barnes und betrieb mit diesem einen ziemlich ausgedehnten Geigenhandel; über seine eigene Geschicklichkeit läßt sich nicht viel sagen, da fast alle mit der Firma Norris & Barnes versehenen Instrumente von anderen Geigenmachern, die in ihrem Auftrag arbeiteten, gemacht sind.
45Geigenzettel: Made by Norris and Barnes / Violin Violincello and Bow Makers / To Their Majesties / Coventry Street, London (gedruckt).

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