Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 36

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

42 lines. Read by computer on 26 September 2026. Printed page 32. See the scan on archive.org.

1die Violoncelli haben gewöhnlich flache Böden. Er schreibt seinen Namen meistens mit P. Nur seine besten Arbeiten erreichen höhere Preise.
2Geigenzettel: Christianus Franciscus Partl / fecit Viennae 1780 (gedruckt) und Abb. 42.
4Bartl (Partl), Michael Andreas (Andre). — Wien. Geb. 1704, † 11. Aug. 1788
5Sohn und Schüler von Andre Nikolaus P. Er wohnte, wie sein Vater, im Wübmer Viertel und legte am 29. Mai 1728 den Bürgereid ab. Er war sehr fleißig und gehörte zu den besseren Wiener Lautenmachern, hat es aber zu keinem Wohlstand gebracht. In den Steuerbüchern kommt er von 1749—1775 vor; von 1776—1779 aber heißt es von ihm: »Bettlarm und wird von seinem Weib unterhalten.« Im Jahre 1779 übernahm sein Sohn Josef die Werkstatt. Werke von Mich. Andre P. sind in größerer Zahl erhalten, so eine undatierte Viola im Schottenstift in Wien, eine Viola mit geschnitztem Frauenköpfchen am Wirbelkasten von 1746 in W. Heyers Musikhistorischem Museum in Köln, eine ähnliche von 1764 im Museum des Konservatoriums in Brüssel (Nr. 224) und eine schöne Viola d’amore von 1732 in der staatlichen Sammlung alter Musikinstrumente in Berlin (Nr. 866); der Wirbelkasten zeigt durchbrochene Schnitzerei und das Köpfchen des Liebesgottes mit verbundenen Augen. Im Musikhistorischen Museum in Stockholm ist eine Laute von 1745. Wenn seine späteren Arbeiten auch oft recht gewöhnlich sind, so erkennt man doch immer seine geschickte Hand darin. Das Deckenholz ist meist sehr schön und auch der Ton recht gut; der Lack scheint stark nachgedunkelt zu haben und ist jetzt häufig schwarzbraun. Auf manchen Zetteln fehlt das Wort »fecit«.
6Geigenzettel: Michael Andreas Partl / Fecit Viennae 1763 (gedruckt).
8Bartl (Partl, Pärtl), Christoph. — Wien. 1682. 1691
9Er gilt als Stammvater der Familie und hat am 28. Mai 1683 den Bürgereid geleistet. Er scheint sich Bärtl genannt zu haben. Seine Nachkommen schreiben den Namen bald mit B und bald mit P.
11Bartl (Partl), Ignaz Christian. — Wien. Geb. 1732, † 27. Dez. 1819
12Er legte am 31. März 1764 den Bürgereid als Lauten- und Geigenmacher ab und erscheint in den Steuerbüchern von 1765—1787. Violinen von ihm kommen noch ziemlich häufig vor und sind recht gut. Er hält sich in den Umrissen an die Italiener, nur die Wölbung nimmt er manchmal höher.
13Geigenzettel: Abb. 32.
15Bartl (Partl), Joseph Jakob. — Wien. Geb. 1743, † 1. Juni 1801
16Sohn von Michael Andre P., dessen Werkstatt er 1779 übernahm. In den Steuerbüchern kommt er bis 1787 vor; daß er jedoch noch länger gelebt hat, beweisen sowohl Arbeiten von ihm mit Jahreszahlen bis 1801, als sein Totenschein. Seine Arbeit ist gut, hübsch im Modell und in der mittelhohen Wölbung, nur der Lack ist etwas zu dunkel.
17Geigenzettel: Abb. 38.
19Bartolini, M., Teilhaber einer am Ende des 19. Jahrhunderts in Rom bestehenden Geigenmacherfirma
21Bartolotti, Giovanni. — 1894
22Neuerer italienischer Geigenmacher ohne Eigenart.
24Barton, Georg. — London. 1772. † um 1810
25Das Gewerbemuseum in Markneukirchen besitzt von ihm eine Geige ohne Mittelecken — es ist dies der älteste bisher bekannte Versuch, in dieser Art den Bau der Geige zu verändern. Unschön in der Form und unrichtig in der Mensur, besitzt das Instrument doch einen schönen, wenn auch kleinen Ton. Auch ein John Barton war 1786 noch tätig.
26Geigenzettel: George Barton / Elliot Court / Old Bailey 1780 (gedruckt).
28Bartsch, Alfred. — Münsterberg i. Schl., Dessau, Essen (Ruhr). Geb. am 6. Okt. 1868 in Münsterberg
29Er erlernte in Markneukirchen bei Christian Tr. Schaller den Geigenbau von 1883—1887 und besuchte gleichzeitig die dortige Fachschule, wo er für sein Gesellenstück ausgezeichnet wurde. Nachdem er kurze Zeit in seiner Vaterstadt gearbeitet hatte, verlegte er am 1. Mai 1890 seinen Wohnsitz nach Dessau, arbeitete bis 1903 in verschiedenen ersten Werkstätten und machte sich dann selbständig. Seine Arbeit ist sorgfältig, und er erlangte sowohl im Neubau wie in der Wiederherstellung von Streichinstrumenten einen guten Ruf.
31Barttner, Michael. — Salzburg. 1524
32Eine Arbeit von ihm befindet sich im städtischen Museum Carolino Augusteum im Salzburg.
34Barzellini, Aegidius. — Cremona (?). 1670. 1700
35Er nennt sich einen Schüler Amatis und ahmt auch die Art der Amati nach. Schönes Holz, edler Ton, der Boden ist flacher gewölbt als die Decke.
36Geigenzettel: Ægidius Barzellini fecit / Ecolle Amatius Cremonen. 1680 (gedruckt).
38Barzoni (François). — (Chateau Thierry.)
39Letztes Drittel des 19. Jahrhunderts
40Geigen mit diesem Namen kamen mir nur in englischen Verzeichnissen vor. Sie sollen nach Guarneri gebaut sein, gelben Lack haben und durch niedrige Zargen auffallen. Die Firma Beares Son in London verkauft »Barzoni-Geigen« zu billigen Preisen.
41Geigenzettel: François Barzoni fecit anno 1890 / Manufacture special de la Maison / Beare & fils à Londres (gedruckt).

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