Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 363

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

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1gutes Violoncello von ihm. Eine schwedische Zither (Baßzither mit Hals, mit vier doppelten und drei einzelnen Saiten) von ihm findet sich bei Generalkonsul Claudius in Kopenhagen.
2Geigenzettel: Abb. 572.
4Öhberg, Johan II. — Stockholm. Geb. um 1753, † 30. Aug. 1781
5Sohn, Schüler und Nachfolger von Joh. I Ö. Er wurde zum Hofinstrumentenmacher ernannt, hatte eine sorgfältige musikalische Ausbildung erhalten und war Organist an der großen Kirche (Storkyrka). Er war zweifellos ein sehr begabter und vielseitiger Instrumentenmacher. Für ein von ihm gebautes neuartiges Clavecin erhielt er die goldene Medaille der Musikalischen Akademie. Er war auch im Begriff, eine Notendruckerei mit Musikverlag einzurichten, doch starb er schon kaum drei Jahre nach seinem Vater in jungen Jahren. Die Geigenmacherei scheint er etwas vernachlässigt zu haben, denn in seinem Nachlaß fand man zwar eine ganz ansehnliche Bibliothek, aber außer zwei besseren unfertigen Violinen nur 22 Geigen geringster Sorte, einige Zithern und ein großes Klavier. Er scheint die Zettel seines Vaters weiter benutzt zu haben. Sichere Arbeiten seiner Hand sind nicht bekannt. Seine junge Witwe Sarah Christine, geb. Een, scheint die Werkstatt nicht fortgesetzt zu haben.
7Oehme, Adam Gottfried. — Freiberg i. S.
8Erste Hälfte des 19. Jahrhunderts
9Außer Orgeln und klavierartigen Instrumenten hat er auch einige Harfen und Gitarren gemacht.
10Geigenzettel: Adam Gottfried Oehme Orgel- und Instrumentenmacher in Freyberg (gedruckt).
12Oeller, Karl, hat eine Musikinstrumentenfabrik in Salzburg
14Oelling, Johann Valentin. — Crawinkel. Geb. 30. Mai 1822, † 1899
15Ein braver Musikinstrumentenmacher, dessen Geigen weniger durch schöne Form als durch einen verhältnismäßig guten Ton bemerkenswert sind.
17Örlecke, Heinrich Christian. — Tangermünde. 1829
18Er wird als Instrumentenmacher in den Magistratsakten erwähnt und soll mit Geigen gehandelt haben, wie auch sein (angeblicher) Nachfolger Jakob Ferdinand Buchholtz, der noch 1847 vorkommt und nur Händler war.
20Örnberg, N. — Westerås. 1794
21In einer Vogtländer Geige im Musikhistorischen Museum in Stockholm findet sich sein Reparaturzettel.
23Ohlhaver, Heinrich. — Hamburg. 1921
24Ein Kaufmann, der sich früher nie mit dem Geigenbau beschäftigt, auch nie Geige gespielt hat, dem sich aber auf »okkultem Weg« Stradivaris Geheimnis enthüllte, so daß er aus jeder Fabriksschachtelgeige durch sein Verfahren ein Konzertinstrument von Cremoneser Klangschönheit machen zu können behauptet. Ein vor großer Öffentlichkeit veranstaltetes Vergleichspiel in Berlin hatte unleugbaren Erfolg. Er nennt die von ihm behandelten Instrumente nach seinem rückwärts gelesenen Namen »Revalo-Geigen«.
26Olert (auch Uhlig, Olrichges, Ulrichsen)
27Albrecht (Albert). — Lübeck. 1625. † 1642
28Er wird als »Lauten- und Violenmacher« bezeichnet und wohnte am Pferdemarkt. Er ließ von 1633—1641 vier Kinder taufen, doch war er kein Bürger und hatte vom Rat nur die Erlaubnis erhalten, »dat he unsren Musikanten eine Bassvidell, worahn etwas thobraken, mag wieder for dicht maken«, während er sich anderer Arbeiten enthalten solle. Da er sich hieran nicht kehrte, wurde er von andern Lautenmachern, namentlich Caspar Witte, mehrfach verklagt. Nach einem Schreiben Dan. Erichs vom 7. Oktober 1642 wird er »als für einem halben Jahre mit todt abgangen« bezeichnet. Erich wurde sein Nachfolger. — Vgl. Olrichs.
30Oliveira-Tavares, Domingo de, lebt als Saiteninstrumentenmacher in Rio de Janeiro
32Oliveri, Felice. — Turin. 1888. 1904
33Vielleicht Sohn eines Vicenzo O., der gleichfalls Geigenmacher gewesen sein soll.
35Ollivier, lebt als »Luthier« in Aix
36Ollivo, lebt als »Luthier« in Lorient
37Olmedo, Miguel, lebt als Saiteninstrumentenmacher in Santa Ana (San Salvador)
39Olmi, Alberto. — Siena
40Ein Mandolinenmacher des 19. Jahrhunderts, der vorzugsweise die Neapolitaner nachahmte.
42Olofson, Axel. — Olands Stafby, Upsala län, Schweden. 1894
43Er ist Disponent und macht als Dilettant Hausfleiß-Geigen, von denen er einige 1897 in Stockholm ausgestellt hat.
45Olofson, A. J. — Gothenburg. 1896. 1897
46Ein Dilettant, der einige gute Geigen gemacht und 1897 in Stockholm ausgestellt hat.
48Olrichs, Diederich. — Lübeck. 1650. 1668
49Ein gut beschäftigter Lautenmacher, der auch Violen gemacht haben soll. Der Name kommt in den Taufbüchern als »Ulrich, Oelers, Olersen« geschrieben vor. 1650 wird er als Pate genannt. 1651 wohnt er »im goldenen Creutz aufm Sahl«, 1668 in der kurzen Königstraße. Er scheint mehrfach verheiratet gewesen zu sein und war wahrscheinlich ein Verwandter von Albert Olert (Olrichges, Uhlig). Erich warf ihm freilich vor, daß er seine Kunst nicht recht erlernt habe,

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