Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 364

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

49 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 360. See the scan on archive.org.

1Olry, J. — Amiens. 1832. 1854
2Schüler von Georges Chanot; ein geschickter Meister, dessen Geigen wegen ihres guten Tones bei den französischen Musikern recht beliebt sind. Er arbeitete nach Stradivari und verwendete dunkelroten Lack.
3Geigenzettel: Abb. 578.
5Olsen, Engel. — Blotveit. 1784
6Ein Norweger, von dem das Musikhistorische Museum in Stockholm eine sog. Hardangerfidel besitzt.
8Olsen, O., lebt seit etwa 1884 als Blas- und Streichinstrumentenmacher in Christiania
9Omond, James.—Stromness (Kirbuster, Schottland). Geb. 23. Juni 1833 auf der Insel Walls
10Er entstammte einer alten Zimmermannsfamilie, studierte in Edinburgh und war bis 1872 Schulmeister in seiner Heimat. In den Ruhestand versetzt, beschäftigte er sich zuerst mit der Uhrmacherei und wandte sich dann dem Geigenbau zu. Als Zimmermannssohn war ihm die Verarbeitung des Holzes etwas Vertrautes, auch hatte er bereits Kenntnisse im Bildschnitzen, so daß ihm die technische Seite seines neuen Berufs zunächst nur geringe Schwierigkeiten bereitete. Beraten von Horace Petherik, George Hart u. a. machte er rasche Fortschritte und brachte es als Geigenmacher bald zu großer Geschicklichkeit. Er hält sich vornehmlich an die Stradivari- und Guarneri-Modelle, ohne sie gerade zu kopieren. Bis jetzt hat er über 200 Violinen und Violincelli gemacht. Sein Holz ist sehr schön, sein Bernsteinlack vorzüglich aufgetragen und der Ton edel und kräftig. Er besitzt viele Auszeichnungen und wird von englischen Geigern sehr geschätzt. Seine Biographie veröffentlichte Meredith-Morris in »The Strad« Nr. 122 (1900).
11Geigenzettel: Abb. 579.
13Oneda (D’Oneda) s. Doneda
14Ongaro s. Dall’ Ongaro
15Onken, Karl. — Bremen. 1890. 1900
16Er ist eigentlich Maler (Anstreicher) und Farbwarenhändler und hat sich ungefähr seit 1888 nebenbei auf den Geigenhandel und die Geigenmacherei verlegt, wobei er besonders bei älteren Geigen den Ton zu »verbessern« strebt. Seine Leistungen werden sehr verschieden beurteilt.
18Opfermann, Johann Georg. — Gotha. Getauft am 4. Aug. 1754 in Gotha, lebte noch 1797
19Sohn des gothaischen Hoboisten Joh. Heinr. O. (gest. 26. Juli 1789 im Alter von 72 Jahren). Joh. Gg. O. war wie sein Vater Hoboist beim gothaischen Militär und beide betrieben nebenbei das Geigenmachen. Ihre Instrumente kommen denen von Schonger in Erfurt nahe; die Geigen sind hochgewölbt und dunkel lackiert. Eine Geige von Joh. Gg. Opfermann besitzt der Schmied in Bufleben, eine siebenchörige Zither die staatl. Sammlung alter Musikinstrumente in Berlin. Nr. 597. (Der Name wird im Katalog irrig Ochstermann angegeben.)
21Opikhtin, A. — St. Petersburg. 1894
22Erfinder eines als Saiteninstrument ausgebildeten Spazierstocks.
24Oppitz & Sartory. — Rheims. 1896. 1899
25Eine Geigenfirma, die unter anderem im Jahre 1897 in Brüssel Streichinstrumente ausgestellt hat.
27Orazio di Giovanni Filippo. — Rom. 1554
28Sohn des Giovanni Filippo. Er kommt als Zeuge in einem Prozesse vor, wird als »Maestro Orazio di Giovanni Filippo, Genovese« bezeichnet und wohnte als »liutaro« in der Straße, die von Pasquino nach S. Lorenzo in Damazo führte. Wir wissen also wohl die Taufnamen seines Vaters und seine Heimat, nicht aber seinen eigentlichen Familiennamen.
30Ordonez, Ambrosio
31Spanischer Gitarren- und Mandolinenmacher.
33Orelli, Josef. — Rom. 18. Jahrhundert
34Einer der besseren römischen Meister, dessen Arbeiten sich besonders durch schönes Holz auszeichnen. Modell und Lack sind gut, wenn auch nicht von selbständiger Eigenart. Ich habe von ihm namentlich ein vorzügliches Violoncello kennengelernt.
36Orinthio d’Essentier. — Nancy. 1613. 1616
37Ein italienischer Lauten- und Saitenmacher, der in Urkunden auch Orinthio Sanctia oder de Sanctia genannt wird, wahrscheinlich ist aus dem letzteren Namen dem Gehör nach das französisch klingende d’Essentier entstanden. Wie er aber wirklich geheißen, kann man nicht feststellen, weshalb ich ihn hier mit Vor- und Zunamen einreihe. Er stand beim Herzog von Lothringen in besonderer Gnade, und A. Jacquot teilt das folgende Dokument mit: »A Orinthio d’Essentier, italien. faiseur de luths et de cordes, cent cinquante francs, que son altesse luy a donnés pour certaines bonnes considérations«. (La Mus. en Lorraine S. 81.)
39Orlandelli, Paolo. — Codogno
40Mittelmäßiger Geigenmacher des 18. Jahrhunderts.
42Ortega, Asensio. — Madrid. 1799. 1840
43Sohn und Schüler Silverios, aber noch unbedeutender als dieser. Bei ihm entdeckte bekanntlich Chanot die Reste eines Violoncellos von Stradivari und kaufte sie. Als Tarisio dies hörte, fuhr er sofort nach Madrid und ruhte nicht eher, als bis er das übrige glücklich aufgefunden hatte. (Das aus dem Jahre 1725 stammende Instrument ist jetzt im Besitze von Gallay.) Die eigenen Arbeiten A. Ortegas sind sehr gewöhnlich.
44Geigenzettel: Asensio Ortega lo hijo / por encargo en Madrid / Anno 1799.
46Ortega, Silverio. — Madrid. 1785. 1798
47Er soll ein Schüler von Dom Vicenzo Ascenzio gewesen sein, also von einem Lehrer, der nicht viel lehren konnte. Als Geigenmacher war er nicht hervorragend, besser vielleicht als Reparateur. Seine Geigen haben kleine F-Löcher und stumpfen, braunen Lack.
48Geigenzettel: Abb. 577.

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