Scan 365
Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922
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1Orth, Louis, lebte im 19. Jahrhundert in Pont à Mousson
3Ortlieb, Friederich. — Freiburg i. Schw. 1456
4Er wurde 1456 als Saitenmacher zum Freiburger Bürger aufgenommen und hat wohl auch Lauten und der gleichen gebaut. Vgl. S. 71b des Bürgeraufnahmebuches (Pergamentband im Freiburger Staatsarchiv).
6Ory. — Paris. 1790
7Alfr. Keil in Lissabon besitzt eine Viola mit dem Zettel: Ory / Luthier à Paris 1790.
9Orzero, Tommaso. — Turin. 19. Jahrhundert
10Als Geigenmacher ohne Ruf.
12Osch, E. P. van. — Mastricht. 1883
13Ein Blasinstrumentenmacher, der auch Geigen aus Neusilber hergestellt hat.
15Osterberg, August. — Gothenburg
16Ein Instrumentenmacher der Malmsjö-Pianofabrik, der auch Geigen macht und einige davon 1897 in Stockholm ausgestellt hat.
18Ostermayer, Elias. — Augsburg. 1609
19Von ihm kaufte die Stuttgarter Hofkapelle Saiten. Er dürfte daher seinerzeit ein angesehener Lautenmacher gewesen sein.
21Ostermünchner, Andreas. — Mittenwald. 1720. 1730
22Trat 1720 bei Joh. Dänzel in die Lehre, wo er, nicht ohne daß es mehrfach zu Mißhelligkeiten kam, fünf Jahre blieb. Über seine Arbeit kann nichts gesagt werden.
24Ostertag. — Hamburg. 1890
25Geschickter Geigenmacher, der lange in England gearbeitet hat und sich vorübergehend in Hamburg niederließ.
27Ostler, Andreas. — Breslau. 1730. 1770
28Er hat einige recht hübsche Violinen und Violoncelli nach dem Stainermodell, großes Patron, gemacht und verwandte schönes, geflammtes Holz. Sein Lack ist meist gelb oder braun. Eine 1878 von den Brüdern Mahillon in Paris ausgestellte Viola d’amore von ihm aus dem Jahre 1730 zeigte allerdings nur handwerksmäßige Arbeit. Dagegen besitzt Rob. Leibbrand in Berlin eine solche aus dem Jahre 1734, die von lobenswerter Beschaffenheit ist. Seine Zettel sind meist mit großen deutschen Buchstaben gedruckt.
29Geigenzettel: Andreas Ostler Lauten- / und Geigenmacher in / Breslau Anno 1734. (gedruckt).
31Ostler, Anton. — Mittenwald. Geb. 11. Dez. 1895 in Mittenwald
32Sohn eines gr. luxemburgischen Jägers und der Agathe, geb. Reiter. Schon als Knabe verriet er eine besondere Begabung für die Musik und für jede Art Holzschnitzerei, so daß sein Beruf von vornherein feststand. Von seinem 13. Jahre an besuchte er die Mittenwalder Geigenbauschule und fiel damals schon durch die Geschicklichkeit auf, mit der er sehr schöne Schnecken schnitzte. Als Geselle ging er zunächst nach München zu Baith, dann nach Nancy und von da zu F. C. Louis nach Saarbrücken, wo er bis zum Ausbruch des Krieges blieb. Zum Heeresdienst eingezogen, kam er zunächst als »Schwerer Reiter« nach Rußland, später als »Flieger« nach dem Westen, wo er sich besonders auszeichnete. Im November 1918 heimgekehrt, machte er sich selbständig und verheiratete sich bei der Übernahme des elterlichen Anwesens im Oktober 1919 mit Anna Glasl. Er gehört zu den hoffnungsvollsten Geigenmachern unserer Zeit. Begabung und Geschicklichkeit halten sich bei ihm die Wage; er ist ein echter Künstler, der keine fremde Hand an seinen Arbeiten duldet. Dabei zeichnet er sich durch sorgfältigste Holzwahl aus und verwendet einen sehr schönen, orangefarbigen Öllack von weichem Seidenglanz. Besonders gut versteht er sich auf den Ton, so daß seine Geigen die rückhaltslose Anerkennung berufener Kenner und Geiger finden, die dem jungen Meister eine große Zukunft vorhersagen.
34Ostler, Franz. — Wien. 1704. † 2. Juli 1729
35Er wohnte im »Wübmer Viertel« (Wieden) und legte am 20. März 1706 den Bürgereid ab. Ob er mit dem Breslauer Meister verwandt war, ließ sich nicht feststellen, obwohl die Arbeiten beider auf die gleiche Schule hinweisen und in manchen Einzelheiten an Khögl erinnern. Seine Violinen haben breites Patron, die Wölbung ist nicht sehr hoch, das Holz gut, Boden und Zargen sind schön und breit geflammt, die Schnecke ist dagegen immer von Birnbaumholz. Der Lack ist goldgelb mit rötlicher Schattierung. Arbeiten von ihm sind ziemlich selten und erreichten schon vor dem Kriege gute Preise. Besondere Sorgfalt verwendete er auf seine Liebesgeigen, die ihm sehr gut gelangen.
36Geigenzettel: Frantz Ostler, / Lauthen- und Geigenmacher in Wienn. An. 1727 (gedruckt).
38Otho, Karl August. — Leipzig. Geb. 24. April 1836 in Frohberg i. S., † 1892
39Mitglied der Leipziger Gewandhauskapelle (Kontrabassist) und Geigenmacher, der auch allerlei Versuche und Erfindungen gemacht hat. Am bekanntesten darunter ist sein fünfsaitiger Kontrabaß (C-E-A-D-G), den R. Wagner, Bülow, Nikisch u. a. sehr gelobt haben, der aber wegen der Schwierigkeit der Behandlung nicht in Aufnahme kam. Eine Violine kleinster Form (Übungsinstrument) von ihm besitzt die staatl. Sammlung alter Musikinstrumente in Berlin. — Auch als Händler mit alten Geigen war er sehr geschätzt; 1888 gab er sein Geschäft auf und verkaufte seinen Warenbestand an Gebr. Hug.
41Ott, Andreas. — Prag. 1648. † zwischen 1663 und 1667
42Sohn von Gg. und Apollonia Ott; aus Füssen eingewandert, ließ er sich in Prag als Lauten- und Geigenmacher nieder, heiratete dort am 26. April 1648 Barbara, die Tochter des Math. Maidl von Plan und erwarb 1660 (gleichzeitig mit seinem Sohne Anton) das
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