Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 37

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

57 lines. Read by computer on 26 September 2026. Printed page 33. See the scan on archive.org.

1Basi s. Bosi
2Bassi, A. — Scandiano (Modena)
3Unbedeutender Geigenmacher des 19. Jahrhunderts.
5Bassiano. — Rom. 1666
6Ein Lautenmacher, von dem sich in der Sammlung der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien eine Theorbe befindet (Nr. 26).
7Geigenzettel: Bassiano liuttaro in Roma 1666 (gedr.).
9Bassot, Joseph. — Mirecourt, Paris. Geb. in Mirecourt vor 1740, † nach 1805
10Er arbeitete bis 1774 in Mirecourt und ging dann nach Paris. Vidal rechnet ihn zwar zu den guten Pariser Geigenmachern aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrh., doch sehen seine Geigen so verschieden aus, sowohl was die Arbeit, die Wahl des Holzes und des Lackes als das Modell anbelangt, daß man zu der Annahme, er habe Mirecourter Schachteln mit seinen Zetteln versehen, gezwungen wird. In seiner ersten Zeit, solange er noch Quinze Vingts wohnte, zeigen seine Geigen schlechtes Holz und einen schlechten gelben Lack, nur die Einlagen, die oft aus Fischbein bestehen, sind sauber. Später machte er zusehends Fortschritte oder beschäftigte bessere Arbeiter, er wird sorgfältiger in der Wahl des Holzes, arbeitet genauer und verwendet einen besseren, meist roten Lack. Seine Werkstatt hatte er 1788 nach der Rue Chabanaïs Nr. 1 verlegt. Seine besten Geigen nähern sich der Art Lupots und können als recht brauchbare Orchesterinstrumente gelten. Nach Brunis Inventar besaß Berthier de Sanvigny ein Violoncello von ihm mit der frühen Jahreszahl 1761.
11Geigenzettel: Abb. 55 und 64.
13Bašta, Johann. — Schönbach. 1885
14Hauptsächlich Händler.
16Bastia s. Mucchi
17Bastiano (»Bastiano da Verona«). — Verona.
1815. bis 16. Jahrhundert
19Von ihm wird berichtet, daß er außer Lauten, Violen und Lyren auch Flöten, Hörner, Monochorde, Psalterions, Harfen und Klavizimbeln usw. gebaut habe und alles in vortrefflicher Weise. Erhalten ist jedoch keine Arbeit seiner Hand.
21Bastien, E. — Nancy. 1897. † 17. Dez. 1910
22Ein Geigenmacher, der als Wiederhersteller alter Arbeiten geschätzt ward.
24Bastien, François. — Mirecourt. 1785. 1786
25Von Jacquot erwähnter Geigenmacher.
27Bastien, Nicolas. — Mirecourt. 1775. 1790
28Er war Mitglied der Mirecourter Zunft.
30Bastien, fils. — Brüssel. 1816
31Die Jahreszahl ist nicht sicher lesbar. Snoeck besaß eine Gitarre von ihm.
33Bastogi, Gaetano. — Livorno. 18. Jahrhundert
34Bei Vidal findet sich nur der Name. Lauten und Gitarren von ihm sollen noch öfters vorkommen.
36Batho, W. J. — 1886
37Englischer Geigenmacher, der in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts lebte und u. a. einige gute Bässe gebaut hat.
39Bati, Antonio. — Arezzo. 1691
40In einer Theorbe fand sich dieser Name eingeschrieben. Die Arbeit war nur von mäßigem Verdienst. Dagegen ist mir ein Spinett und ein Klavizimbel von ihm bekannt geworden, die beide nicht schlecht ausgesehen haben.
42Batiazza, Antonio Maria. — Mailand. 1707
43Selten vorkommender Geigenmacher der Mailänder Schule.
44Geigenzettel: Antonio Maria Batiazza / fece in Milano in Contrada / Larga 1707 (gedruckt).
46Bâton I. — Versailles (nicht Vincennes). 1716. 1732
47In den Urkunden wird er stets »Luthier« genannt, eigentlich war er aber ein Drehleiermacher, der auch andere Instrumente, vielleicht sogar Geigen anfertigte. Er wurde hauptsächlich dadurch bekannt, daß er seit 1716 alte Gitarren und seit 1719 auch Theorben in Drehleieren (Viellen) umbaute, die er um zwei Töne bereichert hatte.
49Bâton II., Charles. — Paris. 1730—1750
50Sohn von Bâton I. Er siedelte von Versailles nach Paris über und wohnte Quai des Orfèvres. Auch er verbesserte die Bauernleier (Vielle) und bereicherte sie um drei Töne.
52Batow, Ivan Andrewitsch. — Um 1780
53Einer der ältesten russischen Geigenbauer. Er war Leibeigener des Grafen Scheremetjew und soll an mehreren Orten in Rußland gearbeitet haben. Bei wem er gelernt hat, ist nicht bekannt. Seine Geigen gehen auf ein Guarnerimodell zurück, weichen aber doch so sehr von dem Original ab, daß sich die in russischen Büchern vorkommenden Erzählungen, seine Geigen sähen denen Guarneris zum Verwechseln ähnlich und würden auch wirklich oft mit ihnen verwechselt, von vornherein als hinfällig erweisen. Seine Arbeit war sehr sauber, nur die Ränder lassen zu wünschen übrig. Sein Spirituslack war nicht schlecht. Er baute Violinen, Violoncelli, Gitarren und Balalaiken. Sein Zettel findet sich häufig in Instrumenten, die unzweifelhaft vogtländischen Ursprungs sind. Spätere Händler scheinen da Mißbrauch mit seinem Namen getrieben zu haben.
55Battaglia, Antonio. — Mailand. 1757. 1766
56Ein Lautenmacher, der hauptsächlich cimbalartige Instrumente gebaut hat. Von seiner Hand befindet sich ein Hackbrett in Berlin in der staatlichen Sammlung und ein Tympanon in der Sammlung Snoeck, ferner ein Psalterium im Mailänder Konservatorium mit dem Zettel: Antonio Battaglia / Fabbricatore de Salterj / nella Stretta del Mangano / vicino a S. Maria Segreta /

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