Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 370

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

49 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 366. See the scan on archive.org.

1Padewet, J. Karl. — Karlsruhe. Geb. 27. Juli 1887
2Sohn von Johann II. P. und seit 1907 dessen Nachfolger. Da er erst 15 Jahre alt war, als sein Vater starb, ging er nach Markneukirchen, um dort den Geigenbau zu erlernen, arbeitete dann zu seiner weiteren Ausbildung bei Fiorini in München und bei Winterling in Hamburg, bis er das väterliche Geschäft übernahm. Er setzt die Traditionen seines Hauses würdig fort, arbeitet sehr sauber und verwendet einen guten Lack. Auch im Ton sind seine Geigen sehr gut.
3Geigenzettel: J. Karl Padewet / Fecit. Karlsruhe i. B. / 1908 (Initialen im Kreis) (gedruckt).
5Padewet, Karl. — München. Geb. in Wien 1. Jan. 1823, † 23. März 1896
6Bruder von Joh. I Padewet. Er begründete im Jahre 1856 seine eigene Werkstatt und war als Reparateur sehr geschätzt. In seinen neuen Geigen hielt er sich vorzugsweise an das Stradivari-Modell, war sorgfältig in der Arbeit und erzielte einen guten Ton.
7Geigenzettel: Abb. 628.
9Paduch, Eduard. — Budapest. Geb. 1876
10Nachdem er bei Pilát ausgelernt hatte, ging er zu seiner weiteren Ausbildung nach Deutschland und arbeitete u. a. bei Diehl in Hamburg. In die Heimat zurückgekehrt, machte er sich selbständig und erwarb sich bald einen guten Kundenkreis.
12Päsold, J. C. und Oskar, arbeiten als Geigenmacher in Fleissen b. E.
14Paflik. — Troppau. 1845. Geb. um 1795
15Er hatte bei einem Geigenmacher in Böhmen gelernt, mußte dann Soldat werden und kam als solcher nach Mailand und Brescia und anderen italienischen Städten, die seit 1815 unter österreichische Herrschaft gekommen waren. Er verliebte sich in die Enkelin eines Geigenmachers, dessen Werkstatt neben der Kaserne lag, und so kam es, daß er bei dem Alten auch dann noch arbeitete, nachdem die Enkelin gestorben war und er den bunten Rock ausziehen durfte. Er hat da jedenfalls manches gelernt und blieb bis zu seinem 45. Jahre in Italien. In die Heimat zurückgekehrt, ließ er sich in Troppau nieder und galt als tüchtiger Geigenmacher.
17Pagani, Gian Battista. — Cremona. 1735. 1747
18Ein Meister dritten Ranges, immerhin aber ein Cremoneser. Valdrighi nennt ihn Paganini (Nr. 4328). Auch ein Antonio Pagani kommt vor, dessen Wohnort nicht feststeht.
20Pagani, Pietro. — San Martino d’Este. 1836
21Ein Dilettant, der einige gute Violinen gemacht hat.
23Paganini, G. S. — Florenz. Geb. 1870 in Forli, † 1913
24Sohn von Luigi P. und wohl auch dessen Schüler. Seine Geigen sind sauber gemacht, haben flache Wölbung und braunen Lack. Er besaß zwar viele Ausstellungsmedaillen, war aber trotzdem nicht hervorragend. Er starb im Irrsinn in seiner Vaterstadt. Seine Tochter Alba P. wurde von ihm ausgebildet und arbeitet jetzt als Geigenmacherin in Forli.
26Paganini, Luigi. — Faenza, Forli. Geb. in Faenza 1838, † 1914 in Forli
27Ein Geigenmacher, der an sich nicht ungeschickt war, aber nur billige Geigen baute.
29Paganini, Nicolò. — Geb. 18. Febr. 1784 in Genua, † in Nizza 27. Mai 1840
30Der große Geiger darf hier erwähnt werden, da er auch einmal unter die Erfinder gegangen war und ein Streichinstrument, das er Contraviola nannte, ausgedacht hatte, mit dem er den Ton der menschlichen Stimme wiedergeben wollte. Dieses Instrument war viel größer als die gebräuchliche Viola, so daß nur die glücklichen Besitzer sehr langer Arme darauf spielen konnten. Das Instrument hat wohl schon aus diesem Grunde niemals Freunde gefunden, auch bestritt man mit dem Hinweis auf Joh. Seb. Bachs »Viola pomposa« die Neuheit der Erfindung. (Vgl. Journal des Artistes vom 29. Juni 1834.)
32Paganoni, Antonio. — Venedig. 1750
33Nur dem Namen nach bekannt.
35Pageot, Louis-Simon. — Mirecourt. 1780. 1795
36Von Hause aus Geigenmacher, verlegte er sich bald ausschließlich auf das Bogenmachen, worin es sein Sohn allerdings zu größerer Meisterschaft brachte.
38Pageot (Pajeot). — Mirecourt. Geb. zu Mirecourt 25. Jan. 1791, † daselbst 24. Aug. 1849
39Sohn des Bogenmachers Louis-Simon P. Ein sehr talentvoller Bogenmacher, der in seinem Leben etwa 8000 Dutzend Bogen gemacht hat. Er arbeitete viel für das Geschäft von Lafleur; die Bogen, die er für eigene Rechnung gemacht hat, tragen seinen Namen, den er übrigens stets Pajeot schrieb, als Brandmarke.
41Pages, José und Juan. — Cadix. 1794. 1819
42Spanische Lautenmacher des 18./19. Jahrhunderts, die recht saubere Lauten und Gitarren usw. bauten.
43Geigenzettel: + / Josef Pages / me hizo en Cadiz / Año de 1808 / Calle de la Armagura N. 13 (gedruckt).
45Pagliaro s. Tifo
47Pagon (Pagoni), Stefan. — Trebitsch. 1685. † 1718
48Ein Italiener, der sich um 1685 als Geigen- und Lautenmacher in Trebitsch niedergelassen hat und als tüchtiger Meister geschätzt wurde.

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