Scan 374
Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922
60 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 370. See the scan on archive.org.
1Parisot (Parizot). — Nantes. 1774. 1821
2In den Listen des Bürgermilitärs von Nantes kommt er von 1774—1781 vor; in Geigen und Violen findet sich sein Zettel noch mit der Jahreszahl 1821. Seine Arbeit ist sauber und der Ton nicht schlecht.
3Geigenzettel: Parisot, Luthier / à Nantes. 1820 (gedruckt).
5Parker. — Northampton
6Das Selhofsche Auktionsverzeichnis (Haag 1759) führt eine Gamba von »Parkel Dwelling Northamshire« auf. Es muß selbstverständlich Parker heißen, Dwelling wird lächerlicherweise auch hier wieder als Familienname angesehen.
8Parker, Daniel. — London. Geb. um 1700. 1775
9Vielleicht ein Schüler von Pamphilon oder A. Kennedy, doch ging er bald eigene Wege. Er machte fast ausschließlich Violinen und scheint sich die Italiener zum Vorbild genommen zu haben, denen er manchmal recht nahe kommt. Namentlich darf sein feiner, schöner, nur manchmal zu dicker Öllack von leuchtendroter Farbe seiner Geschmeidigkeit wegen hervorgehoben werden. Eine von ihm im Jahre 1720 (?) gebaute Violine stellten W. E. Hill & Sons 1904 in London aus.
11Parmentier. — Mirecourt
12Eine Geigenmacherfamilie, von der als Luthiers genannt werden:
13Christophe P. 1738, 1741.
14Jacques P. 1789.
15Jean P. 1744, 1788, und
16Pierre P. 1751, gest. 1781.
18Partl s. Bartl
20Parzetti
21Zweifelhafter Name in einer Viola in der Sammlung des Rechnungsrats Friedrich in Posen.
23Pasciutti, Ferdinando. — Bologna. Geb. um 1850 in Bazzano, † nach 1885
24Er war Musikinstrumentenhändler und unterhielt eine Trompetenmacherwerkstatt. Versuchsweise hat er auch zwei oder drei Violinen gebaut.
26Pascuali, Giacomo. — Ancarano b. Ascoli
27Ein wenig bekannter Mandolinenmacher des 18. Jahrhunderts.
29Pasio (Pasi), Ildebrando. — Faenza. 18. Jahrhundert
30Seinen Reparaturzettel veröffentlicht Paul de Wit.
31Geigenzettel: Ildebrandus Pasius Restauravit / Faviatiæ (gedruckt).
33Pasio, Lodovico. — Modena. 1506
34Er wird als Instrumentenmacher bezeichnet und auch von Valdrighi (4338) aufgeführt.
36Passaponti, Giovanni. — Florenz. 1750
37Er scheint hauptsächlich Taschengeigen, kleine Lauten und dergleichen mit hübschen Einlagen und Schnitzereien gemacht zu haben.
39Passierbski, Franz. — St. Petersburg. 1886. 1903
40Besitzt eine 1886 begründete Instrumentenfabrik und nennt sich »Violin- und Gitarren-Meister, Verbesserer der Balalaika« usw.
42Pasta, Antonio. — Brescia. 1710—1730
43Vielleicht der Vater von Gaetano P. Es gibt Geigen mit seinem Namen, die denen von G. da Salò nachgeahmt sind, sich aber weder in der Arbeit noch im Ton auszeichnen; auch der Lack ist meist zu weich.
45Pasta, Bartolomeo. — Mailand. 1681
46Er nennt sich einen Schüler von Nicolo Amati, ist aber wenig bekannt und wurde bisher nur bei Valdrighi (4339) erwähnt. Vielleicht war er ein Sohn des 1666 nachweisbaren Christoforo Posta (Pasta) und ein Verwandter der in Brescia tätigen Geigenmacher seines Namens.
47Geigenzettel: Bartolomeo Pasta, Alievo di Nicolò / Amati Cremonese, Fece in Milº. 1681 (gedruckt).
49Pasta, Domenico. — Brescia. 1710. 1730
50Vielleicht ein Bruder von Antonio P. Seine Geigen sind recht gut, haben ein flaches Modell und edlen Ton. Er ahmte auch die Modelle von Amati und Maggini nach.
52Pasta, Gaetano. — Brescia. 1710. 1760
53Der Bedeutendste aus seiner Familie. Seinem Zettel nach war er ein Mailänder und ein Schüler von Hieronymus II Amati. Er hat jedenfalls dazu beigetragen, daß der Einfluß der Cremoneser Schule selbst in Brescia die herkömmliche Art von G. da Salò und P. Maggini schon im Anfang des 18. Jahrhunderts zu verdrängen begann. Er führte das Ladenschild: »alla Pallada«. Seine Geigen haben ein flaches Modell und edlen Ton und erinnern in den Umrissen etwa an G. B. Rogeri. Eine gute Violine von ihm vom Jahre 1743 besitzt der kgl. Opernsänger Gustaf Sjöberg in Stockholm.
54Geigenzettel: Gaetano Pasta milanese allievo dell Amati di Cremona alla / Pallada in Brescia. A. 1750 (gedruckt).
56Pastelli s. Rastelli
58Paterson, James. — Edinburgh. Geb. in Stirling 1834, † 1898 in Edinburgh
59Er war ursprünglich Kunsttischler und verlegte sich seit 1885 auf das Geigenmachen. Er arbeitete sehr sauber nach Guarneri und Stradivari und erhielt 1890 in Edinburgh eine Bronzemedaille. Er benutzte einen von Dr. Clark hergestellten Öllack von rotgelber Farbe
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