Scan 391
Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922
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1Pitts, John. — London. 1679
2Älterer englischer Geigenmacher, von dem in der Londoner Music Loan Exhibition 1904 eine Viola da Gamba aus dem Besitz von W. E. Hill & Sons ausgestellt war.
4Piva, Giovanni. — Modena. 1860. 1880
5Als Geigenmacher war er eigentlich nur Dilettant und hat höchstens ein Dutzend Geigen gemacht. Er erfand ein »Metallicord«, ein Geigeninstrument von altertümlicher Form mit Metallsaiten, das sich aber nicht bewährt hat.
7Pizzinino s. Peccenini
8Pizzoni (Pezzoni) hieß ein Geigenmacher, der Ende des 19. Jahrhunderts in Brooklyn lebte
9Pizzurno (Pizzurnius), Ant., lebte um 1760 in Genua
11Pizzurno, Davide. — Genua. 1760. 1763
12Seine Geigen, die gewöhnlich von mittlerer Größe sind, scheinen häufig von Händlern verwendet worden zu sein, um »etwas Besseres«, d. h. eine Amati oder dergleichen, zu machen. Er ist daher nur wenig bekannt, trotzdem findet man seinen Namen oft in Violinen, denen man von weitem ansehen kann, daß sie nicht in Italien entstanden sind.
13Geigenzettel: Abb. 597.
15Placht. — Schönbach b. E.
16Eine Geigenmacherfamilie, aus der die folgenden in Schönbach geblieben sind:
18Placht, Anton
19Kommt schon 1826 als Meister vor.
21Placht, Elias I s. auch Plachte
22Placht, Elias II. — Schönbach. 1773
23Sohn oder Enkel von Elias (I) Placht (Plachte). Nach einem Violoncello zu urteilen, war er kein besonders geschickter Meister.
24Geigenzettel: Elias Blacht in Schön- / bach 1773 (geschrieben).
26Placht, Ferdinand I
27Ein geschickter Meister, von dem es Geigen aus den Jahren 1730—1745 gibt.
29Placht, Ferdinand II
30Er wird 1826 unter den Meistern erwähnt und hat vieles zur Hebung der Geigenindustrie in Schönbach getan, selbst aber nur handwerksmäßig gearbeitet.
32Placht, Franz I. — Sohn von Ferdinand I Pl. 1760. 1788
33Er heiratete am 12. Oktober 1765 und ist wahrscheinlich der Begründer des Rufes seiner Familie. Er wohnte Haus Nr. 18 und war sehr fleißig. Geigen von ihm kommen nicht gerade selten vor; sie haben kein besonderes schönes Modell, sind sonst aber gut gemacht und klingen nicht schlecht. Seine Zettel sind mit deutschen Buchstaben gedruckt und am Rand verziert.
34Geigenzettel: Franz Placht Geigen u. Instrumentmacher in Schönbach Anno 17.. (gedruckt).
36Placht, Franz II. — 1825. 1826
37Er war von Hause aus Geigenmacher, erlernte mit seinen Brüdern Ignaz und Johann in Budapest das Gitarrenmachen und führte diesen Zweig der Musikinstrumentenindustrie um das Jahr 1825 zuerst in Schönbach ein.
39Placht, Georg
40Arbeitete von 1770—1805. Seine Geigen kommen noch ziemlich oft vor. Sie sind nicht schlecht gemacht, haben ziemlich hohe Wölbung, gelben Spirituslack und guten Ton.
41Geigenzettel: Georg Placht / Schönbach 1803 (geschr.).
43Placht, Ignaz. — 1825
44Bruder von Franz II Pl. Er erlernte in seiner Jugend die Geigenmacherei, war aber einer der ersten Gitarrenmacher seines Heimatsorts. Sein Bruder war:
46Placht, Johann I
47Placht, Johann II
48Ist noch als Streichinstrumentenmacher tätig.
50Placht, Johann Franz. — 1774. 1787
51Wahrscheinlich ein Sohn von Franz Pl., an dessen Arbeit die seine erinnert; auch seine Zettel sind ähnlich gehalten. Eine Violine von ihm besitzt die St. Peterskirche in Prag.
52Geigenzettel: Johann Franz Placht, Geigen- und Instrumentenmacher in Schœnbach 1787 (gedruckt).
54Placht, Johann Georg. — 1776
55Er verheiratete sich am 14. Mai 1776 mit Klara Heinrich.
57Placht, Josef I. — 1825—1845
58Seinerzeit galt er als geschickter Geigenmacher, da aber ein gleichnamiger Namensvetter weniger gute Arbeiten hinterließ, wird man ihm schwer gerecht werden können. Er galt als guter Lehrmeister und hat mehrere tüchtige Schüler herangebildet.
60Placht, Josef II, war 1826 schon Meister, ebenso auch:
61Placht, Lorenz, dessen Geigen manchmal nicht schlecht sind
63Placht, Martin Wenzel
64Arbeitete von etwa 1770—1826. Er war einer der besten Schönbacher Meister seiner Zeit. Er wohnte Haus Nr. 12. Seine Geigen sind dem Stainermodell nachgeahmt und zeichnen sich durch tadellose, saubere Arbeit aus; weniger gut ist der meist braune Lack. Eine hübsche Violine von ihm besitzt Gehring in Basel.
65Geigenzettel: Martin Wentzl Placht / Geigen und Instrumentenmacher in / Schœ(n)bach 1785 (gedruckt).
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